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Enkeltrick-Masche: Seniorinnen fielen nicht drauf rein

Kassel/Edermünde. Vermutlich ein und derselbe Mann hat am Donnerstag, 17. April, mindestens sechs Mal versucht ältere Frau mit Telefonanrufen mit der „Enkeltrick-Masche“ um größere Summen Bargeld zu erleichtern. Die 75 bis 84 Jahre alten Opfer reagierten am Telefon aber richtig und fielen nicht auf den Betrüger rein. In mindestens zwei der Fälle gab sich der Anrufer als angeblicher Neffe aus und stellte bei den einzelnen Anrufen im Verlaufe der Gespräche ganz unterschiedlich hohe Geldforderungen von 5.000 bis 20.000 Euro. Die Seniorinnen erkannten aber alle rechtzeitig, dass es sich nicht um einen Verwandten handelte, beendeten die Gespräche und erstatteten Strafanzeigen beim Kriminaldauerdienst der Kasseler Kripo.

Das Fachkommissariat K 23/24 wird in allen Fällen, die sich am 17. April zwischen 10.40 und etwa 14 Uhr ereigneten, wegen versuchten Trickbetrugs ermitteln. Die Kasseler Tatorte verteilen sich mit der Christian-Reul-Straße, der Großen Rosenstraße, Schanzenstraße, Robert-Laugs-Straße und Spiekershäuser Straße über das gesamte Stadtgebiet. Die sechste angerufene Seniorin wohnt in Edermünde-Holzhausen.

Gaunern keine Chance geben: Tipps der Polizei
Da die Täter eigentlich nie wissen können, wie der Enkel oder ein anderer Verwandter tatsächlich heißt, melden sie sich in der Regel lediglich mit einem freundlichen „Hallo, ich bin es“ und warten geschickt ab, bis die oder der Angerufene nachfragt, wer denn eigentlich am Telefon ist. Dann verwenden die Täter in der Regel Formulierungen wie „Na, erkennst Du mich denn nicht mehr, Oma oder Tantchen“. In diesem Moment reagieren viele ältere Menschen, die einfach nicht mit so niederträchtigen Gemeinheiten rechnen, leider falsch. Sie sagen einen Namen in der Art wie: „Bist Du es, Peter“ Dann ist der Täter schon mal da, wo er hin will. Passt die Stimme nicht zum „Peter“, wird das mit einer Erkältung oder etwas anderem erklärt. Man sollte auch spätestens dann immer stutzig werden, wenn der oder die vermeintliche Verwandte schon am Telefon ankündigt, nicht selber vorbei kommen zu können, um das erbetene Geld abzuholen. Das kann er oder sie natürlich auch nicht, weil sonst der Schwindel sofort auffliegen würde. Dann spätestens müssten bei den potentiellen Opfern alle Alarmglocken klingeln! Hilfreich kann auch der Tipp sein, dem Anrufer Fragen zu stellen, die nur der echte Verwandte beantworten kann. Wenn auch das nicht letzte Klarheit bringt, sollte man auf jeden Fall versuchen, es mit einem telefonischen Rückruf zu klären. Aber bitte nicht auf einer Handynummer, die einem vielleicht der Anrufer nennt, sondern hilfsweise bei anderen Verwandten, beispielsweise Sohn oder Tochter. So kommt man bestimmt weiter. Spätestens dann wird das Lügengebäude zusammenstürzen.

Die geschilderten Betrugsfälle werden vom Kommissariat 23/24 der Kripo in Kassel bearbeitet. Hinweise zu den Fällen nimmt das Polizeipräsidium Nordhessen in Kassel, Telefon (0561)  9100, entgegen. (ots)



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