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Jens Günther zum neuen Tischler-Obermeister gewählt

Schwalm-Eder. Die Tischler-Innung Schwalm-Eder (Altkreise Melsungen und Fritzlar-Homberg) hat auf ihrer Jahreshauptversammlung Jens Günther aus Guxhagen zum neuen Obermeister gewählt. Er folgt damit seinem Vater Klaus Günther, der nach 18 Jahren an der Spitze der Innung nicht wieder angetreten ist. Neuer stellvertretender Obermeister wurde Jürgen Pfaar aus Besse, der Marko Prentzel aus Züschen ablöste. Prentzel gehört dem neuen Vorstand als Beisitzer weiterhin an. Wiedergewählt wurden Lehrlingswart Heinrich Wenderoth (Niedermöllrich), Schriftführer und PR-Beauftragter Frank Bräutigam (Lohne)  und stellvertrender Schriftführer Carsten Bergmann (Wichdorf). Neu in den Vorstand wurde Michael Eckhardt (Frielendorf) als stellvertrender Lehrlingswart gewählt. Aus dem Vorstand verabschiedet wurde neben Klaus Günther auch der stellvertretende Lehrlingswart Norbert Thomas (Züschen). Thomas gehörte dem Innungsvorstand seit 2001 an und war zuvor seit 1993 Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss.

Zum Ehrenobermeister der Tischler-Innung Schwalm-Eder wählten die Mitglieder einstimmig Klaus Günther. Er war seit 1987 in der Innung ehrenamtlich tätig. Als Mitglied im Gesellenprüfungsausschuss (1987 bis 1990), im Arbeitskreis Formgebung des Tischler-Handwerks (1990 bis 1996), stellvertretender Obermeister (1990 bis 1993) und als Obermeister (1993 bis 2011) war Günther 24 Jahre in der Tischler-Innung aktiv. Darüber hinaus war Günther auch seit 1996 Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft und seit 2000 stellvertretender Kreishandwerksmeister. Der Vollversammlung der Handwerkskammer Kassel gehört er auch seit Jahren an. Günther habe sich in besonderer Weise um das Tischler-Handwerk im Schwalm-Eder-Kreis und in Nordhessen verdient gemacht, sagte Geschäftsführer Jürgen Altenhof. Die Auszeichnungen in Silber und Gold des Fachverbandes Leben Raum und Gestaltung Hessen bezeugen zudem von der beeindruckenden ehrenamtlichen Leistung Günthers für das Tischlerhandwerk. Ausgezeichnet wurde er zudem 2004 mit dem Ehrenbrief des Landes Hessens.

„Das Tischler-Handwerk befinde sich auch 2011 im Aufwind“, befand Obermeister Klaus Günther zuvor in seinem Obermeisterbericht. Die Lage sei für viele Betriebe gut und der Auftragsvorlauf nehme weiter zu. Die starken Wachstumsimpulse kommen sowohl aus dem gewerblichen und privaten Bereich, als auch aus der öffentlichen Vergabe. „Besonders im Innenausbau und bei der energetischen Gebäudesanierung sind viele Tischlereien sehr gut positioniert und das Geschäft laufe ausgesprochen gut“, sagte Günther. Näher ran an die Kunden wollen die Betriebe über den eigenen Internetaufritt gelangen. Die Innung verfügt seit 2010 unter www.tischler-innung-schwalm-eder.de über ein eigenes Angebot, das weiter ausgebaut werden soll. Neben mehr Informationen soll auch ein eigener Videoclip über die Tischler-Innung Schwalm-Eder entstehen. Günther appellierte an die Betriebe, sich mehr  mit dem eigenen Internetauftritt und der Vermarktung der Angebote und Leistungen zu beschäftigen.„Je besser unsere Kunden uns kennen, desto eher entsteht auch der Kontakt“, ist sich Günther sicher. Längst arbeiten die hiesigen Tischlerbetriebe nicht mehr nur im lokalen Umfeld, sondern bedienen immer mehr Kunden in der Region. Daher ist die Reichweite für die Betrieb neben der Kontaktpflege eine wichtige Aufgabe, die sich besonders in schwächeren Zeiten auszahlt. (red)



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