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Andersartiger Filmgenuss bei den Haydauer Filmtagen

Altmorschen. Ein abwechslungsreiches Filmprogramm, rege Diskussionen und vollbesetzte Ränge – bei den 8. Haydauer Filmtagen gingen Zuschauer wie Veranstalter gleichermaßen begeistert nach Hause. Schon am ersten Tag wurde von einminütigen Trickfilmen zum Thema Liebe und Landleben über HipHop-Musikvideos bis hin zur anspruchsvollen Kunstdokumentation über Joseph Beuys eine Menge geboten. Auch 2011 zeichneten sich zahlreiche Kurzfilme wie „7000 Eichen“ oder „Alf und Sven“  durch ihren Bezug zu Nordhessen aus. Am Freitag, 12. August,  rührte der Dokumentarfilm „Verborgen in Schnuttenbach“ den ein oder anderen Zuschauer zu Tränen. Der Film begleitet einen ehemaligen französischen Kriegsgefangenen und holländische Zwangsarbeiter auf ihrer letzten Reise ins bayerische Schnuttenbach, den Ort ihrer Vergangenheit während des Zweiten Weltkrieges. Regisseur und Produzent Thomas Majewski war anwesend und so entstand ein angeregtes Gespräch mit dem Publikum.

Der Gewinner des Abends hieß Dennis Stein-Schomburg, der mit seinem Film “Andersartig“ den Haydauer Stein gewann. Die Jury, bestehend aus Stefan Wild, Monika Mittelstädt und Frank Thöner, lobte die technische und dramaturgische Umsetzung. In diesem Trickfilm werden die autobiografischen Kindheitserinnerungen von Hildegard Wolgemuth, einer bekannten Autorin und Dichterin, in rotoskopierten Zeichnungen zum Leben erweckt.

Beim Publikum hingegen begeisterte der Kurzfilm „Vaterlandsliebe“ von Nico Sommer. Begleitet wird  Jens, ein junger Mann, der sein Heimatland liebt, sich selbst aber nicht als Nazi sieht. Zunächst provokant als Dokumentarfilm getarnt, wird erst im Laufe des Filmes klar, dass es sich um eine Inszenierung handelt, in der Fabian Püschel als Hauptdarsteller glänzt.

Wie schon in den vergangenen Jahren, lobten die Besucher die perfekte Organisation der Veranstaltung. Dies ist in erster Linie dem Initiator der Filmtage, Tobias Böhm, zu verdanken. Zusammen mit einem engagierten Team aus Mitgliedern des Kulturrings Morschen und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern stellt er Jahr für Jahr das kleine, aber anspruchsvolle Filmfest auf die Beine. Einhellig war auch die Meinung zum neuen „alten“ Veranstaltungsort: Die renovierte Orangerie mit Tribüne, eigens für die Filmtage gebaut, und stilvollem Ambiente hat überzeugt.

Seit 1993 organisiert der Kulturring im Förderverein Kloster Haydau e.V. kulturelle Veranstaltungen in und um das Kloster in Altmorschen. Geboten werden Konzerte, Ausstellungen, Lesungen und vieles mehr. Besonderes Augenmerk wird dabei auf die Förderung regionaler Künstler gelegt. Seit 2004 sind die Haydauer Filmtage das Highlight und bereichern das kulturelle Leben im Kloster Haydau. Jährlich werden hier aktuelle filmische Projekte von Studierenden der Kunsthochschule Kassel aus den Bereichen Animation, Spielfilm, Dokumentation und Videokunst der Öffentlichkeit präsentiert. (red)



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