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Trickdieb stahl 200 Euro vom Küchentisch

Schutz vor Trickdieben – Fremde nicht in die Wohnung lassen

Schwalm-Eder/Melsungen. Um vor Trickdiebstahl in der eigenen Wohnung geschützt zu sein gilt vor allem der Satz: „Fremde nicht in die Wohnung lassen!“ Das  klingt zunächst sehr einfach, ist aber offenbar im täglichen Leben nicht immer so einfach durchzuhalten. Gerade ältere Menschen werden gezielt von Trickdieben ausgewählt. Dabei nutzen die Täter die Hilfsbereitschaft, Obrigkeitshörigkeit oder auch einfach nur die Gutgläubigkeit der Opfer aus. Erst vor kurzem wurde eine 84-jährige Frau in Melsungen Opfer. Der  Frau wurden 200 Euro aus der Wohnung gestohlen.

Der vermeintliche Täter hatte sich als Mitarbeiter der Stadtwerke ausgegeben. Er hatte  vorgegeben, wegen eines Wasserrohrbruches den Wasserdruck überprüfen zu müssen.  Zur Täuschung des Opfers trug der Mann eine orangefarbene Jacke oder Weste mit reflektierenden Streifen. Gutgläubig ließ die  Geschädigte den angeblichen Mitarbeiter der Stadt Melsungen in ihr  Wohnhaus. Der Mann betrat mehrere Räume. Nachdem er gegangen war,  bemerkte die 84-jährige, dass die 200 Euro, die sie kurz zuvor auf den Küchentisch gelegt hatte, weg waren.

Die Frau hatte das Geld gerade erst von einem Geldautomaten abgehoben. Kurz nachdem sie nachhause gekommen war, klingelte der Täter auch schon an der Tür.  Offenbar hatte er die Frau beim Abheben des Geldes beobachtet und war ihr unmittelbar gefolgt. Eine Nachfrage der Polizei bei der Stadt Melsungen ergab, dass man  keinen Mitarbeiter zu der Frau beordert habe, um Überprüfungen in der Wohnung durchzuführen. Es war zu dieser Zeit auch kein Wasserrohrbruch bei der Stadt bekannt.

Trickdiebe geben sich zum Beispiel auch als Kriminalbeamte, Bankmitarbeiter, Bauarbeiter, Monteure oder Schornsteinfeger aus. Sie tun dabei immer sehr eilig, dringend oder wichtig. Andere Maschen sind: “ Darf ich mal ihr Telefon benutzen“ oder „Hätten sie mal ein Glas Wasser, mir ist übel“ oder „Ich habe ein Päckchen für die Nachbarwohnung“,  und Vieles mehr. Ziel ist immer nur das eine: Trickdiebe wollen in die Wohnung gelassen werden. Daher gilt grundsätzlich: „Fremde nicht in die Wohnung lassen!“ Immer die Angaben von Personen an der Haustür überprüfen: Ausweis zeigen lassen und bei der Stadt oder bei der Polizei oder bei der Bank – je nachdem als was sich die Person ausgibt – anrufen und dort  fragen, ob das alles seine Richtigkeit hat.

Und, ebenso wichtig: Die Person draußen vor geschlossener Tür warten lassen, während sie selbst die Angaben telefonisch überprüfen. Und  damit sie nicht beim Öffnen der Wohnungstür überrumpelt werden können oder der sprichwörtliche „Fuß in die Tür gestellt“ wird, öffnen sie  immer nur mit vorgelegter Sperrkette oder Sperrbügel (Hinweise dazu
gibt ihre Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle – zu erreichen über ihre zuständige Polizeidienststelle).

„Einmischen!“ – Seien Sie ein „wachsamer Nachbar“. Fragen sie, ob sie helfen können, wenn sie zufällig sehen, wie zum Beispiel  ihre 90-jährige  Nachbarin von fremden Personen aufgesucht wird. (ots)



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