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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Zum zehnten Mal geniale Geschäftsideen prämiert

Zehn Jahre Gründungswettbewerb promotion Nordhessen

Nordhessen. Unternehmergeist, Kreativität, Mut zum Risiko, Willenskraft – und eine Erfolg versprechende Geschäftsidee: Das alles zeichnet die Teilnehmer der diesjährigen Runde des bundesweiten Gründungswettbewerbs promotion Nordhessen aus. An der zehnten Jubiläumsrunde beteiligten sich 170 Teilnehmer aus ganz Deutschland. „Mich freut besonders, dass trotz des konjunktu­rellen Einbruchs auch in diesem Jahr die ungebrochene Be­reitschaft besteht, aus Geschäftsideen erfolgreiche eigene Unternehmen entstehen zu lassen“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch anlässlich der Preisverleihung am Freitag in Kassel. „Denn“ – so der Minister – „gerade jetzt brauchen wir Unternehmer und ihren Mut, Neues umzusetzen“. Auch in diesem Jahr konnten wieder Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung für die Durchführung des Wettbewerbs bereitgestellt werden.

Der mit 10.000 Euro dotierte erste Preis geht an Sonja Bonnet, Alexander Goldmaier und Florian Benz (Studenten der Universität Kassel); sie haben unter dem Label „Sun meets Water“ ein mit Sonnenkraft betriebenes dezentrales System entwickelt, das verschmutztes Wasser desinfiziert und zugleich Daten zur Wasserqualität und andere relevanten Daten sichert und überträgt. Die Idee dazu entstand mit Blick auf die Tatsache, dass weltweit mehr als eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben.

Den zweite Preis (7.500 Euro) erhält Stefan Zoell aus Burghaun mit einem von ihm entwickelten und patentrechtlich schon geschützten „Kinema-System zum lebendigen Sitzen und Arbeiten“, das sich den individuellen Körpereigenschaften und der jeweiligen Haltungs- und Bewegungsdynamik des Benutzers z. B. an einem Industriearbeitsplatz anpasst.  Den mit 5.000 Euro dotierten dritten Platz belegt die Silbertool GmbH aus Hannover. Sie hat ein Handwerkzeug entwickelt, das Reparaturen von Gewindeschäden etwa an Motorwellen ermöglicht, bei denen derzeit ein Austausch der ganzen Welle erforderlich wäre.

Der bundesweite Wettbewerb promotion Nordhessen ist eine Erfolgsgeschichte. Seit dem Start im Jahre 1999 nahmen insgesamt rund 2.400 angehende Unternehmerinnen und Unternehmer teil, in den zehn Jahren entstanden fast 270 neue Unternehmen mit 1.170 Arbeitsplätzen.

„Unsere Sorge, dass die Krise potenzielle Existenzgründer verunsichert hat und es folglich weniger Wettbewerbsteilnehmer geben könnte, hat sich als unberechtigt erwiesen“, sagt Holger Schach, Geschäftsführer der Regionalmanagement Nordhessen GmbH. „Die 10-Jahres-Bilanz von promotion Nordhessen und die aktuellen Teilnehmerzahlen belegen, dass Nordhessen auch in Krisenzeiten eine dynamische Gründerregion und ein innovationsfreudiger Wirtschaftsraum ist“, so Schach weiter.

In diesem Jahr wurden wieder insgesamt 43 Geschäftspläne eingereicht. Zehn davon wurden prämiert, darunter auch der von Jan Dabrowsky und Martin Riedel. Die beiden Kölner haben Kleinwindanlagen entwickelt, die an nahezu allen Orten in Deutschland rentabel Energie erzeugen können. Ein hohes Maß an Pietät erfordert die Umsetzung der Geschäftsidee von Frank Bolsenkötter und Andreas Engel (Vellmar). Unter dem Namen „Last One GmbH“ haben sie ein Unternehmen gegründet, das erst nach dem Tod ihrer Kunden – also posthum – aktiv wird: Im Auftrag der verstorbenen Kunden werden dann alle Aufträge erledigt und die trauernden Angehörigen entlastet: Vom Begräbnis über Behördengänge bis zur Abwicklung des Testaments.

„Alle Teilnehmer des diesjährigen Wettbewerbs wurden wieder von einem Netzwerk fachkundiger Coaches unterstützt, sämtliche Geschäftspläne auch in diesem Jahr von Gutachtern bewertet“, sagt Projektleiter Alexander Lührs. Das finale Ranking erfolgte laut Lührs in guter Tradition durch eine fachkundige Jury, bestehend aus Vertretern der IHK, der HWK, des Wirtschaftsministeriums, des Regionalmanagements, des High-Tech-Gründerfonds, der Kasseler Sparkasse, der Wirtschaftsförderungen der Region und anderer Institutionen.

Die Erfolgsgeschichte promotion Nordhessen
Der bundesweite Wettbewerb promotion Nordhessen wurde 1999 mit dem Ziel ins Leben gerufen, innovative Geschäftsideen zu prämieren, die angehenden Unternehmer bei der Umsetzung dieser Ideen zu unterstützen und letztlich den Wirtschaftsstandort Nordhessen zu stärken. Ursprünglich von der Volkswagen AG und dem Land Hessen initiiert, liegt der Wettbewerb inzwischen in der Verantwortung der Regionalmanagement Nordhessen GmbH. Mitfinanziert wird er durch Förderung des Landes, die den Wettbewerb auch in der zehnten Runde zu 50 Prozent aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt, und durch das besondere Engagement von B. Braun Melsungen, der Kasseler Sparkasse und der HNA. Insgesamt konnten in diesem Jahr Prämien in Höhe von bis zu 60.000 Euro vergeben werden. Die ersten fünf Sieger können mit einer Verdoppelung der Preisgelder rechnen, wenn sie ihr Unternehmen in Nordhessen ansiedeln.

Den Wettbewerbsteilnehmern stand ein Netzwerk von rund 60 Coaches aus den Bereichen Finanzierung, Recht, Steuern, Patente, Marketing und Vertrieb, Controlling, EDV, Personal, Organisation, Produktion und Logistik beratend zur Seite. Die eingereichten Pläne wurden von rund 50 Gutachtern bewertet. (red)



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