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Katharina Wagner zündete den Turbo

katharina-absprungStadtallendorf/Melsungen. Bei den offenen Kreis-Hallenmeisterschaften der Leichtathletikkreise Marburg und Biedenkopf in Stadtallendorf, die viele Athleten des Hessischen Leichtathletik-Verbandes zum letzten Test für die Landes-Hallenmeisterschaften nutzten, meldete sich pünktlich die 13-jährige Katharina Wagner (MT Melsungen) mit zwei Bestleistungen zurück. Besser hätte der Start ins neue Jahr für die Melsunger Mehrkampf-Hoffnung kaum laufen können, denn mit 9,86 m im Kugelstoßen kam sie bis auf 14 Zentimeter an die begehrte 10m-Marke heran und verbesserte ihren Hausrekord um über 50 cm.

Im Weitsprung startete sie in der Altersklasse der W15 und musste – bedingt durch das parallellaufende Kugelstoßen –  ständig die Schuhe wechseln, was zu einer gewissen Konzentrationsstörung führte. Dennoch sprang sie viermal über die Fünf-Meter-Marke und belegte mit 5,27 m hinter Gesine Sichler (LG Alheimer), für die ein Zentimeter mehr gemessen wurde, den zweiten Platz. Rang drei in diesem hochkarätigen Wettkampf ging an Charlotte Bomert (Vellmar) mit 5,19 m, die sich als ernsthafte Konkurrentin bei den Landesmeisterschaften darstellte. Im 60m-Sprint zündete Katharina bereits im Vorlauf auf den ersten Metern den Turbo und wurde als souveräne Siegerin in 8,20 Sekunden gestoppt.

Auch im Finale war sie auf dieser Strecke nicht zu bezwingen und verbesserte erneut ihre Hallenbestzeit. Obwohl sie dieses Mal beim Start erhebliche Schwierigkeiten hatte und nach 20 m noch auf Position vier lag, konnte sie aufgrund ihrer großen Beschleunigungsfähigkeit das Feld auf den letzten Metern von hinten aufrollen und mit 8,14 Sekunden klar vor der aus Wellerode stammenden Julia Krug (8,26 Sek.), gewinnen. Wie stark diese Zeit ist, kann man daran erkennen, dass die Zeiten von Anna-Maria Kurz von der LG Frankfurt – Siegerin der W15 mit 8,30 Sekunden – und selbst die Siegerin der Frauenklasse – Annalena Riedel aus Gießen-Wieseck – schwächer waren, als die der 13jährigen Melsunger Sprinterin. Auch die 18jährige Laura Merten aus Borken, im Vorjahr mit 12,70 Sekunden fünfschnellste A-Jugendliche in Hessen, lief mit 8,15 Sekunden eine Hundertstelsekunde langsamer als Katharina, die sich in dieser Form bei den Landes-Hallenmeisterschaften am 24. und 25. Januar berechtigte Hoffnungen auf einen Medaillenplatz im Sprint, Sprung und Stoß machen darf.

aw-2009011102Für den zweiten Sieg im Melsunger Lager sorgte Karolin Siebert, die jüngste Starterin dieser Hallenmeisterschaften. Im Lauf der W14 über 800 m startend, zeigte die noch Zwölfjährige eine beherzte Schlussrunde und degradierte die bereits weit enteilten Maria Espeter (LG Wittgenstein) und Vanessa Würtz (Kaufungen)auf der Zielgeraden zu Statisten. Maria Espeter aus dem Siegerland, die im Vorjahr als Dreizehnjährige 2:30,70 Minuten über die 800m gelaufen war, übernahm in diesem Rennen vor Vanessa Würtz mit einer Bestzeit von 2:31,0 Minuten angereist,  die Führung. Bereits nach zwei Runden – 400m – lag Karolin fast acht Meter zurück und schien in diesem Rennen keine Rolle mehr zu spielen. Als die letzte Runde eingeläutet wurde, machte sie sich, bereits zehn Meter hinter der führenden Espeter zurück, auf die Verfolgung und nahm ihr auf den letzten 100 m fast drei Sekunden ab. Mit 2:32,61 Minuten gewann Karolin Siebert diesen Lauf vor M. Espeter (2:34,59 Min.) und V. Würtz (2:34,81 Min.)  „Ich hatte mir das schnelle Tempo in den ersten drei Runden nicht zugetraut, denn ich spürte noch das Training vom Mittwoch in den Beinen“, sagte eine strahlende Karolin, die als B-Schülerin bei den 800m-Landesmeisterschaften der A-Schülerinnen einen Finalplatz anpeilt.. „Wenn sich Karolin etwas mehr zutraut, müsste sie in 14 Tagen zum ersten Mal die 800 m unter 2:30 Minuten laufen“, sagte Alwin J. Wagner und wies auf ihre letzte Runde hin, die sie in 34 Sekunden zurücklegte.

aw-2009011103Auch Robin Hohmann und Tobias Stang unternahmen nach ihrer Auszeit anlässlich ihrer gesundheitlichen Beschwerden einen Test für die kommenden Hallenmeisterschaften, der für sie recht zufriedenstellend ausfiel. Im 1000m-Lauf der M14 belegte der Melsunger „Mittelstrecken-Express“ ohne den immer noch erkrankten Michael Hiob hinter Lokalmatador Ali Yüksel in 3:08,08 Minuten und 3:10,26 Minuten den zweiten bzw. dritten Platz und konnte den auf Rang neun der Landesbestenliste liegenden Maximilian Noe aus Niederelsungen in 3:12,02 Minuten auf den vierten Platz verweisen.

Im Sprint über 60m unterbot wenige Tage vor seinem 15. Geburtstag Martin Proksch die vereinsinterne Qualifikationszeit von 8,00 Sekunden um eine Hundertstelsekunde. Mit seinen 7,99 Sekunden erreichte er das Finale, belegte aber dort nur in 8,09 Sekunden den 6. Platz. „Am Start reagierte ich recht schnell, aber auf den letzten 20m fehlte mir die Kraft“, urteilte Martin selbstkritisch, dem man anmerkte, dass ihm in den letzten Monaten einige Trainingseinheiten fehlten.

Die beiden A-Schülerinnen Lea Sperl und Celine Kühnert gingen in Stadtallendorf über 200 m der weiblichen Jugend B an den Start. Auf dieser für sie neuen Strecke mussten sie „Lehrgeld bezahlen“, denn auch ihnen fehlte auf dem letzten Teil der Strecke das Stehvermögen. So blieben sie mit 30,74 bzw. 30,91 Sekunden am Ende klar über der 30-Sekunden-Grenze.

Henri Alter, der für den erkrankten Jan Ullrich einsprang, verfehlte mit 9,01 Sekunden über 60 m ganz knapp eine „8er-Zeit“. Auch im Weitsprung merkte man ihm den Trainingsrückstand an, denn sein bester Sprung wurde nur mit 4,69 m gemessen.



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