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MT startet in Gummersbach in “englische Woche”

So wie in dieser Szene aus dem letzten Aufeinandertreffen will sich MT-Linksaußen Michael Allendorf auch heute wieder gegen den VfL durchsetzen. Foto: Heinz HartungMelsungen. Mit dem 25. Spieltag der DKB Handball-Bundesliga startet die MT Melsungen in ihre letzte “englische Woche” der laufenden Saison. Die Nordhessen reisen am heutigen Samstag ins Oberbergische Land und werden dort vom VfL Gummersbach erwartet. Das Spiel in der Eugen-Haas-Sporthalle wird um 19 Uhr angepfiffen und von den Schiedsrichtern Colin Hartmann (Barleben) und Stefan Schneider (Magdeburg) geleitet.

In der kleinsten Halle (2.100 Plätze) gegen den dienstältesten Club der Liga (der VfL ist seit der Gründung 1966 als einziger Verein ununterbrochen dabei) – es sind die Rahmenbedingungen, die der Partie der MT Melsungen gegen den VfL Gummersbach die Superlative verleihen. Rein sportliche betrachtet, kommt diese Paarung auf den ersten Blick hingegen eher unspektakulär daher. Aber das täuscht. Denn die Tabelle zeigt, der Renommierclub aus dem Oberbergischen ist als Vierzehnter hochgradig abstiegsgefährdet und deshalb zum punkten geradezu verdammt. Das ist die MT Melsungen auf Platz neun liegend zwar nicht, aber aufgrund fehlender Ligaerfolge seit Jahresbeginn absolut erpicht darauf, die Abwärtsspirale endlich zu stoppen. Von wegen unspektakuläre Paarung.

Genau zehn Tage hatte die MT Zeit, ihre “Wunden” – erlitten aus der Niederlage gegen Magdeburg – zu lecken.
Das 26:31 vor eigenem Publikum gegen den Tabellennachbarn war ein mentaler Schlag unter die Gürtellinie. Das hatten sich alle Beteiligten bei den Nordhessen ganz anders vorgestellt. Aber wenn Leistungsträger durchhängen, Chancen nicht genutzt werden, was meist auch noch jeweils mit Gegentreffern bestraft wurde, dann verliert man eben auch klar gegen einen eigentlich schlagbaren Gegner.

“Wir haben nach dem Spiel zunächst die ohnehin von der Trainingssteuerung her vorgesehene Pause von zwei, drei Tagen eingelegt. Das tat gut, um die Köpfe mal wieder frei zu bekommen”, verrät Michael Roth. “Dann haben wir sehr kritisch das Spiel aufgearbeitet, viele Gespräche mit einzelnen Spielern und in Kleingruppen geführt und gemeinsam festgelegt, was wir in den nächsten Spielen noch umsetzen wollen”, so der MT-Coach. “Fakt ist, wir haben jetzt in den nächsten acht Tagen in Gummersbach, zuhause gegen Berlin und in Neuhausen drei schwere Begegnungen zu absolvieren, in denen wir zwar Punkte holen aber auch Federn lassen können. Alles ist möglich, auch dass wir in der Tabelle durchgereicht werden”, redet Roth nicht lange um den Brei herum. So ist die spannende Frage, ob es der MT nach sechs sieglosen Bundesligaspielen in Folge ausgerechnet gegen die Mannschaft, die mit dem Rücken zur Wand steht, gelingt, den Hebel umzulegen.

Die Voraussetzung dafür, dass das Bartenwetzer-Team wenigstens mal wieder mit einem “guten Gefühl ” ein Spiel in Angriff nehmen kann, wurde im Laufe der Woche geschaffen. “Die Mannschaft hat im Training sehr gut gearbeitet und so erkennen lassen, dass sie unbedingt ein Erfolgserlebnis will”, verrät Roth, “Wir fahren heute morgen entsprechend konzentriert und zuversichtlich nach Gummersbach”. Die Reise definitiv nicht mitmachen wird der immer noch am Fuß verletzte Grigorios Sanikis. Hoffnung hingegen besteht bei Malte Schröder, obwohl der Halbrechte unter der Woche wegen einer lädierten Kapsel am Sprunggelenk pausieren musste. Ansonsten sind alle Mann an Bord.

Auch die VfL-Verantwortlichen kündigten bereits zwei Ausfälle an. Mit Linksaußen Kentin Mahé und dem Halblinken Dennis Krause werden zwei Stammspieler fehlen. Nichtsdestotrotz will man unbedingt gegen die Nordhessen Zählbares einfahren. Denn in nur acht Tagen könnte Gummersbach die schlechte Vorrunde tabellarisch wieder wett machen und sich bei Niederlagen der Konkurrenz von den Abstiegsplätzen absezten. “Diese Chance ist uns sehr bewusst. Unser Ziel muss es sein, so viele Punkte wie nur irgendwie möglich aus den nächsten drei Spielen zu holen“, wird Trainer Emir Kurtagic auf der VfL-Homepage zitiert.

Im Gegensatz zur MT konnte Gummersbach aus den letzten sechs Spielen wenigstens vier Punkte ergattern. Auch im bisherigen direkten Vergleich beider Clubs stehen die Blauweißen deutlich besser da. Von den bislang gegeneinander absolvierten 15 Spielen konnte die MT gerademal vier zu ihren Gunsten entscheiden, darunter das letzte Aufeinandertreffen im Oktober 2012 mit 32:27. (Bernd Kaiser)



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