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Mehr Geld im System kann Leben retten

Die Zahl der Corona-Toten steht nach Angaben der FREIE WÄHLER Hessen in einem Zusammenhang mit der finanziellen Ausstattung der Gesundheitssysteme der jeweiligen Länder. Fotomontage: gsk
Die Zahl der Corona-Toten steht nach Angaben der FREIE WÄHLER Hessen in einem Zusammenhang mit der finanziellen Ausstattung der Gesundheitssysteme der jeweiligen Länder. Fotomontage: gsk

Straßburg. Die COVID19-Pandemie überschattet die Welt. Aber die Todesraten im Vergleich zu den Ansteckungen unterscheiden sich erheblich innerhalb der einzelnen Länder. Darauf weist der EU-Abgeordnete Engin Eroglu hin.

Unterschiedliche Zählweisen

So hat Spanien 220.000 bestätigte Fälle und 23.190 Todesfälle, was einer Todesrate von über 10 % entspricht, bei Italien liegen die entsprechenden Zahlen bei 198.000 und 26.644, somit liegt die Todesrate dort sogar bei über 13 %. In Deutschland gibt es derzeit 158.000 bestätigte Fälle und 5.976 Todesfälle, was einer Todesrate von nur knapp über 3 % entspricht. (Stand 27.04.2020).

Engin Eroglu, EU-Abgeordneter. Foto: FREIE WÄHLER
Engin Eroglu, EU-Abgeordneter. Foto: FREIE WÄHLER

Somit stellt sich die Frage, warum die Todesrate in Deutschland um so viel geringer ist, als in anderen Ländern. Dabei spielen viele verschiedene Faktoren eine Rolle. Unter anderem unterscheiden sich die Zählweisen der Todesfälle. So wird ein Verstorbener in Deutschland, im Gegenzug zu Italien, nicht noch einem Coronatest unterzogen. Außerdem hatte Deutschland das „Glück“ später vom Virus betroffen zu sein, als Italien, somit konnte es früher Maßnahmen gegen das Virus ergreifen und die Krankhäuser früher auf die großen Patientenzahlen vorbereiten.

Qualität der Gesundheitssysteme

Europaabgeordneter Engin Eroglu von der FREIE WÄHLER: „Diese Faktoren würden nur einen kleinen Unterschied in der Todesrate erklären. Ein Unterschied von etwa 10 % muss noch weitere Faktoren beinhalten. So könnte ein weiterer Faktor auch an der Qualität des Gesundheitssystems liegen, welches maßgeblich davon abhängt wieviel Geld die Bürger in dieses einzahlen.“

Wenn man die Zahlen der drei obengenannten Länder vergleicht, zahlt in Deutschland jeder Bürger im Schnitt 5500€ jährlich in das Gesundheitssystem ein, während die Italiener und Spanier nur jeweils 3150€ und 3050€ jährlich pro Kopf in ihr Gesundheitssystem einzahlen.

Insgesamt ist Deutschland sogar Spitzenreiter in der EU was die jährliche pro-Kopf Einzahlung in das Gesundheitssystem angeht. Durch die höhere Einzahlung ins deutsche Gesundheitssystem besteht daher auch ein möglicher Zusammenhang zu einer besseren Qualität des Gesundheitssystems, welches letztendlich zu einer geringeren Todesrate führen könnte.

Geringere Todesrate durch bessere Geldausstattung

Ein ähnlicher Zusammenhang ist auch auf globaler Ebene zu beobachten. Die beiden Länder, die im Schnitt noch mehr als Deutschland in ihr Gesundheitssystem einzahlen, sind die Schweiz und die USA. Bei diesen beiden Ländern liegt die Todesrate bei etwas über 5%, somit auch um einiges geringer als in Ländern wie Italien oder Spanien.

Eroglu weiter: „Es ist ein klarer Ansatz erkennbar, dass Länder mit einem höheren Beitrag in das Gesundheitssystem auch eine geringere Todesrate bei den Corona-Infizierten vorweisen, was auf eine bessere Qualität im Gesundheitssystem deuten lässt. Es ist noch zu früh, um endgültige Schlüsse darauf zu ziehen, jedoch sollte man diesen möglichen Zusammenhang im Auge behalten. Demnach kann es sein, dass ein höherer Beitrag in das Gesundheitssystem dazu beitragen kann, insbesondere in Krisensituationen, Leben zu retten.“

(red)



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