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Das Handwerk feiert 26 neue Meister

Die neuen Meisterinnen und Meister im Schwalm-Eder-Kreis. Foto: Wolfgang Scholz
Die neuen Meisterinnen und Meister im Schwalm-Eder-Kreis. Foto: Wolfgang Scholz

Schwalm-Eder. Auf der Meisterfeier der Kreishandwerkerschaft würdigte das Handwerk den Erfolg von 26 neuen Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeistern.

Auch ohne Studium erfolgreich

Gleichzeitig wurde der erfolgreiche Berufsnachwuchs beim Leistungswettbewerb der deutschen Handwerksjugend ausgezeichnet. Verdiente Handwerksmeister erhielten zudem den Goldenen Meisterbrief. Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung, hielt die Festansprache und überreichte die Meisterbriefe und Urkunden.

Kreishandwerksmeister Frank Michel (Treysa) beglückwünschte die Jungmeisterinnen und Jungmeister in seiner Begrüßungsrede zu ihrer persönlichen Leistung, die hinter dem Erfolg stehe. „Die Auftragsbücher sind bei vielen Handwerksbetrieben gut gefüllt. Die Zukunftsperspektiven für gute Handwerker sind sehr gut“, sagte Michel. Er würdigte das persönliche Engagement der neuen Meisterinnen und Meister, die bewiesen hätten, dass man auch ohne Studium erfolgreich sein kann. Die Nachfrage nach Fachpersonal sei ungebrochen und das Handwerk biete durch die individuelle Vielfalt auch in Zeiten von Automation und Digitalisierung viele Chancen. Praxiserfahrung stehe weiterhin hoch im Kurs, sagte Michel.

50 Jahre Meister im Handwerk, die Goldenen Meisterbriefe. Foto: Wolfgang Scholz
50 Jahre Meister im Handwerk, die Goldenen Meisterbriefe. Foto: Wolfgang Scholz

Explodierende Mieten, steigende Belastungen

Kritik übte der Kreishandwerksmeister an der Strukturpolitik der hessischen Landespolitik. Der ländliche Raum werde seit Jahren vernachlässigt. Trotz immer größer werdender Probleme in den Oberzentren und dem Ballungsgebiet Rhein-Main werde kaum umgesteuert. „Die Folgen sind explodierende Mieten, steigende Verkehrsbelastungen, mehr Pendler und auf dem Land der Rückbau in manchen Bereichen. Die Politiker diskutieren, benennen das Problem, aber die Antworten und Lösungen bleiben aus“, zog Michel Bilanz. Lob gab es dagegen für den Landkreis, der in Verbund mit den anderen Landkreisen den Breitbandausbau vorantreibt.

Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung. Foto: © Staatskanzlei
Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Ministerin für Digitale Strategie und Entwicklung. Foto: © Staatskanzlei

StMin Sinemus: Impulse für ländlichen Raum

Die Festansprache hielt Prof. Dr. Kristina Sinemus, Hessische Staatsministerin für Digitale Strategie und Entwicklung. In ihrer Rede sprach sie über die Digitale Strategie der Landesregierung, in der der ländliche Raum nicht vergessen, sondern der ländliche Raum besonders profitiere. Die guten digitalen Verbindungen sollen beste Möglichkeiten schaffen, um auch Unternehmen auf dem Land gute Wachstumsmöglichkeiten zu bieten. Dazu gehöre auch der Ausbau des Mobilfunknetzes. Im ländlichen Raum sollen laut der Ministerin Impulse gesetzt werden, um möglichst gleiche Lebens- und Arbeitsbedingungen zu schaffen. Sinemus erinnerte daran das auch Betriebe bei der digitalen Entwicklung direkt gefördert werden. Der Digi-Zuschuss sei auf Unternehmen zugeschnitten und könne online beantragt werden.

https://www.digitalstrategie-hessen.de/digi-zuschuss

Gringel: Mehr Engagement für duale Ausbildung

Heinrich Gringel, Präsident der Handwerkskammer Kassel, griff die Gleichwertigkeit beruflicher Bildung auf. Während der Staat für die akademische Ausbildung viel Steuergeld ausgebe, werde im dualen Ausbildungssystem weiter gespart. Die Meisterförderung sei zwar verbessert worden, aber hinke noch weit hinter der Förderung der angehenden Akademiker hinterher. Mit dieser Politik werden wir den Facharbeitermangel kaum bekämpfen können, sagte Gringel und forderte mehr Engagement für die duale Ausbildung. An die neuen Meister gerichtet, appellierte er, sich in der Innung aktiv zu beteiligen und Verantwortung für die Ausbildung zu übernehmen.

Landrat gegen Auflösung der Fachklassen

Landrat Winfried Becker hob die besondere Bedeutung der beruflichen Bildung hervor und sprach sich gegen die schleichende Auflösung von Fachklassen in den Berufsschulen aus. Der Landkreis setzt sich für den Erhalt der Fachklassen im ländlichen Raum ein. Landrat Becker gratulierte den Handwerkern im Namen der Kreisgremien.

Eine besondere Belobigung erhielten die Sieger beim Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend, die auf Kammer-, Landes- und Bundesebene erfolgreich waren.

Die Sieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend und die Gewinner des Ausbildungspreises 2019. Foto: Wolfgang Scholz
Die Sieger im Leistungswettbewerb der Deutschen Handwerksjugend und die Gewinner des Ausbildungspreises 2019. Foto: Wolfgang Scholz

Ausbildungspreis 2019

Lobende Worte gab es auch für die beiden Preisträger des Ausbildungspreises 2019. „Zur guten Ausbildung gehören gute Ausbilder und in diesem Jahr haben gleich zwei außergewöhnliche Ausbildungsbetriebe aus dem Schwalm-Eder-Kreis gewonnen“, sagte Geschäftsführer Jürgen Altenhof. Friseurmeister Dirk Schaller (Homberg) und die Elektro Völske GmbH (Gudensberg) wurden von der Ministerin und den Honoratioren beglückwünscht.

www.handwerk-schwalm-eder.de

(red)




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