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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Mehr junge Menschen mit erzieherischen Hilfen in einer Tagesgruppe

Hessen. Im Jahr 2009 erhielten in Hessen rund 2.600 Kinder und Jugendliche erzieherische Hilfe in einer Tagesgruppe, das waren fünf Prozent mehr als 2008. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, bekamen -nach Abzug der im laufenden Jahr beendeten Fälle-  zum Jahresende 2009 noch gut 1.700 junge Menschen diese Hilfen. Diese teilstationäre Hilfe wird bis zum 18. Lebensjahr gewährt. Die Kinder und Jugendlichen bleiben in ihrer Familie, werden aber wochentags in einer Einrichtung oder bei einer Pflegefamilie betreut. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen das soziale Lernen, schulische Förderung und die Elternarbeit. Ziel dieser intensiven Betreuung ist unter anderem, die Fremdunterbringung des jungen Menschen zu vermeiden. Die durchschnittliche Dauer der beendeten Hilfe lag bei 22 Monaten (2008: 23 Monate).

Die größte Empfängergruppe bei Hilfebeginn bildeten die Sechs- bis unter Zwölfjährigen, auf sie entfielen sieben Zehntel der gewährten Hilfen. Gut sechs Prozent der Hilfen richteten sich an Kinder unter sechs Jahren und knapp jede vierte Hilfe an die über Zwölfjährigen. Gegenüber dem Vorjahr waren die Kinder/Jugendlichen bei Beginn der Hilfe etwas älter. Im Jahr 2008 war jedes zehnte Kind unter sechs Jahre und jedes fünfte Kind über zwölf Jahre.

Es besteht ein Zusammenhang zwischen den familiären Lebensumständen, wie wirtschaftliche Situation und Familienkonstellation und der Notwendigkeit einer erzieherischen Hilfe in einer Tagesgruppe. Mit 58 Prozent waren sehr viele dieser Familien auf Transferleistungen angewiesen, und in knapp 70 Prozent wohnten die jungen Menschen bei einem Elternteil oder einem Elternteil mit Stiefelternteil/Partner.

Gründe für die Hilfegewährung waren vor allem die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern (22 Prozent), schulische und berufliche Probleme des jungen Menschen (19 Prozent) und Auffälligkeiten im sozialen Verhalten des jungen Menschen (16 Prozent). (red)



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