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Kim Hagemann überzeugte bei Landesmeisterschaften

Kim Hagemann im ersten Zeitvorlauf neben Michelle Macker (877), die später im Finale wegen eines Fehlstarts disqualifiziert wurde. Foto: Alwin J. WagnerHanau/Melsungen. Kim Hagemann, die hoffnungsvolle Nachwuchs-Sprinterin der MT 1861 Melsungen, konnte bei ihrem Landesmeisterschaftsdebüt in der August-Schärrtner-Halle in Hanau zufrieden sein. Die Dreizehnjährige startete zum ersten Mal bei den Landestitelkämpfen der U16 unter dem Hallendach und erfüllte die in sie gesetzten Erwartungen. Die Schülerin aus Beiseförth, die auch im nächsten Jahr in der Altersklasse der W14 startberechtigt ist, hatte allen Grund zur Freude, denn sie konnte ihr Vorhaben realisieren. Sie hatte sich vorgenommen, sich für den Zwischenlauf zu qualifizieren. Kein leichtes Unterfangen, denn aus neun Zeitvorläufen qualifizierten sich von den 60 gemeldeten Starterinnen nur die achtzehn schnellsten Schülerinnen des Landes. „Ich war vor meinem ersten Start ganz schön nervös“, sagte die Schülerin, die in Melsungen die Gesamtschule besucht und seit einem halben Jahr durch ein vielseitiges Training in Talentfördergruppe vorbereitet und aufgebaut wird.

Kim Hagemann hatte sich im Dezember letztes Jahres beim 29. Vorweihnachtskriterium in Stadtallendorf hinter der Jennifer Zuban aus Remsfeld (8,28 Sek.) auf vorzügliche 8,46 Sekunden verbessert. Da die damals Zwölfjährige mit dieser Zeit die A-Norm für die hessischen Hallenmeisterschaften der Schülerinnen der U16 erfüllte, wurde sie für die Landestitelkämpfe gemeldet. Sie sollte Erfahrungen und Eindrücke die bevorstehenden größeren Wettkämpfe sammeln.

Zunächst ließen die Weihnachtsferien und die Witterungsverhältnisse kein gezieltes Sprinttraining zu. Im Januar spielte ihr die Gesundheit einen Streich, so dass sie für einige Wochen ganz ausfiel. „Wenn man vier Wochen vor dem ersten sportlichen Höhepunkt nicht trainieren kann, darf man keine Bestzeiten erwarten“, sagte Alwin J. Wagner vor ihrem Start in Hanau und dämpfte die Erwartungen. Er bedauerte, dass sein Schützling bereits bei den Kreismeisterschaften in der Melsunger Stadtsporthalle nicht an den Start gehen konnte.

Nachdem in der letzten Woche noch einmal für diese Landesmeisterschaften trainiert wurde, fuhr man recht zuversichtlich in die Brüder-Grimm-Stadt, die an der Mündung der Kinzig in den Main liegt.

Kim Hagemann (MT Melsungen) gilt als hoffnungsvolles Sprinttalent. Foto: Alwin J. WagnerEinen Tag nach ihrem 13. Geburtstag musste Kim Hagemann im ersten der neun Zeitvorläufen antreten. Sie traf dabei auf die Meisterschaftsfavoritin Michelle Macker vom TV Assenheim. Die Landesbeste vom Jahrgang 1999 hatte im September 2012 die 75 Meter in glänzenden 10,07 Sekunden zurückgelegt und war damit fast sieben Zehntelsekunden schneller als Kim Hagemann, deren elektronische Bestzeit auf dieser Strecke am 20. September in Gudensberg mit 10,73 Sekunden festgehalten wurde.

Die Schülerin aus Beiseförth erwischte bei diesem Lauf keinen guten Start und lag nach zehn Metern bereits über einen Meter hinter der Konkurrenz zurück. Während die Reaktionszeit zu Kritik Anlass gab, fegte sie die nächsten 40 Meter mit einem kraftvollen Stakkatoschritt herunter und schob sich auf Rang zwei vor. Michelle Macker konnte auf diesen Streckenabschnitt ihren Vorsprung nicht mehr vergrößern. Man hatte sogar den Eindruck, dass die Sprinterin der MT Melsungen an die Meisterschaftsfavoritin heran laufen würde. Aber auf den letzten zehn Metern konnte Kim Hagemann das Tempo nicht mehr halten und erreichte nach 8,54 Sekunden das Ziel. Für Michelle Macker blieb die elektronische Uhr bei 8,30 Sekunden stehen. Das war die zweitschnellste Vorlaufzeit, denn nur Luisa Charlotte Scheu (Eintracht Frankfurt) war mit 8,29 Sekunden um eine Hundertstelsekunde schneller.

