SPD verurteilt Gewalt gegen Massow
Gudensberg. Die SPD Gudensberg ist erschüttert über den Vorfall, der sich vor der jüngsten Stadtverordnetenversammlung ereignet hat. Bürgermeisterin Sina Massow berichtete zu Beginn der Sitzung, dass sie kurz zuvor Opfer eines tätlichen Angriffs wurde: Sie sei gegen ihren Willen festgehalten und zu einem Gespräch gezwungen worden – mit spürbaren körperlichen Folgen.

Auf ein Wort – aber ohne Nötigung! Die Gudensberger Bürgermeisterin Sina Massow ist im Bürgerdialog für die Fragen der Einwohner offen. Archivbild: N.N. | Stadt Gudensberg
Demokratie kennt legitime Wege
„Was hier geschehen ist, ist ein Angriff auf eine gewählte Amtsträgerin und damit ein Angriff auf unsere demokratischen Spielregeln“, erklärt SPD-Fraktionsvorsitzender Julian Brand. „Wer mit politischen Entscheidungen oder Personen nicht einverstanden ist, hat in einer Demokratie viele legitime Wege, das zum Ausdruck zu bringen – vor allem die eingerichtete Bürgersprechstunde bei Bürgermeisterin Massow wird sehr gut angenommen. Für Gespräche auf der Straße oder einem kurzen sachlichen Austausch vor- oder nach Sitzungen steht sie normalerweise immer zur Verfügung – tätliche Übergriffe gehören jedoch auf keinen Fall dazu.“
Angriff wider besseres Wissen
Besonders schwer wiegt aus Sicht der SPD-Gudensberg, dass es sich bei dem Täter um ein ehemaliges Mitglied der Stadtverordnetenversammlung handelt, der bei der jüngsten Kommunalwahl noch kandidiert hat. „Wer selbst über Jahre Teil dieses Gremiums war, kennt die Regeln des demokratischen Miteinanders und weiß, wie man Kritik und Meinungsverschiedenheiten austrägt. Gerade von dieser Person hätten wir mehr Verantwortungsbewusstsein erwartet. Sein Anliegen hätte er genauso gut über seine Fraktion im Stadtparlament an Bürgermeisterin Massow tragen können“, so Brand weiter.
Uta Kenner, Co-Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Gudensberg ergänzt: „Wir wissen, dass die Hemmschwelle für Respektlosigkeiten gerade gegenüber weiblichen Amtsträgerinnen erschreckend niedrig ist. Doch dieser Angriff überschreitet eine rote Linie.“
Gewalt und Nötigung sind kein akzeptables Mittel
Die SPD-Fraktion und der SPD-Ortsverein Gudensberg sprechen Bürgermeisterin Sina Massow ihre volle Solidarität aus und schließt sich ausdrücklich ihrem Appell an: Politische Auseinandersetzungen müssen respektvoll und auf Augenhöhe geführt werden – im Rathaus wie im gesamten öffentlichen Diskurs. Gewalt und Nötigung sind dabei niemals ein akzeptables Mittel.
„Wir stehen an Ihrer Seite, als Demokraten und als Gemeinschaft, die Gewalt und Einschüchterung niemals akzeptieren wird“, führt Kenner an die Bürgermeisterin gerichtet weiter aus. Die Gudensberger Sozialdemokraten fordern alle Beteiligten dazu auf, zu einem sachlichen und respektvollen Umgangston zurückzukehren, und dankt der Bürgermeisterin für ihre klare und besonnene Haltung in dieser Situation.



