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Auferstehungsmesse bei Sonnenaufgang

Die Melsunger Katholiken feierten die Auferstehung Christi. Foto: Wagner
Die Melsunger Katholiken feierten die Auferstehung Christi. Foto: Wagner

Melsungen. Christen auf allen Kontinenten dieser Erde feierten in der Osternacht den Sieg Jesu Christi, seine Auferstehung von den Toten und damit ihre eigene Erlösung. Auch in Melsungen zelebrierte Pfarrer Joseph Nzati Mabiala von der Pfarrei Mariäe-Himmelfahrt noch vor Sonnenaufgang das wichtigstes Fest und ihre aufwendigste Liturgie.

Schweigend im Dunkel der Nacht

Bereits vor der Auferstehungsmesse trafen sich viele Gemeindemitglieder 5.30 Uhr schweigend im Dunkel der Nacht auf dem unteren Kirchplatz und versammelten sich vor dem Osterfeuer, das traditionell die Pfadfinder errichtet hatten.

Vom Osterfeuer aus zog Pfarrer Joseph mit seinen Ministranten und der Gemeinde in die Kirche ein. Foto: Wagner
Vom Osterfeuer aus zog Pfarrer Joseph mit seinen Ministranten und der Gemeinde in die Kirche ein. Foto: Wagner

Nachdem Pfarrer Joseph Nzati Mabiala die Osterkerze 2019 am Feuer entzündet und gesegnet hatte, zogen die Christen in einer feierlichen Prozession mit ihren brennenden Kerzen in Begleitung der Ministranten durch die Dunkelheit in die unbeleuchtete Kirche ein.

Im Dienst des Vaters verzehrt

Dieser Einzug sollte nicht nur an die Feuersäule, in der Jahwe seinem Volke in der Wüste voran zog und es in Freiheit führte, erinnern, er sollte auch an das Wort Christi hinweisen, der sagte: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis sterben, sondern das Licht des Lebens haben“. Und schließlich sollte der Einzug mit der Osterkerze auch daran erinnern, dass sich Jesus Christus – wie der Wachsleib der Kerze – im Dienst des Vaters ganz verzehrt hat, damit die Welt mit dem Licht der Wahrheit Gottes erhellt werde und dass sich die Christen in seiner Nachfolge im Dienste des Nächsten verzehren sollen.

Lobgesang auf die Osternacht

Das Kircheninnere wurde durch den Einzug mit der Osterkerze und den vielen kleinen Lichtern immer heller. Im Glanz der Kerzenlichter sang Pfarrer Joseph das Exsultet, den festlichen Lobgesang auf die Osternacht. Von Alters her hat die Kirche die Auferstehung Jesu Christi am dritten Tag nach seiner Kreuzigung mit der aufgehenden Sonne verglichen.

Angelus Silesius hat diese Symbolik aufgegriffen. Bis heute werden seine Verse im katholischen wie auch im evangelischen Gottesdienst gesungen: „Morgenstern der finstern Nacht, der die Welt voll Freuden macht, Jesu mein, komm herein, leucht in meines Herzens Schrein. (…) Du erleuchtest alles gar, was jetzt ist und kommt und war; voller Pracht wird die Nacht, weil dein Glanz sie angelacht.“ (GL 372, EG)

Sonnenaufgang nach der Messe

Dem Wortgottesdienst mit den Lesungen aus dem Alten Testament schloss sich eine Litanei und die Segnung des Taufwassers an. Kurz vor Beendigung des Gottesdienstes wurde die Festmesse von einem Sonnenaufgang, der ganz besonderen Art begleitet. Zuerst erstrahlte der obere Teil der Fensters im Alterraum mit Jesus am Kreuz und wurde immer heller, bis am Schluss das ganze Fenster hell erleuchtet und tief in den Innenraum der Kirche strahlte.

Nach der Auferstehungsmesse trafen sich viele Gottesdienstbesucher im Pfarrgemeindesaal, wo die Pfadfinder ein gutes und gesundes Osterfrühstück vorbereitet hatten.

(ajw)



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