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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

1200 Zuhörer bei Chancen & Risiken von Internet & Co.

Schwalmstadt-Treysa. Mehr als 1200 Zuhörer nahmen an der Veranstaltungswoche der Hephata-Gemeinde zum Thema „Chancen & Risiken von Internet & Co.“ vom 4. bis 11. März teil. „Die Woche ist sehr gut gelaufen. Vor allem freut es mich, dass viele Jugendliche zu den Veranstaltungen gekommen sind“, sagt Dr. Johannes Altmann, Pfarrer der Hephata-Gemeinde und Initiator der Veranstaltungswoche. Gemeinsam mit einem Gemeinde übergreifenden Projektteam hatte er die Veranstaltung für Eltern, Lehrer, pädagogische Fachkräfte und Jugendliche auf die Beine gestellt. Mit dabei waren  die beiden Hephata-Mitarbeitenden Werner Carli und Guido Fuchs sowie die Polizeidirektion Schwalm-Eder, die Carl-Bantzer-Schule in Zigegenhain, die Melanchthon-Schule in Steinatal, das DRK Schwalm-Eder und das Jugendamt des Schwalm-Eder-Kreises. Beratend unterstützten Pfarrerin Tamara Morgenroth, Konfirmandenbeauftragte Treysa, und Uwe Josuttis vom Netzwerk gegen Gewalt das Projekt. Die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (LPR Hessen), sponsorte die Veranstaltungsreihe.

„Die Höhepunkte waren die Vorträge am Dienstag und Freitag“, so Altmann. „Internet = rechtsfreier Raum?“, dazu referierte Ralf Gutheil, Kriminalpolizei Homberg, am Dienstagabend. „Der Vortrag war so interessant, weil anonymisierte Beispiele aus dem Polizeialltag vorgestellt wurden“, sagt Altmann. Unter anderem erzählte Gutheil von einem Schüler, der aus dem Internet einen Kinofilm, vier Tage vor dessen offiziellem Start, illegal heruntergeladen hatte und dabei erwischt wurde. „Er musste 12.000 Euro Strafe zahlen.“

Am Freitagabend ging Philipp Theis, Diakonisches Werk Kassel, der Frage nach: „Onlinespiele & Internetnutzung – kann es zur Sucht werden?“ Unter anderem stellte Theis die These auf, dass Problemen von Jugendlichen mit der Nutzung elektronischer Medien oftmals ein Primärkonflikt an anderer Stelle zu Grunde liegt, beispielsweise im Elternhaus.

Damit die Internetnutzung erst gar kein Problem wird, kamen 550 Schüler der Klassen sechs bis acht zur Veranstaltung am Montagmorgen. „Die Geheimnisse der digitalen Welt“, galt es dort zu entdecken. Peter Holnick, Institut für Medienpädagogik und Kommunikation, gab einen Überblick über Erlaubtes und Verbotenes im Netz: Welche Fotos darf ich verwenden? Was darf ich herunterladen? Er nannte aber auch Beispiele, die zeigten, wie Schüler andere mit Hilfe elektronischer Medien ausschlossen und unterdrückten, bekannt als Cyber-Mobbing. „An dem Morgen wurde mir auch die Not vieler Lehrer bewusst, die oftmals wenig vorbereitet werden auf diese Themen“, so Altmann.

Mittwochabend referierte Kirstin Koch, Jugendschutz der Stadt Frankfurt, zu „Medienkompetenz = Erziehungssache“. Vor rund 50 Gästen gab sie Tipps für den Umgang mit den neuen Medien. Helge von Horn, Projekt „Gewalt geht nicht“, berichtete am Donnerstag über „Rechtsextreme im Netz“. Seiner Beobachtung nach sei die Szene sowohl innerhalb als auch außerhalb des Netzes ruhiger geworden. Zugleich seien Rechtsextreme aber auch immer schwieriger zu erkennen.

Sowohl Auftakt als auch Abschluss der Reihe bildete ein Gottesdienst mit Dr. Johannes Altmann. Der erste fand gemeinsam mit Pfarrerin und Clown Erika Weidemeyer statt. Der Gottesdienst am vergangenen Sonntag drehte sich um die Frage „Ist Facebook deine Welt?“ Fürbitten und Liturgie übernahmen dabei die Konfirmanden der Hephata-Gemeinde, die Schriftlesung  zwei Konfirmanden aus der evangelischen Treysaer Kirchengemeinde. Ein Konfirmand Hephatas berichtete in einem Gespräch mit Pfarrer Altmann von seiner überwundenen Internetsucht. „Bei beiden Gottesdiensten waren weit über 100 Menschen da“, sagt Johannes Altmann.

Doch mit dem Ende der Veranstaltungswoche soll mit dem Thema noch lange nicht Schluss sein. „Wir wollen auf jeden Fall online bleiben und überlegen uns, das Thema 2013 oder 2014 wieder aufzugreifen. Dann würden wir auch gerne noch mehr mit den Schülern und Lehrern zusammen machen“, so Altmann. „Auf jeden Fall werden Facebook und der Umgang damit in meiner nächsten Konfirmandengruppe eine Rolle spielen.“ (me)



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