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Generationswechsel im Vorstand der Stadtsparkasse

Borken. In rot-weißen Sparkassenfarben und einem nicht zu übersehenden, leuchtendem Sparkassen S war der Saal im Parkhotel & Restaurant – Bürgerhaus stilvoll dekoriert, als am vergangenen Donnerstag, 1. März, Bürgermeister Bernd Heßler als Vorsitzender des Verwaltungsrates der Stadtsparkasse Borken und Sparkassendirektor Reinhold Albers zum Empfang eingeladen hatten. Der Grund: Nach 25-jähriger Tätigkeit als Vorstandsmitglied wurde Günther Kluwe zum 1. März in den Ruhestand verabschiedet und gleichzeitig die Nachfolgerin Nicole Reichard in ihr Amt als Vorstandsmitglied eingeführt. Mit einem Glas Sekt wurden die geladenen Gäste begrüßt, die sich vorher bereits im Gästebuch eingetragen hatten. Gesellige Gespräche überbrückten die Zeit, ehe Bürgermeister Bernd Heßler mit seiner Begrüßung den offiziellen Teil des Abends einleitete.

Politiker vor Bankern
In bekannt lockerer Art, gewürzt mit einem Schuss Humor, hieß der Verwaltungsratsvorsitzende Bernd Heßler insbesondere Günther Kluwe und Nicole Reichard willkommen. Für ein erstes Schmunzeln im Saal sorgte ein Zitat aus einer Umfrage zum Stellenwert der Banker in der Öffentlichkeit. „Sie rangieren im Vertrauen sogar noch hinter den Politikern!“ Bevor er in der Laudatio auf das scheidende Vorstandsmitglied einging, schilderte er in schnellen Schritten die über 150-jährige Tradition der Stadtsparkasse Borken. Dabei bescheinigte er dem jüngsten Vorstandsteam und seinem Mitarbeiterstamm gerade nach den turbulenten 80er Jahren eine kontinuierlich gute Arbeit zum Wohle der Sparkasse und der Region. Bürgermeister Bernd Heßler schilderte die berufliche Laufbahn von Günther Kluwe, ging auf seine Tätigkeit in Borken ein, die am 9. März 1987 begann, sprach Passagen aus der persönlichen Biografie an, zitierte aus Horoskopen der Sternzeichen der Eheleute Kluwe und so mancher Satz sorgte nicht nur im Umfeld der Familie für die ein oder andere Lachfalte im Gesicht.

Großer Wappenteller
Vorbildlich, zuverlässig, ehrlich, kompetent, liebevoll, freundschaftlich und ausgestattet mit einem trockenen, spontanen Humor, waren Attribute, die Bürgermeister Bernd Heßler dem ausgeschiedenen Vorstandsmitglied Günther Kluwe zuordnete. Zu den geschilderten Anekdoten aus dem Berufsleben gehörte auch ein Entschuldigungsschreiben eines Bankräubers zu seinem Überfall im November 1993, dem Günther Kluwe seine Tat verzieh. Für sein Engagement auf beruflicher und privater Ebene erhielt der Pensionär nicht nur eine Urkunde mit Fotos aus den vergangenen Jahren, sondern auch nach einstimmigem Beschluss des Magistrat der Stadt Borken den „Großen Wappenteller“ verliehen. Dazu einen edlen Tropfen an Wein als Abschiedsgeschenk der Stadträte.

Wehmut und Stolz
Von einer konstruktiven, freundschaftlichen Zusammenarbeit sprach Vorstandsvorsitzender Reinhold Albers, der dabei mit Wehmut und Stolz auf die vergangenen 25 Jahre zurück blickte. Man habe, gerade nach einem nicht ganz einfachen Start gut und feste gearbeitet, aber auch gut und feste gefeiert. „Wir haben uns von Anfang an blind verstanden. Ja, wir waren ein gutes Team.“ Günther Kluwe habe sich das Vertrauen der Kundschaft schnell erarbeitet, sich stets sehr kollegial verhalten und ein Augenvermerk für die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter gehabt. „Lieber Günther, Du kannst zufrieden auf Dein Berufsleben zurück blicken.“

Menschlichkeit ausgezeichnet
Günther Kluwe habe seinen Ruhestand redlich verdient, meinte Personalratsvorsitzender Karlheinz Betz. Dem gesamten Vorstand sei es zu verdanken, dass die Stadtsparkasse wieder in sicherem Fahrwasser schwimmt. „Wir sind ein seriöses Institut, das mit Land und Leuten eng verbunden ist.“ Er lobte die beispielhafte Menschlichkeit von Günther Kluwe und seinen stetigen Humor. Jeder Abschied habe aber auch einen Anfang. So hieß Karlheinz Betz das neue Vorstandsmitglied Nicole Reichard herzlich willkommen und versprach jegliche Unterstützung, Bereitschaft und Solidarität aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Dankeschön
Mit seinem ersten Arbeitstag im März 1987 bei der Stadtsparkasse wurde es für ihn ernst, sagte Günther Kluwe in seinen Abschiedsworten. Bedingungslose Voraussetzung war damals ein Miteinander im täglichen Tun zum Wohle der Stadtsparkasse. „Dass wir das alles geschafft haben, dafür sage ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Gremien ein herzliches Dankeschön.“
Nicole Reichard wünschte er eine gute Zeit und gute Entscheidungen zum Wohle der Stadtsparkasse und zum Wohle der Stadt. „Sie sind die Richtige für diese Position!“ Mit seiner eigenen Art von Humor ging ein herzliches Dankeschön an seine Frau Heidrun, die ihn stets unterstützte. Ihr sei es zu verdanken, dass er an den fünf Arbeitstagen der Woche immer zwei gleiche Socken trug und der Schlips zu Hemd und Anzug passte.

Eigene Spuren
Der Abschluss des offiziellen Teils war die Einführung des neuen Vorstandsmitgliedes, der Sparkassendirektorin Nicole Reichard. Dabei warf Bürgermeister Bernd Heßler einen Blick voraus auf den 1. August. An diesem Tag wird Christoph Ernst den jetzigen Vorstandsvorsitzenden Reinhold Albers ablösen. Mit Nicole Reichard übernahm am 1. März erstmals eine Frau in der Geschichte der Stadtsparkasse Borken die Funktion eines Vorstandsmitgliedes. Sie forderte der Verwaltungsratsvorsitzende auf, nicht in die Fußspuren des Vorgängers zu treten, sondern eigene Spuren zu hinterlassen. „Wir, Magistrat und Verwaltungsrat wissen, dass Sie Spaß an der Arbeit haben und das in Sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen werden sowie das Mitarbeiterteam motivieren können. Herzlich willkommen Nicole Reichard.“

Das Schlusswort hatte die neue Sparkassendirektorin natürlich selbst. So sei ihr bewusst, welches Vertrauen man in sie setze und das die Messlatte durch die Arbeit ihres Vorgängers hoch liege. Dies sei aber auch Herausforderung genug, um den Vertrauensvorschuss zurückgeben zu können. „Für mich ist es wichtig, dass ich eine große Leidenschaft für meinen Beruf habe. Und ich freue mich auf das Team der Stadtsparkasse Borken.“ (sb)



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