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Friseur-Innung wächst & Eberwein im Vorstand

Als neues Mitglied wurde Frisiermeisterin Kerstin Buddner aus Fritzlar (Mitte) begrüßt von (v.li.): Ina Jungermann, Jacqueline Niedzilski, Tanja Seidel, Carsten Ciemer, Kerstin Buddner, Bianca Rehm-Aubel und Nina Eberwein. Foto: Kreishandwerkerschaft
Als neues Mitglied wurde Frisiermeisterin Kerstin Buddner aus Fritzlar (Mitte) begrüßt von (v.li.): Ina Jungermann, Jacqueline Niedzilski, Tanja Seidel, Carsten Ciemer, Kerstin Buddner, Bianca Rehm-Aubel und Nina Eberwein. Foto: Kreishandwerkerschaft

Schwalm-Eder. Nach Frankfurt und Wiesbaden ist die Friseur-Innung Schwalm-Eder die drittgrößte in Hessen. Zu den 85 Mitgliedsbetrieben sind nun fünf neue Betriebe hinzugekommen, freut sich Obermeister Carsten Ciemer (Loshausen) über die Entwicklung.

Arbeiten am Stuhl

„Wir haben viele kleinere Betriebe, die wissen, nur wenn wir kollegial zusammenstehen, können wir Erfolg haben. Die Innung ist für den Austausch und die Information besonders wichtig, weil das Management in unseren kleinen Betrieben anders ist als in größeren Betrieben. Wir arbeiten am Stuhl, sprich am Kunden. Hier verdienen wir unser Geld“, sagte Ciemer, der selbst drei Friseurinnen beschäftigt und aktiv mitarbeitet.

Als Teamplayer kennt er die Herausforderungen des Berufes aus dem Effeff. „Wir arbeiten auf engem Raum direkt am Menschen. Das geht nur in Harmonie und in einer guten Atmosphäre. Unsere Kunden spüren, wenn etwas nicht stimmt. Aber in einem funktionierenden Friseursalon ist eben weit mehr zu regeln, und dabei ist die Innung als Selbsthilfeorganisation sehr wichtig“, sagte Ciemer.

Lockerer Austausch am Stammtisch

Dienstleistungen wie beispielsweise die Organisation des Arbeitsschutzes, die Buch- und Steuerarbeiten, Tarifauskünfte oder die Rechtsberatung helfen bei der täglichen Arbeit. Dass der Meinungsaustausch und die Weitergabe von Informationen und Hilfestellungen nicht nur offiziellen Charakter haben, das kann man beim Friseurstammtisch erleben. Dort treffen sich die Friseure mehrmals im Jahr zum lockeren Meinungsaustausch. Gerade diese zwanglosen Treffen sind oft Impulsgeber, um gemeinsame Ideen zu spinnen. Eine dieser Ideen setzen einige Betriebe zurzeit in einem Weiterbildungsangebot mit Friseurmeisterin Lisa Schmerer um.

Programm »gut ausbilden«

Sehr ähnlich ist es mit der Nutzung des Programms „gut ausbilden“. Hierin unterstützt die Innung die Verbesserung der Ausbildungsqualität mit Hilfe eines Förderprogramms des Landes Hessen. Mittlerweile sind es wieder 15 Auszubildende im ersten Lehrjahr; der Einbruch der letzten Jahre wurde aufgefangen.

„Den einen hilft das Programm, die Prüfung zu bestehen und den anderen, ihr Ergebnis zu verbessern“, sagte Lehrlingswartin Bianca Rehm-Aubel (Densberg). Für sie ist es wichtig, dass die Innung überbetriebliche Fachlehrgänge vor Ort abhält, ebenso wie die Zwischen- und Gesellenprüfungen. „Wenn das ehrenamtliche Engagement nicht wäre, dann könnten die Prüfungen und Unterweisungen nicht vor Ort und auch nicht so kostengünstig angeboten werden“, beschreibt Rehm-Aubel den Vorteil.

Qualität hat ihren Preis

Als positiv sieht es die stellvertretende Obermeisterin Tanja Seidel (Borken) an, dass die Ausbildungsvergütung angehoben wurde. Im ersten Lehrjahr werden nun 500,00 € gezahlt, im zweiten 600,00 € und im dritten 700,00 €. Zudem wurden ein Mindestlohn von 9,72 € vereinbart und der Tariflohn erhöht.

„Wir wissen, dass die Erhöhungen letztlich als Preiserhöhungen beim Kunden ankommen, aber Qualität hat ihren Preis, und für Qualität stehen die Innungsfachbetriebe“, sagt Seidel.

Nachwahl bei der Innung

Friseurmeisterin Nina Eberwein aus Holzhausen wurde neu in den Vorstand der Innung gewählt. Mit Dank wurde Sonja Daumann (Knüllwald) aus dem Vorstand verabschiedet.

Weiterhin gehören Obermeister Carsten Ciemer (Loshausen), stv. Obermeisterin Tanja Seidel (Borken), Lehrlingswartin Bianca Rehm-Aubel (Densberg), Ina Jungermann (Zimmersrode), Jacqueline Niedzilski (Treysa) und Ute Schulz dem Vorstand an.

www.friseur-schwalm-eder.de

(red)



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