Dr. Spies ist neuer SPD-Bezirksvorsitzender
Baunatal/ Region. Auf dem ordentlichen Bezirksparteitag der nordhessischen SPD in der Stadthalle Baunatal wurde der Marburger Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies (63 Jahre) zum neuen Bezirksvorsitzenden gewählt. Auf ihn entfielen 159 Ja-Stimmen, 17 Nein-Stimmen und 4 Enthaltungen. Das entspricht 88,3% der Stimmen.

Von links: Timon Gremmels (alter Bezirksvorsitzender), Dr. Thomas Spies (neuer Bezirksvorsitzender) und Dr. Philipp Rottwilm (Stellvertretender Bezirksvorsitzender). Foto: Gabriel Hanika | SPD-Bezirk Hessen-Nord
Dr. Spies löst damit Timon Gremmels (Niestetal) als Bezirksvorsitzenden ab, der nach sechs Jahren im Amt nicht mehr kandidierte (wir berichteten).
Für eine faire Verteilung des Wohlstands
Als Stellvertretende Bezirksvorsitzende wurden Dr. Philipp Rottwilm (Neuental), Tanja Hartdegen (Schenklengsfeld), Latif Hamamiyeh Al-Homssi (Waldeck), Marcel Brückmann (Niestetal) und Finja Müller (Kassel) gewählt. Schatzmeisterin wurde Esther Dilcher (Hofgeismar). Als Beisitzer in den SPD-Bezirksvorstand wurden Karina Fissmann-Renner, Sophie Frühwald, Kai-Georg Bachmann, Birgit Kömpel, René Petzold, Iris Ruhwedel, Andreas Schaake, Christian Strube, Monika Vaupel, Sebastian Sack, Laura Brüchle und Thevagar Mohanadhasan gewählt.
Der neue Bezirksvorsitzende Dr. Thomas Spies dankte seinem Vorgänger Timon Gremmels ausdrücklich für seine engagierte Arbeit für die nordhessische SPD und für den guten Job, den er in Wiesbaden macht. Sich selbst bezeichnete Dr. Spies in seiner Vorstellungsrede als echten Nordhessen und führte aus: „Wir Marburger sind seit 1604 Nordhessen. Unsere Bindung an Nordhessen ist uralt und fest gewachsen.“ In seiner engagierten Rede betonte er: „Ich bin deshalb Sozialdemokrat, weil mir Gerechtigkeit, Respekt und eine faire Verteilung des Wohlstands, den wir alle erarbeiten, immer am Wichtigsten sind.“
Die Herzkammer der SPD
Er bezeichnete den Bezirksvorsitz der nordhessischen SPD als eine Ehre und Auszeichnung und kündigte an, dass er sich dieser Ehre als würdig erweisen werde.
Dr. Thomas Spies stimmte die SPD darüber hinaus auf die im März 2026 bevorstehenden Kommunalwahlen ein und betonte: „Die SPD wird einen starken, engagierten und leidenschaftlichen Kommunalwahlkampf führen. Ich trete dafür an, die SPD wieder dahin zu bringen, wo sie hingehört, an die Spitze in ganz Nordhessen. Nordhessen ist die Herzkammer der SPD. Wir Sozialdemokraten sind die Nordhessenpartei, wir sind die Kommunalpartei. Unsere politischen Gegner können sich darauf einstellen, dass mit uns zu rechnen ist.“
Scheitert Kommune, scheitert der Staat
Im Mittelpunkt des Bezirksparteitages stand die Kommunalpolitik. Die Delegierten stimmten einstimmig dem kommunalpolitischen Leitantrag »Kommunen stärken und Demokratie fördern!« zu. Darin fordert die nordhessische SPD die Landesregierung und den hessischen Landtag auf, dass 77 Prozent der Hessen zustehenden Mittel aus dem 100-Milliarden-Euro-Sondervermögen des Bundes an die hessischen Kommunen verteilt werden sollen. Die Investitionsmittel des Bundes, sollen den Kommunen Handlungsfreiheit geben, ihre lokale Infrastruktur zu stärken.
Dr. Thomas Spies fordert: „Wir brauchen weniger Bürokratie und mehr Handlungsfreiheit, damit Schwimmbäder erhalten, Straßen erneuert, Schulgebäude renoviert, Kindergärten gebaut und Krankenhäuser saniert werden können. Die Fundamente der Demokratie sind in den Kommunen zu finden. Sie gilt es zu stärken. Wenn Kommune scheitert, dann scheitert der ganze Staat.“
Aufstellung für das nächste Jahrzehnt
Spies führte des Weiteren aus, dass die Kommunen 25 Prozent der Aufgaben übernehmen, aber nur 14 Prozent der Steuern erhalten. Er forderte, dass sich das ändern muss: „Die Kommunen sind am Limit. Das muss sich ändern. Es muss gelten, im Bund und Land, wer bestellt, bezahlt. Ich will und werde für faire kommunale Finanzen kämpfen.“
Der Bezirksparteitag verabschiedete ebenfalls einstimmig den Leitantrag »Die nordhessische SPD zukunftssicher aufstellen und zu alter Stärke zurückkehren«. Dieser soll grundlegende innerparteiliche Reformen und Organisations- und Strukturanpassungen einleiten, um die nordhessische SPD für das nächste Jahrzehnt gut aufzustellen.
SPD-Bezirk Hessen-Nord
red




