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DGB: Licht und Schatten zum Ausbildungsstart

Unterstützung für Auszubildende durch die Gewerkschaften  

Schwalm-Eder. Die stellvertretende Vorsitzende des DGB im Schwalm-Eder-Kreis freut sich, dass zum 1. September viele hundert Jugendliche ihre berufliche Ausbildung beginnen: „Die duale Ausbildung in Betrieb und Berufsschule ist neben einem Studium der beste Start ins Berufsleben“, ist sich Bärbel McEnaney sicher. Danach seien nicht nur junge Beschäftigte bestens vorbereitet. Auch die Unternehmen hätten anschließend die Fachkräfte, die sie brauchen. Die heute vorgestellte Statistik der Arbeitsagentur belege jedoch, dass die strukturellen Probleme am Ausbildungsmarkt längst nicht gelöst seien. Nach diesen Zahlen stehen immer noch 311 Bewerberinnen und Bewerber ohne Ausbildungsvertrag da. Daneben sind 195 Ausbildungsstellen offen.

Bärbel McEnaney erläutert die Ursachen: „Im Schwalm-Eder-Kreis wird immer noch zu wenig ausgebildet, insbesondere weil aus allen Jugendlichen gute Fachkräfte werden sollen. Die Betriebe, die hingegen vergeblich Auszubildende suchen, müssen dringend ihre Ausbildungsqualität und die Arbeitsbedingungen wie beispielsweise die Bezahlung verbessern. Und sie dürfen ihre Anforderungen an die Bewerber nicht übertreiben.“ So gebe es im Landkreis einige Möglichkeiten zur Unterstützung der Betriebe, die sich bei der Ausbildung überfordert fühlen – durch die Arbeitsagentur oder bei freien Trägern.

DGB-Jugendbildungsreferentin Klaudia-Paulina Sokolowska erinnert die Betriebe an ihre Pflichten für eine gute Ausbildung: „Auszubildende stehen in einem Lernverhältnis. Sie dürfen und müssen auch Fehler machen. Wer Auszubildende wie reguläre Beschäftigte einsetzt, nutzt sie als billige Arbeitskräfte aus und verhindert eine umfängliche und erfolgreiche Ausbildung.“ Die Betriebsräte, Jugend- und Auszubildendenvertretungen und die Gewerkschaften würden auch weiter überprüfen, ob die Qualität der Ausbildung stimme, und bei Bedarf die Auszubildenden in ihren Rechten unterstützen.

Als Beratungsforum im Internet empfiehlt Sokolowska www.dr-azubi.de. Hier helfen Expertinnen und Experten der DGB-Jugend Auszubildenden kostenlos bei ihren Fragen rund um die Ausbildung. Für weiter gehende Probleme würden die Gewerkschaften vor Ort auch ihren jungen Mitgliedern zur Verfügung stehen und sie arbeitsrechtlich durch die Ausbildung begleiten. Die Gewerkschaften werben unter Auszubildenden um neue Mitglieder, damit auch für diese die ausgehandelten Tarifverträge und die kommenden höheren Ausbildungsvergütungen gelten. (red)



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