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Gesundheitsregion der Zukunft: Gewinn auch ohne Sieg

Nordhessen. Die Region hat weiterhin die Chance, für die Realisierung zukunfstweisender Forschungs- und Entwicklungsprojekte als „Gesundheitsregion der Zukunft“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert zu werden. Denn die Regionalmanagement Nordhessen GmbH und die Ärzte- und Psychotherapeutengenossenschaft DOXS eG haben weitere acht Monate Zeit, ihren im Rahmen des vom BMBF ausgeschriebenen Wettbewerb „Gesundheitsregionen der Zukunft“ eingereichten Antrag weiterzuentwickeln.

Wie Bundesforschungsministerin Annette Schavan am heutigen Mittwoch beim Hauptstadtkongress Medizin und Gesundheit in Berlin bekannt gab, hat die 14-köpfige Jury zunächst lediglich die Regionen Nordbrandenburg und Neckar-Alp als Sieger ausgewählt. 18 weitere Regionen erhalten jedoch die Möglichkeit, ihre Anträge auf der Grundlage der Gutachten der Jury zu ergänzen und weiterzuentwickeln – darunter Nordhessen.

„Im Rahmen des Wettbewerbs haben wir gemeinsam mit anderen Partnern unter dem Titel „Zukunftslabor Gesundheit“ Konzepte entwickelt,  mit denen wir zumindest bundesweit Neuland betreten und eine Vorreiterrolle übernehmen könnten“, so Holger Schach, Geschäftsführer Regionalmanagement Nordhessen und  Alexandra von Hippel, Vorstandsmitglied der DOXS eG.  „Dass wir nicht aus dem Rennen sind, ist ein positives Signal für unsere Region“, so die Projektpartner.

Dass viele der in Nordhessen entwickelten Ideen bemerkenswert und wegweisend sind, hatte die Wettbewerbs-Jury bereits im vergangenen Jahr so gesehen: Mit Blick auf die nordhessischen Antragsskizzen war die Region in der ersten Wettbewerbsrunde, an der sich über 90 Regionen aus ganz Deutschland beteiligten, unter den 20 Gewinnern – als einzige Region in Hessen.

In dem Antrag aus Nordhessen geht es inhaltlich im Wesentlichen um Projekte, mit denen die Gesundheitsversorgung in Nordhessen auf Dauer sichergestellt und neue Angebote – unter anderem für Patienten mit chronischen Erkrankungen – geschaffen werden könnten. Entwickelt wurde im Rahmen des Wettbewerbs auch ein Konzept für eine „Gesundheitsbilanz“. Danach würde Nordhessen als bundesweite erste Region eine solche Bilanz erstellen und zum Beispiel die Anzahl der vorhandenen Kliniken, Arztpraxen, die von den medizinischen Einrichtungen angebotenen Leistungen oder auch die dort vorhandenen Arbeitsplätze erfassen. Bilanziert werden würde auch, ob es zum Beispiel über- oder unterdurchschnittlich weniger Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetiker gibt. Die gewonnenen Daten könnten dann Grundlage für eine „dynamische Modellierung“ sein, mit der Szenarien und Modellrechnungen für die zukünftige Gesundheitsversorgung entwickelt werden könnten. Ziel wäre es herauszufinden, welche Leistungen in der Region von wem und an welchem Ort vorgehalten werden müssten, um die Versorgungssicherheit der Patienten auch in Zukunft und unter veränderten – auch demografischen – Bedingungen zu gewährleisten.

Ein anderer Baustein des Projektes ist die „IT-Vernetzung von Arztpraxen“ mit dem Ziel, dass Ärzte zum Beispiel Untersuchungsergebnisse der Patienten, die sie gemeinsam behandeln, einfach und vor allem sicher untereinander austauschen können. Beim Thema „Behandlungspfade“ geht es um die Entwicklung, Erprobung und Bewertung fachübergreifender Versorgungspfade für wichtige chronische Erkrankungen. Dabei könnten neue EDV-Programme eingesetzt und auch auf die parallel laufende IT-Vernetzung der Praxen zurückgegriffen werden.

Die Projektpartner
Die 2002 gegründete Regionalmanagement Nordhessen GmbH koordiniert die zentralen Maßnahmen zur Stärkung von Wachstum und Beschäftigung in der Region Nordhessen. Als Public Private Partnership-Gesellschaft kooperieren in beispielhafter Weise Politik und Wirtschaft der Region mit dem Ziel, regionale Kernkompetenzen (Cluster) in den Bereichen Mobilität, Tourismus/Wellness/Gesundheit sowie dezentrale und erneuerbare Energie auf- bzw. auszubauen.

In der DOXS eG haben sich seit November 2007 rund 600  niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten aus ganz Nordhessen zusammengeschlossen. Ziel ist, die wohnortnahe ambulante medizinische und psychotherapeutische Versorgung der Patienten zu sichern und zu verbessern. Unter anderem schließt die Genossenschaft Verträge zur  integrierten Versorgung mit den Krankenkassen und fördert die fachübergreifende Kooperation von Ärzten untereinander, aber auch mit Kliniken und Reha-Einrichtungen.



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