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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Grubenunglück jährt sich zum 20. Mal

Borken. Vor 20 Jahren ereignete sich am 1. Juni 1988 im Braunkohletiefbaubetrieb Stolzenbach eine Kohlenstaubexplosion. Das Grubenunglück forderte 51 Todesopfer; sechs Bergleute überlebten die Katastrophe und konnten nach 65 Stunden gerettet werden. Das Grubenunglück veränderte die Menschen und die Region. Trauer und Verzweiflung über den Verlust von Angehörigen und Freunden waren unmittelbare Folgen. Ärzte, Seelsorger, Wissenschaftler und Psychologen versuchten die Folgen des Unglücks in Form psychischer und physischer Probleme sowie psychosomatischer Erkrankungen zu lindern. Fernseh-, Radio- und Pressevertreter aus aller Welt berichteten über die Katastrophe. Doch das Medieninteresse flaute schnell wieder ab.

Die Katastrophe zog langfristige Folgen nach sich: Der Bergbau und das Kraftwerk Borken stellten ihren Betrieb früher als geplant ein. Arbeitsplätze gingen verloren. Wirtschaft und Kaufkraft schrumpften. Das Grubenunglück beschleunigte den Strukturwandel in der Region.

Bis 3. August
Das Hessische Braunkohle Bergbaumuseum dokumentiert in einer Sonderausstellung den Hergang, die Ursachen und die Folgen des Grubenunglücks. Zahlreiche Film- und Presseberichte zeigen auf, wie die Medien die Öffentlichkeit über das Unglück informierten. Fotografien und Filmaufnahmen, die einige Jahre vor dem Unglück im Tiefbau Stolzenbach aufgenommen wurden, vermitteln Einblicke in den Betriebsalltag Untertage.

Mit der Sonderausstellung, die im Museumsgebäude in der Borkener Altstadt gezeigt wird, beginnt das Museum die historisch-wissenschaftliche Aufarbeitung dieses prägenden Ereignisses. Die Ausstellung „Das Grubenunglück – Borken / Stolzenbach, 1. Juni 1988“ wird am Sonntag, 1. Juni, um 18.30 Uhr eröffnet und ist vom 3. Juni bis 3. August während der Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen. Schulklassen und Gruppen ab 15 Personen sowie Betroffene des Grubenunglücks können die Sonderausstellung nach Voranmeldung auch außerhalb der Regelöffnungszeiten besuchen. Für den Besuch der Sonderausstellung wird kein Entgelt erhoben.

Die Gedenkstätte Stolzenbach an der Landstraße zwischen den Borkener Ortsteilen Dillich und Stolzenbach gelegen, erinnert ebenfalls an das Grubenunglück. Sie ist ausgeschildert und jederzeit frei zugänglich. Weitere Informationen sind beim Besucherservice des Bergbaumuseums unter 0 56 82 / 808-271 oder im Internet unter www.braunkohle-bergbaumuseum.de erhältlich.sb.

Foto: Die Braunkohlengrube Stolzenbach war einer der wichtigsten Abbaubetriebe im ehemaligen Borkener Kohlerevier. Die Zerstörung und Schließung der Grube bedeuteten einen tiefen Einschnitt in die Lebensgeschichte der Region.sb.



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