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Dächer lösen Wohnprobleme

Dachwohnungen könnten helfen die Wohnungsnot zu lindern. Dachdecker helfen Energiesparen, und Wohnraum zu erschließen. Foto: ZVDH
Dachwohnungen könnten helfen die Wohnungsnot zu lindern. Dachdecker helfen Energiesparen, und Wohnraum zu erschließen. Foto: ZVDH

Region. „Auf und unter dem Dach werden viele Ressourcen verschwendet oder bleiben ungenutzt“, sagte Obermeister Horst Wagner (Seigertshausen) auf der Jahreshauptversammlung der Dachdecker-Innung Kassel.

Sträflich unterschätztes Potenzial

„Wir reden vom fehlenden Wohnraum, aber wie viele Dachböden sind noch nicht ausgebaut? Wir reden von Energieeinsparung, aber wie viele Dächer sind nicht gedämmt? Wir reden von Energiegewinnung, aber wie viele Dächer werden für Photovoltaik nicht genutzt?“ Der Obermeister der Dachdecker-Innung wirft viele interessante Fragen auf.

Es gebe eine große Diskrepanz zwischen dem, was eingefordert wird, und dem was tatsächlich geschieht. Dies sei nicht nur in der Politik zu beobachten, sondern sei auch ein gesellschaftliches Problem. Das Potenzial der Dächer wird sträflich unterschätzt. Gerade in Städten mit steigendem Wohnraumbedarf sei der Dachboden eine Ressource, die sich umweltschonend und preisgünstig realisieren lasse, ohne zusätzliche Flächen zu beanspruchen.

Schneller Ausbau ist möglich

Für 3.000 bis 4.000 € pro Quadratmeter könne der zusätzliche Wohnraum schlüsselfertig erschlossen werden. Der Planungs- und Genehmigungsaufwand hält sich gegenüber Neubauten in Grenzen. Zudem werden keine neuen Flächen versiegelt und eine Umsetzung kann schnell erfolgen. Die oft langwierige und kostenintensive Planungs- und Genehmigungsverfahren minimieren sich deutlich.
Alleine für die Planungen und Gebühren müssen heute Bauherren für Neubauten zwischen 10 und 18 Prozent der Bausumme einkalkulieren. „Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) bietet bereits einige Fördermöglichkeiten, aber diese müssten verbessert und ergänzt werden, um den gewünschten Effekt zu erzielen“, fordert der Obermeister.

Obermeister Horst Wagner. Foto: Kreishandwerkerschaft
Obermeister Horst Wagner. Foto: Kreishandwerkerschaft

Innung fördert Ausbildung

Positiv entwickelt sich die Zahl der Auszubildenden im nordhessischen Dachdeckerhandwerk. In dem Gebiet der Dachdecker-Innung Kassel (Landkreise Schwalm-Eder, Kassel, Werra-Meißner und dem ehemaligen Kreis Rotenburg) begannen im vorigen Jahr 34 Schulabgänger ihre Lehre zum Dachdecker. Zusammen mit dem 2. und 3. Ausbildungsjahr erlernen nunmehr 67 junge Menschen das Dachdeckerhandwerk.

Die Innung fördert die Ausbildung und führt die überbetrieblichen Unterweisungen in Kassel durch. Zudem ist sie auf Bildungsmessen aktiv und unterstützt Betriebe, die ausbilden wollen.

Chancen auch für Studienabbrecher

Lehrlingswart Jörg Halberstadt (Kassel) sieht eine positive Entwicklung, die auch durch Innungsaktivitäten gestützt wird. „Es finden auch Studienabbrecher den Weg ins Handwerk. Eine Entwicklung, die vor Jahren kaum denkbar erschien“, sagte Halberstadt. Die Dachdeckerbetriebe forderte er auf, Praktikumsstellen zur Verfügung zu stellen, um interessierten Schülern Einblicke in ihr Handwerk zu ermöglichen.

Kurt Reuter verabschiedet

Mit Dank und Anerkennung wurde Berufsschullehrer Kurt Reuter verabschiedet. „Gute Ausbildung erfordert gute Ausbilder. Kurt Reuter hat über viele Jahre bewiesen, dass er ein guter Ausbilder war, der sich vorbildlich für „seine“ Auszubildenden einsetzte“, sagte Obermeister Wagner .

Berufsschullehrer Kurt Reuter wurde feierlich auf der Innungsversammlung der Dachdecker-lnnung Kassel verabschiedet. Obermeister Horst Wagner, Kurt Reuter und stv. Obermeister Joachim Schaumlöffel (v.li.). Foto: Kreishandwerkerschaft
Kurt Reuter wurde feierlich von Obermeister Horst Wagner und dem stv. Obermeister Joachim Schaumlöffel verbaschiedet. Foto:

Meisterkurse wieder im Angebot

In Zusammenarbeit mit dem Bundesbildungszentrum des Zimmerer- und Ausbaugewerbes bietet die Dachdecker-Innung Kassel seit vergangenem Jahr wieder Meisterkurse in Kassel an. „Hier ergänzen wir uns ideal: fachlich, personell und durch interessante Zusatzangebote“, sagte stv. Obermeister Joachim Schaumlöffel (Obervorschütz). So können die 13 Teilnehmer, die zurzeit den Meisterkurs zum Dachdecker absolvieren, anschließend ihren Zimmermeister oder andere Fachlehrgänge besuchen.

Zudem liege die Ausbildungsstätte des Dachdeckerhandwerks auf dem Gelände des Bundesbildungszentrums, somit seien in allen Phasen der Ausbildung kurze Wege garantiert, erklärte Schaumlöffel.

Informationen über freie Praktikums- und Ausbildungsplätze und das Meisterkursangebot erhalten Interessierte bei der Dachdecker-Innung Kassel, Homberg, Tel. 05681 9881-0 oder bei der Ausbildungsstätte des Dachdeckerhandwerks, Kassel, Tel. 0561 475 5971.

www.dachdecker-innung-kassel.de

(red)



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