Jetzt hieß es warten, denn aus den acht folgenden Vorläufen durften nur noch 16 Mädchen schneller sein als Kim Hagemann. Nur wenn sie mit ihrer Zeit von 8,54 Sekunden zu den besten 18 Schülerinnen gehörte, konnte sie sich für den Zwischenlauf qualifizieren. Im zweiten Lauf siegte Jennifer Zuban, die im Vorjahr die 75m sogar in 10,06 Sekunden zurückgelegt hatte und ebenfalls wie Kim Hagemann dem Jahrgang 2000 angehört. Die Sprinthoffnung aus Remsfeld, die auch für den Sieg infrage kam, setzte sich in 8,40 Sekunden vor Sophia Stergiou (Seligenstadt, 8,47 Sek.) durch. Kim Hagemann fiel nach dem zweiten Lauf auf Rang vier zurück. Nach dem dritten Zeitvorlauf, den Charlotte Föller aus Schlüchtern in 8,45 Sekunden vor Dilara Wissler (Seligenstadt, 8,61 Sek.) gewann, lag sie auf Rang fünf.

Auch im vierten Lauf wurden von den ersten drei Mädchen gute Zeiten erzielt. Emma Kämpfer, eine weitere Finalanwärterin aus Dillenburg, setzte sich in 8,31 Sekunden vor Valentina Preis aus Wehrheim (8,52 Sek.) und Melanie Dany von der TG Hanau (8,54 Sek.) durch. Man hatte noch nicht einmal die Hälfte der neun Läufe absolviert und Kim Hagemann lag bereits auf Rang acht.

Im ersten von drei Zwischenläufen setzte sich Luisa Scheu (Eintracht Frankfurt) in 8,31 Sekunden vor Dany Melanie (Hanau, 8,46 Sek.) und Sophia Stergiou (Seligenstadt, 8,51 Sek.) durch.  Den vierten Platz belegte Charlotte Föller (Schlüchtern) mit 8,58 Sekunden vor Kim Hagemann (8,62 Sek.) und Lisa Elsweiler (Seligenstadt), die 8,67 Sekunden erreichte. Foto: Alwin J. WagnerNach dem fünften Zeitvorlauf fand sich die Schülerin aus Beiseförth bereits auf Rang zehn wieder, denn Luisa Charlotte Scheu von der LG Frankfurt setzte mit 8,29 Sekunden das erste Ausrufezeichen und machte deutlich, was sie an diesem Tag vor hatte. Julia Wagner aus Gießen belegte in diesem schnellen Rennen mit 8,34 Sekunden Rang zwei. Im sechsten Zeitvorlauf war mit Juliane Keitel vom TV Reisen (8,52 Sek.) nur eine Schülerin schneller, so dass sich langsam eine positive Stimmung bei ihr und ihrer Mutter, die sie nach Hanau begleitete, bemerkbar machte.

In den drei folgenden Läufen liefen nur noch Lena Mainka aus Wiesbaden (8,51 Sek.) und Esther Ndongala-Leipold aus Borken (8,48 Sek.) bessere Zeiten. Somit stand wenige Minuten nach dem neunten Zeitvorlauf fest, dass Kim Hagemann ihr Ziel erreicht hatte und als Vierzehnte in den ersten der drei Zwischenläufe einzog.

Wieder erwischte sie keinen guten Start und musste das Feld erst einmal ziehen lassen. Aber nach der Hälfte der Strecke hatte sie – bis auf die spätere Landesmeisterin Luisa Scheu, die mit 8,31 Sekunden siegte – ihre Konkurrentinnen eingeholt.

Auf den letzten 15 Meter merkte man ihr deutlich an, dass ihr die Erkältung sehr viel Kraft gekostet hatte. Ihr fehlte die Frische und man merkte ihr deutlich an, dass ihr der Vorlauf, der eine Stunde vorher ausgetragen wurde, noch in den Beinen steckte. Sie konnte ihr Tempo auf den letzten Metern nicht halten und musste Melanie Dany (8,46 Sek.), Sophia Sterglou (8,51 Sek.) und Charlotte Föller (8,58 Sek.) vorbei ziehen lassen. Mit 8,62 Sekunden belegte sie vor Lisa Eisweiler, die mit 8,67 Sekunden gestoppt wurde, den fünften Platz. Für den Einzug in das Finale hätte ihr der zweite Platz gereicht.

Kim Hagemann hatte mit dem Erreichen des Zwischenlaufes nicht enttäuscht – im Gegenteil. Vor allem, weil sie mit der 19. besten Zeit nach Hanau anreiste und am Ende noch Vierzehnte wurde.

Im 60m-Finale sicherte sich Luise Charlotte Scheu mit 8,28 Sekunden den Sieg vor Emma Kempfer (8,30 Sek.) und Jennifer Zuban (8,34 Sek.) Michelle Macker wurde nach einem Fehlstart disqualifiziert. Den vierten Platz belegte Julia Wagner (8,47 Sek.) vor Melanie Dany (8,54 Sek.) (ajw)



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