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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 12. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

Linke: Lidl soll weiter Biokäse aus Neukirchener Molkerei beziehen

Neukirchen. Der Kreisverband der Partei Die Linke Schwalm-Eder erklärt sich solidarisch mit allen Beschäftigten der Molkerei Neukirchen, die von der Insolvenz betroffen sind und sichert ihnen volle Solidarität und Unterstützung zu. Um die drohende Insolvenz abzuwenden fordert Die Linke Schwalm-Eder den Discounter Lidl auf, wie bisher Biokäse von der Neukirchener Molkerei zu beziehen. Im Jahr 2008 erzwangen Deutschlands Milchbauern vom Discounter Lidl eine Erhöhung des Milchpreises um fünf Cent pro Liter. Nur wenige Unternehmen waren damals vom Milchboykott ausgenommen. Unter ihnen die Upländer Bauernmolkerei, die schon seit vielen Jahren den Bauern faire Preise für ihre Milch zahlte. In einer vorbildlichen Aktion hatten die Upländer damals die streikenden Bauern unterstützt. Ziel war es, dass die regionalen Bauern auf Dauer überleben können. Im Januar 2011 übernahm die Upländer Bauernmolkerei den Käsebetrieb in Neukirchen.

Jetzt steht der Betrieb vor der Insolvenz, weil ein bekannter Discounter als Kunde abgesprungen ist. „Wenn jetzt Lidl als Großabnehmer für Biokäse aufhört, erscheint das wie ein verspäteter Rachefeldzug“,  sagt Jochen Böhme-Gingold, Kreisvorsitzender der Linken. „Die Wirkung wäre fatal: 44 Arbeitsplätze in der Käserei sind gefährdet und die Biobauern aus der Region müssen um ihren Milchabsatz bangen. Nicht auszuschließen, dass Lidl erneut versucht, die fairen Preise für die Bauernmilch zu drücken“, so Böhme-Gingold weiter.

„Es kann nicht angehen, dass immer mehr mittelständische Unternehmen auf Gedeih und Verderb der Willkür großer Marktketten ausgeliefert sind. Hier ist auch der Schwalm-Eder Kreis aufgefordert, Strukturen zu schaffen oder zu unterstützen, damit die Produkte aus unserer Region auch regional vermarktet werden können. Die Übermacht der Discountriesen muss durch alternative, regional beheimatete und genossenschaftlich betriebene Handelsorganisationen aufgebrochen werden“, fordert der Kreistagsabgeordnete Böhme-Gingold. (red)



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