FREIE WÄHLER: Asklepios hat die Wahl
Schwalmstadt. Die Landratskandidatin der FREIE WÄHLER Schwalm-Eder, Rosalie Bock, unterbreitet gemeinsam mit den FREIE WÄHLER Schwalmstadt dem Asklepios Klinikum Schwalmstadt den konkreten Vorschlag zum Rückerwerb der ehemaligen Nachsorgeklinik in Ziegenhain, um für eine weitere Expansion der Klinik in Schwalmstadt zukünftig auch räumlich besser gewappnet zu sein.

Von links: Martin Gräfe (Guxhagen) Mitglied des Kreisvorstandes FREIE WÄHLER Schwalm-Eder; Rosalie Bock, Landratskandidatin und Mitglied des Kreistags Schwalm-Eder; Heiko Lorenz, stv. Fraktionsvorsitzender FREIE WÄHLER Schwalmstadt; Anette Steuber, Mitglied des Vorstandes der FREIE WÄHLER Schwalmstadt und der StaVo. Foto: Sandra Müller
Die Partei wird in einer Pressemitteilung konkret: Nach aktuell vorliegenden Informationen soll die Abteilung Neurologie am Asklepios Klinikum erweitert werden. Das ist nach der Schließung des entsprechenden Fachbereichs in Treysa (Hephata) ein grundsätzlich begrüßenswerter Schritt, jedoch darf dies nicht zulasten der Abteilungen Geburtshilfe und Gynäkologie in Schwalmstadt und gar zu deren Schließung führen, weil man neue Räumlichkeiten für die Neurologie benötigt.
Wohnwirtschaftliche Nutzung läuft ins Leere
Die FREIE WÄHLER Schwalmstadt treten für den Erhalt der Abteilungen Geburtshilfe und Gynäkologie am Asklepios Klinikum Schwalmstadt ein, so Heiko Lorenz, Stadtverordneter der Fraktion FREIE WÄHLER. Die Fraktion hatte hierzu kürzlich einen Resolutionsantrag verfasst und in die politischen Gremien der Stadt Schwalmstadt eingebracht, ergänzt Heiko Lorenz. Die Verabschiedung der Resolution erfolgte einstimmig in der Stadtverordnetenversammlung am 20. August.
Der Bebauungsplan der Stadt Schwalmstadt erlaubt keine wohnwirtschaftliche Nutzung des Geländes der Nachsorgeklinik. Damit laufen entsprechende Pläne und Vorhaben des derzeitigen Eigentümers ins Leere, der erst kürzlich das Gebäude von Asklepios gekauft hat. Daher liegt ein Rückkauf durch Asklepios nahe, der im Übrigen auch im Interesse der Stadt Schwalmstadt liegt, um das attraktive Naherholungsgebiet Schützenwald aufzuwerten und um dort Leerstand zu beenden und um weiteren Verfall abzuwenden.
Landratskandidatin und Mitglied des Kreistages, Rosalie Bock und die FREIE WÄHLER Schwalmstadt fordern in diesem Zusammenhang die Stadtverwaltung und die politischen Gremien der Stadt Schwalmstadt zu einer wohlwollenden Begleitung und Unterstützung des Rückerwerbs durch das Asklepios Klinikum Schwalmstadt auf.
Verantwortung für die Region
Weiter schreibt die FREIE WÄHLER: Asklepios hat jetzt die Wahl, ob man in der Region Schwalmstadt aus kurzfristigen Rentabilitätsüberlegungen heraus die Abteilungen Geburtshilfe und Gynäkologie schließt oder ob das Unternehmen bereit ist Verantwortung für das Überleben und die Gesundheit vieler Menschen aus unseren Dörfern und Städten zu übernehmen. Besonders für Frauen, für werdende Mütter und ihre ungeborenen Kinder ist eine wohnortnahe klinische Geburtshilfe und Gynäkologie in Notfällen überlebenswichtig.

Ein Umbau für Wohnzwecke ist im Fall der ehemaligen Nachsorgeklinik nach Worten der FREIEN WÄHLER Schwalmstadt nicht möglich. Sie schlägt andere Lösungen vor. Foto: Sandra Müller
Asklepios hat jetzt die Wahl, ob man in Schwalmstadt einen unwiederbringlichen personellen Verlust eines hochqualifizierten und langjährig erfahrenen Teams aus Ärzten und Hebammen in Kauf nimmt oder gar forciert oder ob man den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt zeitnah das Signal gibt, dass es für Sie auch persönlich in Schwalmstadt weitergehen wird.
Asklepios hat jetzt die Pflicht eine Antwort darauf zu geben, ob man bereit ist dieser umfassenden Verantwortung für Patienten und Mitarbeiter sowie für die Region insgesamt durch schnelles Handeln gerecht zu werden.
Hinter jeder Entscheidung stehen Menschen
Landratskandidatin Rosalie Bock und die FREIE WÄHLER Schwalmstadt fordern das Asklepios Klinikum Schwalmstadt auf, alle Möglichkeiten zur Fortführung der Abteilungen auszuschöpfen: „Wir fordern Frau Dr. Federwisch insbesondere auf das Schweigen endlich zu beenden. Wir fordern Frau Dr. Federwisch auf endlich unternehmerische Verantwortung zu übernehmen und den vielen berechtigten Bedenken, den Ängsten und den Fragen der Menschen Rechnung zu tragen und endlich Antworten zu geben“, so Rosalie Bock. „Hinter jeder Entscheidung stehen Menschen, Familien und persönliche Schicksale.“
Anette Steuber, Stadtverordnete der FREIE WÄHLER Schwalmstadt, betont, „dass gerade in einer Region wie unserer niemand das Gefühl haben darf, im medizinischen Notfall allein gelassen zu werden – eine wohnortnahe Geburtshilfe und Gynäkologie gibt Frauen und Familien Sicherheit und Vertrauen.“
Die Lasten fair verteilen
Rosalie Bock fordert abschließend: „Asklepios muss jetzt umgehend auch die Leistungsgruppe Geburtshilfe und Gynäkologie bei den Entscheidungsträgern beantragen, um die wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Weiterführung zu schaffen.“ Man dürfe sich dabei gegenüber Asklepios nicht erpressbar machen, aber es sei nun dringend geboten, mindestens eine finanzielle Übergangslösung für die Jahre 2027 und 2028 zu finden. Die Lasten seien fair zu verteilen.



