Zeitumstellung birgt Wildunfallgefahr
Schwalm-Eder. In der Nacht zum Sonntag, 25. Oktober werden die Uhren um eine Stunde zurückgestellt. Was für Menschen eine Änderung der Uhrzeit bedeutet, kann auf den Straßen zu gefährlichen Situationen führen. Der Kreisjagdverein Hubertus Ziegenhain bittet Autofahrer in den kommenden Wochen um Aufmerksamkeit.

Mit der Zeitumstellung in der dunklen Jahreszeit steigt die Gefahr von Wildunfällen. Foto: Dirk (Beeki®) Schumacher | Pixabay
Wildtiere richten ihren Tagesrhythmus nicht nach der Uhr, sondern nach Tageslicht und Dämmerung. Durch die Zeitumstellung verändert sich jedoch schlagartig der Zeitpunkt des Berufsverkehrs. Fahrten von und zur Arbeit können dadurch mit den Aktivitätszeiten der Wildtiere zusammentreffen.
Obacht: Einzelgänger!
Hinzu kommt der Herbst. Viele Wildtiere sind jetzt verstärkt auf Nahrungssuche. Gerade in der Morgen- und Abenddämmerung können Rehe, Wildschweine und andere Wildtiere unvermittelt Straßen überqueren. Besondere Vorsicht ist an Wald- und Feldrändern sowie an bekannten Wildwechseln geboten. Autofahrer sollten dort die Geschwindigkeit reduzieren, bremsbereit sein und auch damit rechnen, dass einer Tier-Gruppe oft noch Einzelgänger folgen.
Kommt es zu einem Wildunfall, gilt: Unfallstelle sichern, Warnblinkanlage einschalten und Polizei verständigen. Verletzte Wildtiere sollten nicht angefasst oder verfolgt werden. Über Polizei und Jagdausübungsberechtigte kann anschließend eine fachgerechte Nachsuche veranlasst werden.
In der Dämmerung Fuß vom Gas
„Gerade im ländlich geprägten Schwalm-Eder-Kreis teilen sich Menschen und Wildtiere vielerorts dieselben Wege. Angepasste Geschwindigkeit und etwas mehr Aufmerksamkeit können in diesen Wochen viel bewirken“, erklärt der 1. Vorsitzende Elias Knell. Der Kreisjagdverein appelliere deshalb: Fuß vom Gas – besonders in der Dämmerung und dort, wo Straßen durch Waldgebiete oder entlang von Feld- und Waldrändern führen.



