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Dezimierte MT schlägt sich achtbar

Magdeburg/Melsungen. In einem wahren Torefestival unterlag die ohne vier Stammspieler angetretene MT Melsungen dem gastgebenden SC Magdeburg vor fast 5.000 Zuschauern in der Bördelandhalle mit 36:42 (20:20). Sie war losgezogen, um den Favoriten in dessen eigener Halle zu ärgern. Und genau das gelang der MT Melsungen gegen die Gladiators überraschend über fast drei Viertel der Spielzeit. Überraschend deshalb, weil sich der Tabellenelfte gegen den Dritten ohnehin schon in der klaren Außenseiterposition wähnte, aber mehr noch, weil er mit Kelentric, Vuckovic, Sanikis und Brovka gleich auf vier Spieler verzichten musste, die ansonsten zur allerersten Garnitur gehören.

So stellte sich die Melsunger Mannschaft fast von allein auf: Linksaußen Tellander, Halblinks Junillon, Mitte Stojanovic, Kreis Klitgaard, Halbrechts Valo, Rechtsaußen Karipidis, und im Tor Herold. Weitestgehend in der Besetzung bot man dem Favoriten Paroli. Dass die MT mit 20:20 in die Kabine gehen konnte, verdankt sie vor allem drei Akteuren. Linksaußen Daniel Tellander, der seine erste längere Einsatzzeit aufgrund der Verletzung von Ivan Brovka beinahe optimal nutzte, hatte bis dahin bereits fünf Mal eingelocht. Und auch Vladica Stojanovic, nach dreiwöchiger Verletzungspause wieder zurückgekehrt, zeigte sich torgefährlich wie eh und je und steuerte vier Treffer zu diesem Zwischenstand bei. Gleiches traf für Franck Junillon zu, der in Abwesenheit von Nenad Vuckovic und Grigorios Sanikis von Beginn an auf seiner Lieblingsposition im linken Rückraum auflaufen konnte.

Auf Magdeburger Seite war es vor allem Rechtsaußen Christian Sprenger, der jede Chance zum Gegenstoß nutzte und bis zum Pausenpfiff schon fünf Tore erzielt hatte. Daneben hatten die Gastgeber in Damien Kabengele einen sicheren Strafwurfschützen. Seinem ihm voraus eilenden Ruf als einer der derzeit stärksten Torhüter Deutschlands, konnte Silvio Heinevetter bis dahin allerdings noch nicht gerecht werden.

Die zweite Halbzeit spiegelte fast vierzehn Minuten lang die ausgeglichenen Kräfteverhältnisse zwischen beiden Teams an diesem Abend wieder. In der 44. Minute führte der Tabellendritte gerade mal mit einem Tor (30:29). Doch dann folgte die spielentscheidende Phase. Kabengele (per Strafwurf), Sprenger und Grafenhorst bringen ihre Gladiators binnen drei Minuten mit 3:29 nach vorn. Robert Hedin nimmt ein Team-Timeout, doch anschließend gibt es durch den Treffer von Dennis Krause zum 34:30 den nächsten Genickschlag.

Davon sollte sich Melsungen nicht mehr erholen. Als Karipidis einen Strafwurf vergibt und Christian Sprenger kurz darauf auf 36:30 stellt, ist die Partie praktisch gelaufen. Magdeburg versteht es clever, den Abstand bis zum Schluss zu halten – Melsungen verkauft sich teuer und verliert am Ende – im Hinblick auf den Gesamtverlauf – mit 36:42 vielleicht etwas zu hoch.

“Ich bin in Anbetracht der derzeitigen Personalsituation sehr zufrieden mit diesem Auftritt”, bescheinigte MT-Sportchef Alexander Fölker der wackeren Zwölf eine saubere Leistung. “Die Mannschaft hat kämpferisch alles gegeben, ich hätte nicht gedacht, dass wir hier ohne vier Leistungsträger so gut mithalten”, ergänzt Trainer Robert Hedin.

Statistik:
SC Magdeburg – MT Melsungen 42:36 (20:20)

SCM: Heinevetter, Müller – Kabengele (10), Sprenger (9), Grafenhorst (7), Jurecki (6), Rojewski (3), Tönnesen (2), Vasilakis (2), van Olphen (2), Krause (1) Wiegert.

MT: Herold, Schomburg – Tellander (8), Karipidis (8), Stojanovic (7), Junillon (5), Valo (3), Tzimourtos (3), Klitgaard (2), Treutler, Orzlowski, Ehlers.

Siebenmeter: 5/5 – 4/7 (Karipidis scheitert in der 19., 50. und 54. Minute)

Zeitstrafen:
5/1 (Kabengele 2, van Olphen 3 / Klitgaard)

Schiedsrichter:
Andreas Pritschow / Marcus Pritschow (Stuttgart)

Zuschauer:
4.755, Bördelandhalle Magdeburg



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