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Gesunde Umwelt = gesundes Essen

Dr. Bettina Hoffmann, MdB, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Foto: nh
Dr. Bettina Hoffmann, MdB, Kreisvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Foto: nh

Region. Immer unterschiedlichere Chemikalien aus einer Vielzahl von Quellen landen in der Umwelt. Über Seen, Flüsse und Äcker können sie auch in unsere Essen gelangen. Darauf weist die Kreisvorsitzende der Grünen Schwalm-Eder und Bundestagsabgeordnete Dr. Bettina Hoffmann hin.

Gefahr durch hormonstörende Chemikalien

Jedes Jahr landen rund 330.000 Tonnen Mikroplastik in Böden und Gewässern, dort werden sie zum Beispiel auch von Fischen aufgenommen, die später wiederum auf den Tellern landen. Eine wichtige Rolle spielen auch sogenannte hormonstörende Chemikalien. Dazu gehört etwa Bisphenol A, das Bestandteil von Küchenutensilien oder Trinkbehältern aus Polycarbonat ist, oder PFC, die in Pizzakartons und anderen Papierverpackungen eingesetzt werden, um diese wasser- und fettabweisend zu machen.

Bisphenol im Urin von Kindern

In einer vom Umweltbundesamt vorgenommenen Studie wurde Bisphenol A bei 99 Prozent aller untersuchten Kinder im Urin nachgewiesen. Deshalb zeigt sich Bettina Hoffmann besorgt: „Hormonstörenden Chemikalien ausgesetzt zu sein, kann vor allem in wichtigen Entwicklungsphasen als Fötus, in der Kindheit oder der Pubertät schwerwiegende Folgen haben.“ Es gebe zahlreiche Hinweise dafür, dass hormonstörende Stoffe in Verbindung mit Diabetes oder starker Gewichtszunahme stehen.

Schutzpläne vorlegen

Biologin Hoffmann fordert deshalb, dass dem Vorsorgeprinzip ein höherer Stellenwert eingeräumt wird. Andere Länder sind dabei schon weiter. In Frankreich gebe es einen nationalen Aktionsplan, um Mensch und Umwelt vor hormonstörenden Chemikalien zu schützen. „Einen solchen Plan sollte auch die Bundesregierung vorlegen“, fordert die grüne Kreisvorsitzende. Hoffmann wörtlich: „Um den Eintrag von Mikroplastik in die Umwelt zu verringern, sollte Mikroplastik aus allen Kosmetikprodukten sowie in Wasch- und Reinigungsmitteln zu verbannt werden.“

Abschließend stellt sie fest: „Wenn wir uns über gesundes Essen Gedanken machen, sollten wir die Chemiepolitik mit im Blick zu haben.“

(red)



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