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700 Millionen Euro für Erhalt der hessischen Straßen

Posch: „Nachhaltige Sanierung macht Verkehr flüssiger und sicherer“

Hessen. In die Sanierung und Verbesserung der hessischen Autobahnen und Bundesstraßen fließt in diesem Jahr so viel Geld wie nie zuvor: Das Bauvolumen klettert im Vergleich zum Vorjahr um über 90 Millionen Euro auf 545 Millionen Euro, hinzu kommen hohe Investitionen in Landes- und Kreisstraßen: „In der Summe erreichen wir über 700 Millionen Euro, die dazu beitragen, den Straßenzustand zu verbessern und damit den Verkehr sicherer zu machen“, sagte Hessens Wirtschafts- und Verkehrsminister Dieter Posch am Donnerstag in Wiesbaden.

Wie Posch erläuterte, legt der Bund in diesem Jahr einen besonderen Akzent auf den Erhalt der Verkehrsinfrastruktur: „Das erlaubt an vielen Stellen eine nachhaltige Sanierung unseres hochbeanspruchten Netzes. Ich bin froh, dass der Bund damit der besonderen Bedeutung des Transitlands Hessen für den nationalen und internationalen Verkehr Rechnung trägt“, sagte der Minister. „Zahlreiche Abschnitte von Autobahnen und Bundesstraßen weisen inzwischen starke Schäden auf. Das hat zur Folge, dass viele Brücken nur noch eingeschränkt nutzbar sind. Das bedeutet Umwege für den Schwerlastverkehr und Belastungen für die Bürger. Es ist eine gute Nachricht, dass bis 2020 fast zwei Milliarden Euro für die hessischen Autobahnbrücken ausgegeben werden.“

Auch das Landesstraßenbauprogramm liegt mit 115 Millionen Euro auf hohem Niveau. Bis zu 40 Millionen Euro sind – teilweise mit Unterstützung des Landes – für die Kreisstraßen geplant. „Das bedeutet natürlich auch eine vermehrte Bautätigkeit, für die ich die Autofahrer bereits jetzt um Verständnis bitte. Das ist wie beim Zahnarzt: Niemand liebt die Behandlung, aber wenn sie vorbei ist, fühlt man sich umso besser“, sagte Posch.

„Wir werden in Hessen in diesem Jahr rund 700 Projekte mit Bautätigkeit zu bewältigen haben. Die Baumaßnahmen müssen geplant, vorbereitet, ausgeschrieben, kontrolliert und abgerechnet werden. Alle Baustellen müssen abgestimmt werden, um die Beeinträchtigungen für den Verkehr zu minimieren. Damit diese hohe Auftragsspitze in diesem Jahr abgearbeitet werden kann, haben wir uns entschlossen, zusätzlich zu unserem Straßen- und Verkehrsmanagement Hessen Mobil die DEGES, die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs und -bau GmbH, mit der Abwicklung einiger Projekte zu betrauen“, sagte der Minister. „Dieses von Bund und Ländern getragene Unternehmen ist auf solche Aufgaben spezialisiert.“

„Hessen Mobil wird die Rekordsumme von 700 Millionen Euro verbauen und damit Sicherheit und Mobilität in Hessen gewährleisten. Die DEGES wird zirka 40 der landesweit 700 Baumaßnahmen übernehmen. Der Schwerpunkt der DEGES-Maßnahmen liegt in der südlichen Landeshälfte“, erklärte der Präsident von Hessen Mobil, Burkhard Vieth: „Die zahlreichen Baustellen können nicht ohne vorübergehende Beeinträchtigungen des Verkehrsflusses bleiben. Mit unserem Baustellenmanagement werden wir die Auswirkungen jedoch auf das absolut Notwendige begrenzen.“

„Alle Baumaßnahmen werden frühzeitig den Bürgerinnen und Bürgern bekannt gegeben und mit den betroffenen Kommunen und den zuständigen Behörden und Institutionen abgestimmt“, versprach Vieth. „Bei Straßensperrungen werden wir früh und umfassend informieren. Die Verkehrsteilnehmer bitten wir, in Baustellen vorsichtig und aufmerksam zu fahren.“

Regional entfallen die höchsten Bauvolumina auf die Kreise Fulda, Werra-Meißner, Hersfeld-Rotenburg und Lahn-Dill, wo große Autobahnprojekte wie die Sanierung der brückenreichen A 45, der  Neubau der A 44 und der Lückenschluss der A 66 zu realisieren sind.  Bei Großstädten sind die Volumina dagegen niedriger; dort ist Hessen Mobil nur für die freien Strecken zwischen der Bebauung und der Stadtgrenze zuständig.

„Es ist sehr zu begrüßen, dass der Bund seine Verpflichtung zum Erhalt der Verkehrsinfrastruktur ernst nimmt. Er darf aber auch den Aus- und Neubau nicht vernachlässigen“, mahnte Minister Posch. Er verwies auf Projekte wie die Ortsumgehungen Calden (B 7), Vöhl/Dorfitter (B 252) und Meinhard/Frieda (B 249) sowie den vierstreifigen Ausbau der Südumgehung Bürstadt (B 47): „Die Maßnahmen sind baureif, es fehlt nur noch das Geld. Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht, jetzt muss der Bund für die Finanzierung sorgen.“ (red)



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