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Falschfahrer (25) unter Mordverdacht

Symbolfoto: Bundespolizei
Symbolfoto: Bundespolizei

Edermünde. Nach dem tödlichen Verkehrsunfall (s.u.) mit einem Todesopfer auf der A 49 am Freitag steht der Unfallverursacher nun unter Mordverdacht.

Verdacht auf Mord und gefährliche Körperverletzung

Das teilten heute nachmittag die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizeidirektion Schwalm-Eder in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Demnach hatte ein 25-jähriger Fahrer aus dem Schwalm-Eder-Kreis die Richtungsfahrbahn Kassel verbotswidrig entgegen der Fahrtrichtung aus Richtung der Anschlussstelle Edermünde kommend befahren. An der Unfallstelle stieß er mit seinem Pkw frontal mit einem entgegenkommenden Pkw zusammen.

Dabei wurde der 23-Jährige Fahrer des entgegenkommenden Pkw tödlich und eine weitere Mitfahrerin lebensgefährlich verletzt. Auch ein 17-jähriger Kleinkraftradfahrer erlitt im Verlauf dieses Unfalls schwere Verletzungen, ebenso ein Fahrer, der eine Kollision mit dem verunfallten Fahrzeug des Beschuldigten nicht mehr vermeiden konnte.

Gegen den 25-jährigen »Falschfahrer« erließ das Amtsgericht Kassel am Samstag einen Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Mordes in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung in drei Fällen.

Vorherige Pressemitteilungen im Wortlaut

► 05.10.2019 – 05:54 Uhr

POL-KS: Folgemeldung zum Verkehrsunfall vom Freitag, dem 4.10.2019 auf der BAB A 49 mit einer tödlich verletzten Person: Unfall vermutlich durch Falschfahrer verursacht

Kassel (ots)
(Beachten sie bitte unsere Pressemeldung vom gestrigen Abend, Auftragsnummer 3810015)
Der Verkehrsunfall am gestrigen Freitagabend wurde nach derzeitigem Ermittlungsstand vermutlich durch einen Falschfahrer verursacht.

Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 25-jährige die A 49 (in Richtung Marburg) entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung (in Richtung Kassel) und stieß zwischen den Anschlussstellen Felsberg und Edermünde mit mehreren Fahrzeugen zusammen. Diese befanden sich ordnungsgemäß fahrend auf der A 49 in Richtung Kassel.

Wie berichtet wurde dabei ein 23-jährige Pkw-Fahrer tödlich verletzt, seine 23-jährige Beifahrerin wurde mit zunächst lebensgefährlichen Verletzungen in ein umliegendes Krankenhaus gebracht. Mittlerweile ist der Gesundheitszustand der 23-jährigen stabil.

Zwei weitere Fahrzeugführer, ein 36-jähriger und ein 17-jähriger Fahrer eines Leichtkraftrades, wurden beim Zusammenstoß schwer, aber nicht lebensgefährlich verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht.

Der 25-jährige Unfallverursacher wurde mit zunächst ebenfalls lebensgefährlichen Verletzung in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist nach Auskunft der behandelnden Ärzte mittlerweile stabil.

In der Folge des Zusammenstoßes wurden zwei weitere Fahrzeuge beschädigt. Ein Fahrzeug fuhr über Fahrzeugteile, die sich auf der Fahrbahn befanden, das andere Fahrzeug befand sich auf der Gegenfahrbahn und wurde durch herumfliegende Teile beschädigt. Die Insassen dieser Fahrzeuge blieben unverletzt.

Die BAB war für ca. 4 ½ Stunden in Fahrtrichtung Kassel vollgesperrt. Neben den unfallaufnehmenden Polizeibeamten waren ein Rettungshubschrauber, mehrere Rettungs – und Notarztfahrzeuge sowie Mitarbeiter der Autobahnmeisterei am Unfallort eingesetzt. An der Unfallstelle befand sich ein von der StA Kassel beauftragter Gutachter, der mit der Rekonstruktion des Verkehrsunfalls betraut ist.
Der Gesamtschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf ca. 50.000 Euro.

Warum der 25-jährige die BAB in falsche Richtung befuhr, kann derzeit noch nicht gesagt werden und ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

► 04.10.2019 – 21:25 Uhr

POL-KS: BAB A 49 (Gemarkung Gudensberg, Landkreis Schwalm-Eder-Kreis): Verkehrsunfall auf der Autobahn, eine Person tödlich verletzt, 2 weitere lebensgefährlich verletzt

Kassel (ots)
Am heutigen Abend kam es auf der BAB A 49 in Fahrtrichtung Kassel, ca. 700 m vor der Anschlussstelle Edermünde zu einem Verkehrsunfall mit vier beteiligten Fahrzeugen, darunter einem Motorrad.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand kam es gegen 18:20 Uhr aus bisher nicht geklärter Ursache zum Zusamenstoß der o.a. beteiligten Fahrzeuge, wobei ein 23-jähriger tödlich verletzt wurde. Zwei weitere Fahrzeuginsassen wurden lebensgefährlich verletzt.

Derzeit laufen am Unfallort die Bergungs – und Räumungsarbeiten, die BAB ist aus diesem Grund in FR Kassel vollgesperrt.

Neben den eingesetzten Polizeibeamten der Polizeiautobahnstation Baunatal sind mehrere Rettungs – und Notarztfahrzeuge sowie Kräfte der Feuerwehr am Einsatzort.

Die Ermittlungen werden durch die Beamten der Polizeiautobahnstation Baunatal geführt. Zur Rekonstruktion des genauen Unfallherganges befindet sich Gutachter an der Unfallstelle.

Es wird nachberichtet.

(ots | red)



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