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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Uwe Krah Deutscher Meister im Kugelstoßen der Senioren

Sindelfingen/Melsungen. Bei den deutschen Senioren-Hallenmeisterschaften in Sindelfingen gelang Uwe Krah (MT 1861 Melsungen) sein Meisterstück, auf das er 16 Jahre warten musste.  Der Polizeikommissar war auf die Minute topfit und legte nach seinem Sieg bei den Landeshallenmeisterschaften der Senioren 61 Zentimeter drauf.  Schon beim Einstoßen gab er mehrfach Anlass zu Beifall, denn zweimal landete die Eisenkugel jenseits der 14-Meter-Marke. Der nordhessische Rekordhalter im Kugelstoßen der M45, der vor fünfzehn Jahren zu den stärksten Männern der Welt im Kraftleistungsdreikampf  gehörte, setzte mit seinem Auftaktstoß von 14,21 Meter nicht nur das Maß des gesamten Wettbewerbs, er verbesserte mit dieser Weite auch den nordhessischen Hallenrekord in seiner Altersklasse.

Es stellte sich mit zunehmender Dauer der Konkurrenz heraus, dass diese großartige Weite die Barriere für die übrigen Aktiven geworden war. Im zweiten Durchgang beförderte der immer noch wuchtig wirkenden Uwe Krah die fünfzehn Pfund schwere Eisenkugel auf eine Weite von 13,94 Meter. Nach einem ungültigen Versuch ließ er im Finale noch 13,39 und 13,55 Meter folgen.  Der Melsunger Neuzugang konnte es sich sogar erlauben auf den letzten Durchgang zu verzichten. Christian Rau aus Berlin-Spandau hatte bis dahin mit seinem ersten Versuch 13,08 Meter erreicht und kam im gesamten Wettbewerb nicht mehr an diese Leistung heran. „Ich hatte nicht mit so einer Leistungssteigerung von Uwe Krah gerechnet“ sagte der Berliner, der einen halben Meter unter seiner Bestleistung blieb.

„Ich freue mich, dass ich beim Höhepunkt der Hallensaison meine Bestleistung erreichen konnte“, sagte der neue deutsche Kugelstoßmeister, der mit 13,17 Meter bei den Landeshallenmeisterschaften am 17, Januar begonnen hatte und vor einer Woche mit 13,49 Meter Nordhessenmeister in Bad Sooden-Allendorf werden konnte.  Dass die Meisterschaftstrauben heutzutage auch bei den Senioren hoch hängen, musste der zweite Melsunger Vertreter erkennen. Harry Geier war  ebenfalls auf die Minute fit und präsentierte sich im Sindelfinger Glaspalast in bester Verfassung.

Da fünf Athleten der Altersklasse der M75 ihren deutschen Meister über 400 Meter ermitteln wollten und die Sindelfinger Halle nur über vier Rundbahnen verfügt, mussten zwei Zeitendläufe angesetzt werden. Horst Schrader, der Favorit aus Celle, löste sich im ersten Lauf bereits nach wenigen Metern von der gewiss nicht schlechten Konkurrenz und erreichte in 69,59 Sekunden eine deutsche Jahresbestzeit für die Altersklasse der M75.  Harry Geier, der bei seinem souveränen Sieg bei den Landes-Hallenmeisterschaften in Stadtallendorf für die beiden Hallenrunden noch 76,59 Sekunden benötigte, wurde von mancher Seite zum Geheimfavoriten erhoben, denn der Melsunger Juwelier hatte sich sehr intensiv auf diese Titelkämpfe vorbereitet. Aber er hatte das Pech, dass er mit Fred Ingenrieth aus Uerdingen in den zweiten Zeitendlauf gelost wurde.

Da Ingenrieht nach der Hälfte der Strecke das Rennen vorzeitig aufgab, musste Geier die letzte Runde alleine laufen. Der Melsunger wehrte sich tapfer gegen die vorgelegte Zeit von Schrader und kämpfte in der zweiten Runde unter dem Beifall der Zuschauer verbissen, ohne die läuferische Linie zu verlieren. Aber er scheiterte, weil er nur gegen die Uhr laufen musste und verlor am Ende trotz der großartigen Zeit von 70.53 Sekunden nur um eine Sekunde. Dieser Sololauf kostete wohl jenes Quentchen Kraft, das er auf der Zielgeraden der letzten Runde gut hätte gebrauchen können. So wurde er hauchdünn besiegt.

„Ich sehe diese Vizemeisterschaft mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge,“ sagte Harry Geier bei der Siegerehrung. „Ich bin mit der Zeit von 70,53 Sekunden mehr als zufrieden, denn immerhin war ich sechs Sekunden schneller als in Stadtallendorf. Andererseits hätte ich heute die große Chance gehabt, bei der Siegerehrung auf dem obersten Treppchen zu stehen, wenn ich im ersten Lauf unmittelbar gegen Horst Schrader gelaufen wäre. (ajw)



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