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Bundesweit erste Markthallentagung fand in Kassel statt

markthallentagung140327Kassel. „Markthallen im Wandel“, so lautete der Titel der bundesweit ersten Markthallentagung, die am 24. März auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Kassel-Marburg und der Markthalle Kassel GmbH, in Kassel stattfand.  Auf Initiative von Andreas Mannsbarth (Geschäftsführer der Markthalle Kassel) trafen sich Markthallenbetreiber und Marktbeschicker aus ganz Deutschland, den Niederlanden und Dänemark, um gemeinsam über die gegenwärtige Situation der Markthallen und Ihre Bedeutung in der Zukunft  zu sprechen.  Marktbeschicker zu finden, die in das jeweilige Konzept passen, stellt alle Markthallen vor große Probleme. Michael Lorenz, Geschäftsführer der Frankfurter Markthalle beschreibt es so: „Wenn ich 100 Bewerbungen vor mir liegen habe, sind nur zwei oder drei Bewerber dabei, die in unser Konzept passen.“

Von der Besetzung der Marktstände ist es auch abhängig, ob eine Markthalle die ganze Woche oder nur ein paar Tage geöffnet hat. In den beiden größten Markthallen Deutschlands, der Frankfurter Kleinmarkthalle und der Kasseler Markthalle sind es vor allem Selbsterzeuger aus der Region, die ihre Waren feil bieten. Diese, so wurde auf der Tagung deutlich haben mehr Schwierigkeiten mit der Einhaltung der Öffnungszeiten, als Händler, die in der Regel für eine Öffnung an sechs Tagen eintreten.   Konsens herrschte auch bei der Feststellung, dass der persönliche Kontakt zwischen Käufer/Verbraucher einerseits und Erzeuger/Händler andererseits in allen Markthallen von immenser Bedeutung ist. Kunden, so die übereinstimmende Erfahrung der Teilnehmer kommen nicht allein der Produkte wegen auf den Markt, sondern auch um sich fachkundig beraten zu lassen und weil Ihnen die Frage nach der Herkunft der Produkte immer wichtiger wird.

Hier liegt nach Überzeugung von Niels Lønborg Brand aus Kopenhagen auch die große Chance für Markthallen sich gegenüber Supermärkten und Discountern zu profilieren.  Niels Lønborg Brand ist Geschäftsführer der Torvehallerne, der ersten Markthalle Dänemarks, die im September 2011 in Kopenhagen eröffnet hat. Die „Speisekammer Kopenhagens“, wie sie im Volksmund genannt wird, ist ein voller Erfolg. Über vier Millionen Besucher haben seit der Eröffnung im Jahr 2011 die Markthalle besucht.

Mit noch mehr Kunden rechnet René van Gool, Projektentwickler für die modernste Markthalle Europas, die im Oktober 2014 in Rotterdam ihre Pforten öffnet.  Auf einer Fläche von über 12.000 m² werden ab Herbst mehr als 100 Marktstände, zahlreiche Shops, Restaurants und Kochschulen ihre Waren und Dienste anbieten.  Zusätzlich entstehen in der Markthalle über 200 Wohn-Apartments zum Mieten oder zum Kaufen an. Auch architektonisch ist die Markthalle in Rotterdam ein Schmuckstück, so dass die Betreiber mit 5 bis 7 Millionen Kunden und Besucher jährlich rechnen.  Mit diesen Besucherzahlen können die deutschen Markthallen zwar nicht mithalten, aber auch sie haben sich etabliert und sind seit vielen Jahren ein fester Bestandteil ihrer Städte und Anziehungspunkt für ihre Kunden.

Trotz vieler Probleme, denen sich die Markthallen heute gegenüber stehen, hat die Tagung, nach Ansicht von Andreas Mannsbarth, gezeigt, dass Markthallen kein Auslaufmodell sind und sich auch in Zukunft gegenüber Onlinehandel und Supermärkten behaupten können.

Das Interesse an einem fortgesetzten Austausch zwischen den Markthallen war bei den Teilnehmern jedenfalls sehr groß. Möglich, dass sich die Betreiber der Markthallen im kommenden Jahr zu einer weiteren Tagung treffen werden.  (red)



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