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MT Melsungen: Eine Fernreise, die sich lohnen soll

simon-heroldStralsund/Melsungen. Handball-Bundesligist MT Melsungen steht am kommenden Wochenende die längste Auswärtsreise der Saison bevor. Die Nordhessen müssen an die Ostseeküste zum Stralsunder HV. Hin und zurück sind das 1.200 Kilometer. Und die sollen sich lohnen (Sa., 17.00 Uhr , Vogelsang-Halle, Stralsund). „Wenn man soweit fahren muss, macht man das nicht, um die beiden Punkte dort abzugeben“, umschreibt MT-Sportchef Alexander Fölker das Ziel seines Teams vor dem Gang zum Tabellenvorletzten. Während man sich in Stralsund längst mit den Planungen für die zweite Bundesliga beschäftigt, kann sich Tabellenzwölfter Melsungen noch das Ziel stecken, den einen Platz vor ihm liegenden TV Großwallstadt einzuholen. Der Abstand beträgt fünf Punkte. Dazu aber ist unbedingt ein Sieg in Stralsund vonnöten.

Auf welche Besetzung Trainer Robert Hedin zurück greifen kann, wird sich womöglich erst im Abschlusstraining herausstellen. Nachdem seine Mannschaft ja vom letzten Auswärtseinsatz in Kiel mit gleich drei Verletzten nach Hause kehrte – fatalerweise alle Akteure der rechten Rückraumposition, und immer war ein Foul durch Karabatic der Auslöser  – muss in Stralsund möglicherweise improvisiert werden. Besonders bitter hatte es MT-Neuzugang Jens Schöngarth erwischt. Der Junioren-Nationalspieler brach sich das Kahnbein der rechten Hand und fällt nach inzwischen erfolgreicher Operation mindestens noch sechs Wochen aus.

“Es hätte sein Spiel in Stralsund werden können”, leidet Fölker mit dem talentierten Youngster. So aber müssen die beiden Rekonvaleszenten Daniel Valo (Schulterprellung) und Franck Junillon (Bänderdehnung) auf die Zähne beissen. Weiterhin ganz sicher nicht dabei sein werden Grigorios Sanikis (Oberschenkelverletzung) und Ivan Brovka, der sich nach überstandener Achillessehnen-OP langsam wieder ins Training zurück arbeitet. Auf einen längeren Einsatz zwischen den Pfosten hofft indes Simon Herold. Der MT-Keeper kam vor der Saison vom Stralsunder HV, mit dem er noch den Aufstieg in die erste Liga geschafft hatte.

Der MT-Tross begibt sich bereits am Freitag auf die „Fernreise“ an den Strelasund, um am Abend noch ein letztes Training am Spielort zu machen. Dort wartet Ex-MT’ler Petr Hruby, der selbst allerdings aufgrund eines Knorpelschadens nicht für den HV auflaufen kann. Auch hinter dem Einsatz seines Landsmannes Milan Berka, der im Team von Trainer Zdenek Vanek die Fäden zieht, steht ein großes Fragezeichen. Der Tscheche laboriert an einer Rippenverletzung. Verzichten muss Vanek nach einer DPA-Meldung wohl auch auf Christian Schwarz (Kahnbeinbruch in der rechten Hand) und Eric Hoffmann, der sich nach überstandener Schädelfraktur im Aufbautraining befindet.

Obwohl weit entfernt der Heimat, braucht sich das MT-Team über die gewohnte Unterstützung keine Sorgen zu machen. Denn auch dessen Fanclubs haben die zum UNESCO-Welterbe beförderte Hansestadt für einen Zweitages-Tripp gebucht – mit Kulturprogramm versteht sich. Anschließend wollen sie gemeinsam mit ihren Lieblingen die kleinste Halle der Liga (1.050 Plätze) stürmen, und natürlich die beiden Punkte erkämpfen. Zeit zum Feiern bliebe auf der 600 Kilometer langen Rückreise ja zur Genüge. Das gilt allerdings auch für die Bewältigung eines etwaigen Frusterlebnisses. Aber daran denkt keiner der Beteiligten.

Den bisher einzigen Vergleich gewann Melsungen übrigens mit 37:32.



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