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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate stieg 2008 um 2,8 Prozent

Hessen. Im Durchschnitt des Jahres 2008 lag das Verbraucherpreisniveau in Hessen um 2,8 Prozent höher als im Vorjahr. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren im Jahr 2007 die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent und im Jahr 2006 um 1,4 Prozent gestiegen. Für den Anstieg der Inflationsrate auf 2,8 Prozent sind vor allem deutlich höhere Energie- und Nahrungsmittelpreise verantwortlich. Aber auch die vorübergehende Erhebung von Studiengebühren machte sich bemerkbar.

Im Durchschnitt des Jahres 2008 trugen die höheren Energiepreise 0,9 Prozentpunkte zur Inflationsrate bei. Der Sturz des Weltmarktpreises für Rohöl von über 140 Dollar im Juli auf weniger als ein Drittel gegen Ende des Jahres führte in der zweiten Jahreshälfte zu deutlichen Preissenkungen für Kraftstoffe und Heizöl. Diese waren so stark, dass die Wirkung der weiterhin hohen Preise für Strom und Gas auf die Inflationsrate im Dezember mehr als kompensiert wurde. Dadurch wirkten alle Energiekomponenten zusammen im Dezember erstmals wieder dämpfend auf die Inflationsrate, die mit 0,9 Prozent den niedrigsten Wert des Jahres erreichte. Im Durchschnitt waren 2008 Heizöl (29,7 Prozent), Gas (8,1 Prozent), Strom (6,8 Prozent) und Kraftstoffe (6,7 Prozent) teurer als im Jahr 2007.

Für Nahrungsmittel bezahlten die Verbraucher 2008 im Mittel um 7,1 Prozent höhere Preise als im Vorjahr. Überdurchschnittlich stark verteuerten sich Molkereiprodukte und Eier (plus 14,8 Prozent), Obst (plus 8,6 Prozent), Brot und Getreideerzeugnisse (plus 8,5 Prozent) sowie Speisefette und -öle (plus 8,2 Prozent). Insgesamt trugen Nahrungsmittel im Jahr 2008 gut 0,6 Prozentpunkte zur Inflationsrate bei. Zum Jahresende ließ die Teuerung bei Nahrungsmitteln deutlich nach.

Die Einführung von Studiengebühren im Oktober 2007 schlug sich in der Inflationsrate bis September 2008 mit einem Plus von über 0,3 Prozentpunkten nieder. Umgekehrt hatte die Streichung der Studiengebühren im Oktober 2008 einen dämpfenden Effekt auf die Inflationsrate. Im Durchschnitt des Jahres 2008 lag der Beitrag der vorübergehenden Erhebung von Studiengebühren auf die Inflationsrate bei knapp 0,2 Prozentpunkten.

Im Jahr 2007 ging von der Mehrwertsteuererhöhung ein erheblicher Druck auf die Preise der betroffenen Produkte aus. Beispielsweise verteuerten sich Haushaltsgeräte 2007 um 1,9 Prozent und Bekleidung um 1,2 Prozent. Im Jahr 2008 sank die Teuerungsrate für Haushaltsgeräte auf 0,5 Prozent und Bekleidung wurde durchschnittlich sogar um 1,1 Prozent billiger. Zu den wenigen Produktgruppen, deren Preise 2008 stärker stiegen als im Vorjahr, gehören alkoholische Getränke (plus 4,3 Prozent gegenüber 2,0 Prozent 2007) sowie Möbel und Einrichtungsgegenstände (plus 3,6 Prozent gegenüber 0,3 Prozent 2007). Etwas stärker war auch der Anstieg der Wohnungsmieten (plus 1,6 Prozent gegenüber 1,1 Prozent 2007). Deren Beitrag zur Inflationsrate lag 2008 bei 0,3 Prozentpunkten.

Ohne Energie und Nahrungsmittel gerechnet ist die Inflationsrate 2008 im Vergleich zum Vorjahr sogar leicht zurückgegangen, und zwar von 1,5 Prozent im Durchschnitt des Jahres 2007 auf 1,3 Prozent 2008. In der monatlichen Betrachtung lag die Inflationsrate, ohne Energie und Nahrungsmittel sowie ohne den Einfluss der Studiengebühren gerechnet, 2008 in einer Spannbreite von 0,8 bis 1,1 Prozent. Eine Tendenz zu allgemein sinkenden Preisen (ausgenommen die drei Bereiche Energie, Nahrungsmittel und Studiengebühren) zum Ende des Jahres als Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise ist nicht zu erkennen.



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