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150. Todestag von Ludwig Emil Grimm

GRIMM 2013 nimmt den jüngeren Bruder von Jacob und Wilhelm Grimm in den Blick

grimm130327Kassel. Mit GRIMM 2013 wird in den nächsten Monaten in Hessen und an vielen Orten entlang der deutschen Märchenstraße das Jubiläum „200 Jahre Kinder- und Hausmärchen“ gefeiert. Im Jubiläumsjahr soll aber auch der jüngere „Malerbruder“ der beiden Märchensammler, Ludwig Emil Grimm, in den Blickpunkt rücken. Dessen Todestag jährt sich am 4. April zum 150. Mal. Ludwig Emil Grimm hat einen nicht unerheblichen Anteil an der Popularität der Märchensammlung: Er schuf die erste Illustration zu einem Grimm’schen Märchen, nämlich zu „Brüderchen und Schwesterchen“, das als Titelkupfer die zweite Auflage der Kinder- und Hausmärchen zierte.

Zu einer späteren Ausgabe steuerte er weitere Illustrationen bei. Bekannt ist auch seine Zeichnung von Dorothea Viehmann, die zu den wichtigsten Märchenzuträgern der Grimms gehörte, sowie das berühmte Doppelporträt, das Ludwig Emil Grimm von seinen beiden älteren Brüdern schuf. Darüber hinaus stammen viele Zeichnungen, die Einblick in den Alltag der Familie Grimm geben, aus seiner Feder. Das haben sich zum Beispiel die Macher von EXPEDITION GRIMM zu Nutze gemacht: Wenn die Hessische Landesausstellung anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Kinder- und Hausmärchen“ am 27. April in der documenta-Halle in Kassel eröffnet wird, ist ein virtueller Rundgang durch die ehemalige Kasseler Wohnung der Grimms möglich – Dank der detailgetreuen Zeichnungen, mit der einst Ludwig Emil Grimm den Alltag der Familie festhielt.

Ludwig Emil Grimm war – genau wie seine beiden berühmten älteren Brüder – ein waschechter Hesse. In Hanau geboren, wo er später zeitweise an der Zeichenakademie eingeschrieben war, verbrachte er einen Großteil seines Lebens in Kassel. Hier erlangte er 1832 eine lang ersehnte Anstellung als Professor und Lehrer an der „Akademie der Bildenden Künste“. Nicht nur in Kassel, auch in der Schwalm hinterließ der „Malerbruder“ Spuren: Gemeinsam mit Gerhardt Wilhelm von Reutern durchstreifte Ludwig Emil Grimm die Landschaft und fertigte Zeichnungen der idyllischen Natur und der Landbevölkerung in ihrer typischen Schwälmer Tracht – die Geburtsstunde der Willingshäuser Malerkolonie, der ältesten Künstlerkolonie in Europa.

Im Grimm-Jahr gibt es viele Möglichkeiten, den „Malerbruder“ Ludwig Emil Grimm und sein Werk kennenzulernen. Zum Beispiel im Rahmen der Hessischen Landesausstellung EXPEDITION GRIMM.

Oder in Willingshausen: Die Ausstellung „Grimms Märchen im Bild“, die bis 28. April in der dortigen Kunsthalle gezeigt wird, versammelt Beispiele aus 200 Jahren Märchenillustration, darunter natürlich auch Arbeiten Ludwig Emil Grimms. Weitere Arbeiten sind im Brüder Grimm-Museum in Kassel zu sehen, wo die Kunsthistorikerin Dr. Karin Mayer-Pasinski anlässlich des 150. Todestages von Ludwig Emil Grimm am Dienstag, 3. April, um 18.30 Uhr einen Vortrag über sein Leben und Werk hält.

GRIMM2013 ist ein Kooperationsprojekt des Landes Hessen, der Stadt Kassel, der nordhessischen Landkreise, des Kultursommers Nordhessen e.V., der GrimmHeimat NordHessen und der Deutschen Märchenstraße e.V. und wird unterstützt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen, k+s, der B.Braun Melsungen AG, der Hübner GmbH und der Kasseler Sparkasse.

Veranstaltungshinweise:
EXPEDITION GRIMM: Die Hessische Landesausstellung anlässlich des Jubiläums „200 Jahre Kinder- und Hausmärchen“ ist vom 27. April bis 8. September in der documenta-Halle in Kassel zu sehen

„Grimms Märchen im Bild“: Die Ausstellung mit Märchen-Illustrationen aus den vergangenen 200 Jahren wird noch bis 28. April in der Kunsthalle Willingshausen gezeigt. Öffnungszeiten: dienstags bis freitags von 14 bis 17 Uhr, samstags und sonntags von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr

Vortrag zum 150. Todestag von Ludwig Emil Grimm: Die Kunsthistorikerin Karin Mayer-Pasinski hält am Dienstag, 3. April, um 18.30 Uhr einen Vortrag im Brüder Grimm-Museum Kassel

„Dorothee Viehmann, die Märchenfrau aus Niederzwehren“: Vortrag von Dr. Vera Leuschner am Donnerstag, 11. April, um 19 Uhr in der Kunsthalle Willingshausen. Der Eintritt kostet sechs Euro. Eine Anmeldung ist unter (06691)1418 möglich.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen gibt es unter www.grimm2013.de. (red)



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