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Prognos-Zukunftsatlas untermauert Wachstumsstrategie

Holger Schach: Positives Ergebnis nicht überschätzen

holger-schachNordhessen. Mit dem aktuell vorgestellten Prognos-Zukunftsatlas werden die durch die Regionalmangement Nordhessen GmbH koordinierten Wachstumsfelder Mobilitätswirtschaft, Tourismus/Gesundheit und Dezentrale Energietechnologien als besonders zukunftsträchtig bewertet. „Über dieses bundesweit überdurchschnittliche Abschneiden freuen wir uns natürlich sehr. Die Studie sollte aber wie alle anderen Regionen-Rankings nicht überbewertet werden“, so Regionalmanager Holger Schach. Denn trotz des nun positiven Ergebnisses ist deren Verlässlichkeit fraglich. Im Prognos-Zukunftsatlas 2006 und im Regionen-Ranking 2007 hat Nordhessen deutlich schlechter abgeschnitten, ohne dass sich die Branchenstruktur nennenswert verändert hätte. Lediglich der Bewertungsmaßstab – also die Indikatoren und die Einschätzung der Zukunftsaussichten einzelner Branchen – wurden neuen Erkenntnissen angepasst. Damit sind aber die Prognosen der vergangenen Jahre hinfällig und waren rückblickend als Planungsinstrument für die regionalen Akteure wenig hilfreich.

Zum Hintergrund: Für die Chancen von Regionen ist entscheidend, dass sie über einen hinreichenden Besatz von wachsenden Branchen verfügen. Herrschen dem gegenüber schrumpfende Wirtschaftszweige vor, entwickeln sich die wesentlichen Strukturdaten (Arbeitslosigkeit, Bruttowertschöpfung etc.) negativ. Insgesamt wird Nordhessen nun mit Leitbranchen wie Fahrzeugbau, Logistik, Gesundheitswirtschaft und indirekt den dezentralen Energietechniken im Ranking deutlich höher gelistet, weil diese anders als in früheren Studien nun als „zukunftsfähig“ gelten. Damit werden erstmals die besonderen Potentiale der Region und die erfreuliche Entwicklung der vergangenen Jahre gewürdigt und die Themen im Standortmarketing („Nordhessen – Die Lage ist gut“) wissenschaftlich bestätigt.

Dabei liegt es auf der Hand, dass sich die Branchenschwerpunkte in der Region auch abhängig von den jeweiligen Naturräumen unterschiedlich verteilen und die nordhessischen Landkreise ungleich abschneiden. Nordhessen muss daher als gut organisierter Verflechtungsraum interpretiert werden, in dem insgesamt genügend Arbeitsplätze in innovativen und wachstumsträchtigen Branchen angesiedelt sind. Dies hat sich bereits in der aktuellen Krise gezeigt, wonach Arbeitnehmer, die ihren Arbeitsplatz verloren haben, zügig neue Stellen – nicht unbedingt im eigenen Landkreis, aber in der Region – finden konnten.



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