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MT Melsungen vor weitestem Auswärtstrip

Mikael Appelgren. Foto: HartungFlensburg/Melsungen. Im dritten Spiel hat es sie erwischt! Nach den beiden Auftaktsiegen gegen Hannover-Burgdorf und Balingen-Weilstetten musste die MT Melsungen am Freitag vor eigenem Publikum dem VfL Gummersbach ganz knapp den Vortritt lassen. Nur zwei Tage später sieht der Terminplan der DKB Handball-Bundesliga die Auswärtspartie bei der SG Flensburg-Handewitt vor. Anwurf am Sonntag in der Flens-Arena ist um 15 Uhr. Das Spiel wird im Internet-Livestream auf sport1.de gezeigt.

Die Terminplan zum Auftakt der neuen Saison meint es mit der MT Melsungen gar nicht gut. Vier Spiele innerhalb von nur neun Tagen bedeuten eine enorme Anstrengung für Körper und Geist. Schon am Freitag gegen Gummersbach, dem dritten Spiel in dieser “Quadriga”, war dies zu beobachten. “Am kämpferischen Einsatz hat es heute nicht gelegen. Aber wir haben einfach nicht die nötige Konzentration gefunden, unser Spiel war zeitweise sehr fahrig”, resümierte ein enttäuschter Michael Roth nach der 26:27 Heimniederlage. “Das müssen wir am Sonntag besser in den Griff bekommen, was angesichts der knappen Zeit, die uns bis dahin bleibt, sicher nicht einfach wird”, blickt der MT-Trainer auf den schweren Gang nach Flensburg.

Zwischen Abpfiff in der Kasseler Rothenbach-Halle und dem Anwurf in der Flens-Arena liegen gerademal 42 Stunden und der mit knapp 500 Kilometern längste Trip zu einem Bundesligaspiel. Die MT wird sich am Samstagmorgen zu einem kurzen Regenerationstraining treffen, zu Mittag essen und dann umgehend gen Norden aufbrechen. Zeit für die ansonsten ausgiebige Videoanalyse des Gegners gibt es diesmal nicht. Eine Vorbereitung auf einen solche anspruchsvollen Kontrahenten wie die SG Flensburg-Handewitt wünscht man sich anders. Die konnte sich übrigens nach ihrem Heimsieg gegen Friesenheim und der Niederlage in Kiel vier Tage lang auf das Match gegen die MT vorbereiten.

Unklar ist, ob die Nordhessen mit voller Kapelle antreten können. Felix Danner musste am Freitag seinen Einsatz gegen Gummersbach ganz kurzfristig wegen Schüttelfrost absagen. Ob der Kreisläufer und Abwehrcenter am Sonntag schon wieder fit ist, darf bezweifelt werden. “Der Ausfall von Felix wiegt bei uns vor allem in der Abwehr sehr schwer”, räumt Michael Roth ein. Im Angriff hatte Neuzugang Marino Maric (5 Tore) den Nationalspieler würdig vertreten.

“Wir dürfen der Niederlage gegen Gummersbach nicht lange nachtrauern, jetzt müssen wir versuchen, es in Flensburg besser zu machen. Ich habe mit der MT dort zweimal verloren, warum sollten wir nicht mal das Glück auf unserer Seite haben?”, ist Mikael Appelgren auf die Herausforderung im hohen Norden gespannt. Der MT-Keeper lieferte in den bisherigen drei Spielen mit insgesamt 46 Paraden konstant Spitzenleistungen ab und knüpft damit nahtlos an seine starke letzte Saison an. In Flensburg trifft er auf seinen Nationalmannschaftskollegen Matthias Andersson, ebenfalls ein Teufelskerl zwischen den Pfosten. Das Fernduell dieser beiden wird für den Spielausgang nicht unwesentlich sein.

Ähnlich sieht es auf der Position der Spielgestalter aus: Welcher Regisseur knüpft effektiver die Fäden im Rückraum: Melsungens Nenad Vuckovic und Patrik Fahlgren oder Flensburgs Thomas Mogensen? – Apropos Regisseure: Während seiner Zeit in Flensburg hat sich Fahlgren diese Rolle mit Mogensen geteilt. Und mit Anders Eggert, Lasse Svan, Jacob Heinl und Tobias Karlsson trifft der MT-Playmaker auf weiter ehemalige Mannschaftskameraden. Mit Karlsson ist Fahlgren übrigens auch außerhalb des Handballs eng verbunden. Die beiden betreiben in Schweden u.a. gemeinsam mit Oscar Carlén ein Sportversicherungsagentur.

Geht man nach der Statistik, tendieren die Erfolgsaussichten der MT Melsungen in Flensburg gegen Null. Die Nordlichter sind die einzige Mannschaft in der Bundesliga, die von der MT noch nie in einem Pflichtspiel bezwungen werden konnte. Zwei Remis, jeweils in Kassel, sind bislang die einzige Punktausbeute. In der Vorbereitung allerdings schlug Melsungen die Flensburger beim erima Cup. Und wie sagte Mikael Appelgren: “Warum soll auch am Sonntag das Glück nicht mal auf unserer Seite sein?” Wenn es nicht klappen sollte, hat die MT die nächste Gelegenheit sich zu revanchieren am 22. Oktober, wenn sie im DHB-Pokal erneut in Flensburg antreten muss.

Schiedsrichter: Holger Fleisch/Jürgen Rieber (Nellingen/Nürtingen); DHB-Aufsicht: Wolfgang Gremmel.

TV: Das Spiel wird ab 14.45 Uhr im Internet-Livestream auf www.sport1.de gezeigt. (Bernd Kaiser)



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