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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Inflationsrate sinkt im Mai auf minus 0,4 Prozent

Hessen. Das Verbraucherpreisniveau in Hessen lag im Mai um 0,4 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurde erstmals seit März 1987 wieder eine negative Inflationsrate gemessen. Der derzeit starke Rückgang der Inflationsrate ist vor allem auf die kräftige Verteuerung von Mineralölprodukten und Nahrungsmitteln in der ersten Hälfte des Jahres 2008 und die anschließenden Preissenkungen zurückzuführen (statistische Basiseffekte). Aktuell gleichen sich sinkende Preise bei den einen und steigende Preise bei anderen Produkten aus, sodass der Verbraucherpreisindex insgesamt im Mai gegenüber dem Vormonat unverändert blieb. Die negative Jahresinflationsrate für Mai ist somit Folge einer Rücknahme von starken Preisanhebungen in der Vergangenheit und nicht das Ergebnis auf breiter Front sinkender Preise. Deshalb ist eine allgemein deflationäre Tendenz nicht erkennbar. Mit der Abschwächung dieser Basiseffekte in der zweiten Jahreshälfte dürfte die Inflationsrate wieder deutlich in den positiven Bereich zurückkehren.

Billiger waren im Mai gegenüber dem Vormonat Schuhe (minus 1,5 Prozent), Bekleidung und Nahrungsmittel (jeweils 0,9 Prozent), Haushaltsgeräte und Möbel (jeweils minus 0,3 Prozent) sowie Güter und Leistungen der Nachrichtenübermittlung (minus 0,2 Prozent). Bei Gebrauchsgütern für die Haushaltsführung wie Gläser und Geschirr sowie bei Werkzeugen für Haus und Garten hielten sich Senkungen und Erhöhungen der Preise einzelner Produkte die Waage, sodass sich das Preisniveau binnen Monatsfrist nicht änderte. Heimtextilien und Geräte der Unterhaltungselektronik waren in der Summe der Produkte etwas teurer (jeweils plus 0,1 Prozent) als im Vormonat.

Aufgrund der erneuten Preissenkungen für viele Nahrungsmittel im Mai, sank das Niveau der Nahrungsmittelpreise weiter und lag 1,5 Prozent niedriger als vor einem Jahr. Insbesondere Molkereiprodukte und Eier (minus 7,3 Prozent), Gemüse (minus 6,3 Prozent), Obst (minus 6,1 Prozent) sowie Speisefette und -öle (minus 5,0 Prozent) verbilligten sich binnen Jahresfrist merklich. Dagegen waren Fisch (plus 6,8 Prozent), Fleisch und Fleischwaren (plus 3,4 Prozent) sowie Brot- und Getreideerzeugnisse (plus 0,4 Prozent) teurer als vor einem Jahr.

Die Jahresteuerungsraten der Energieprodukte weichen wegen der unterschiedlichen Marktstrukturen stark voneinander ab. Heizöl wurde binnen Jahresfrist 43,9 Prozent billiger, Diesel 27,6 Prozent und Superbenzin 14,2 Prozent. Dagegen lagen die Preise für Strom (plus 8,3 Prozent) und Gas (plus 4,7 Prozent) weiterhin über dem Vorjahresniveau. Für Zentralheizung zahlten die Mieter 10,6 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Wie stark die Konsumenten durch die binnen Jahresfrist gesunkenen Preise für Mineralölprodukte entlastet werden, zeigt die ohne Heizöl und Kraftstoffe berechnete Inflationsrate: sie lag im Mai 2009 bei 1,0 Prozent und damit 1,4 Prozentpunkte über der Gesamt-Inflationsrate von minus 0,4 Prozent.



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