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Mehr als Tische und Bänke

Drei Kunstwerke des Marta-Mertz-Hauses auf dem Hessentag zu sehen

hephata130618Kassel/Schwalmstadt-Treysa. Die AG Garten des Marta-Mertz-Hauses nimmt mit drei Exponaten an der Ausstellung der „Kunstgefährten“ zum Hessentag in Kassel teil. Die Werke werden vom 14. bis 22. Juni täglich zwischen 20 und 24 Uhr auf dem kleinen Karlsplatz an der Karlskirche zu sehen sein. Die „Kunstgefährten“ sind Künstler diakonischer Einrichtungen in Kurhessen-Waldeck und Hessen-Nassau. Regelmäßig veranstalten sie Ausstellungen; an der zum Hessentag nehmen neun Einrichtungen teil.  Diakon Anselm Treu, Schreiner und Arbeitsanleiter der Gärtner im Marta-Mertz-Haus Hephatas, hat mit einer Kollegin der Waberner Werkstätten  die künstlerische Leitung übernommen. Unter anderem werden in der Ausstellung drei Kunstwerke aus Holz und Metall von Bewohnern des Marta-Mertz-Hauses zu sehen sein.

Die Kunstwerke sind in der Winterwerkstatt des Wohnhauses der Sozialen Rehabilitation  für chronisch abhängigkeitskranke Menschen  entstanden. Während die Arbeitsgruppe Garten in erster Linie für die Pflege und Gestaltung der Außenanlagen des Wohnhauses zuständig ist, dient ihre Winterwerksatt jedes Jahr zusätzlichen kreativen Projekten. In der Winterwerkstatt 2011/2012 fertigten die zwölf Mitglieder der Arbeitsgruppe  aus historischen Eichenholzbalken und Stahl Kerzenleuchter. Diese waren in einer Ausstellung zeitgleich zur documenta 13 in Kassel zu sehen. Zwei von ihnen, „Einst“ und „Was bleibt“, werden nun auch auf dem Hessentag ausgestellt. Das dritte Exponat entstand im vergangenen Winter und trägt den Namen „Wurzeln des Seins.“ Der Name ist Programm: Ein siebenarmiger Metallleuchter steht auf einem Sockel, aus dem Holzwurzeln herauszuwachsen scheinen.

„Wir haben uns mit dem Thema christlich-jüdisches Erbe beschäftigt“, sagt Anselm Treu. Angestoßen wurde dies von Samuel Kahn aus Israel, der bereits dreimal als Praktikant im Marta-Mertz-Haus zu Gast war. „Wir haben viel recherchiert und sind auf den siebenarmigen Leuchter als Symbol gestoßen“, so Treu. Dahinter steckten eine Vielzahl weiterer Themen: Heilig, Licht, Baum, die Zahl Sieben. „Die Wurzeln stehen für Dinge, die uns Halt geben. Man kann sie nicht sehen, weder beim Baum noch beim Menschen. Und trotzdem sind sie da und geben Stabilität.“

Die drei Exponate werden während des Hessentages auf dem kleinen Karlsplatz open air zu bewundern sein. Ergänzt werden sie von  Tafeln mit Begleittext zum Marta-Mertz-Haus und den Hintergründen der Arbeiten. Für Anselm Treu ist besonders ein Hintergrund wichtig: „Ich verstehe Kunst nicht nur als eine Selbstbespiegelung. Sie soll vielmehr etwas bewirken, etwas auslösen.“ So sei es bei der Recherche zum Thema und dessen Umsetzung auch immer wieder um Fragen gegangen, die im Alltag oft vernachlässigt würden. Anselm Treu: „Was ist Gott? Was ist der Sinn im Leben? Gibt es noch mehr als die Welt der Tische und Bänke? Die Gespräche darüber waren für mich das wichtigste an dem Projekt.“ (me)



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