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MT auf die schwäbische Alb: Balingen/Weilstetten wartet

Szene aus dem Hinspiel: Felix Danner setzt sich hier gerade gegen Niklas Ruß durch. Foto: Hartung

Balingen/Melsungen. Von den drei letzten Saisonspielen in der DKB Handball-Bundesliga muss die MT Melsungen zwei in fremder Halle bestreiten. Zunächst geht es für die Nordhessen auf die schwäbische Alb, wo am Mittwoch der HBW Balingen/Weilstetten wartet (Anwurf 20.15 Uhr, SparkassenArena Balingen). Drei Tage später führt die Reise gen Westen zum Bergischen HC (Anwurf am Samstag um 15 Uhr, Klingenhalle Solingen).

Kurz vor Saisonende ist der Terminkalender der MT Melsungen noch einmal richtig dicht gedrängt: Innerhalb von einer Woche stehen drei Spiele auf dem Programm, das erste davon wurde bereits am vergangenen Samstag gegen Frisch Auf!?Göppingen absolviert. Und leider verloren. In der Vorentscheidung um Platz Fünf hatten die Rotweissen mit 27:32 das Nachsehen. Nun sind sie auf Schützenhilfe angewiesen, wenn sie das beste Abschneiden ihrer zehnjährigen Bundesligasaison noch realisieren wollen. Wobei auch Platz sechs, also die Bestätigung der guten Liestungen der Vorsaison, als respektables Ergebnis angesehen würde.

Wenn fast 4.000 Zuschauer den Verlierer eines Spiels mit Standing Ovations durch die letzten beiden Spielminuten geleiten, sagt das eigentlich alles. Die MT hatte gegen Göppingen bravourös gefightet und auch schon zwischendurch die Fans einige Male aus den Sitzen geholt. Der Lohn der Anstrengungen indes blieb ihr versagt. Aber schon kurz nach den Schlusspfiff wurde der Blick wieder nach vorn gerichtet: “Wir werden in den letzten drei Spielen genauso kämpfen, wollen nichts unversucht lassen, um noch Fünfter zu werden”, gab Momir Rnic die Marschroute vor. Der Shooter war zuvor mit 11 Treffern bester MT-Schütze gegen sein Ex-Team und verständlicherweise einer derjenigen, die am meisten geknickt waren.

“Wir haben keine Zeit , diesem Spiel lange nachzutrauern, sondern werden schnell die Konzentration  auf den nächsten Gegner lenken”, erklärte Michel Roth am Samstag. Und das ist auch notwendig. Denn mit Balingen/Weilstetten wartet eine äußerst  unangenehmer Auswärtshürde auf Vuckovic & Co. Zudem sind die “Gallier von der Alb”, so deren selbstgewählter Kampfname, fest entschlossen, ihre beiden letzten Heimspiele erfolgreich zu gestalten.

Überhaupt lebt die Truppe von Trainer Markus Gaugisch von ihrer Heimstärke. 22 der 29 Punkte wurden vor eigenem Publikum geholt. Womit der Grundstein zum Klassenerhalt gelegt wurde. Egal, wie die Schwaben gegen die MT und anschließend gegen Berlin auch abschneiden, diesmal haben sie mit dem Abstieg nichts zu tun. Das war Ende der vergangenen Saison ganz anders. Sportlich eigentlich abgestiegen, durften sie aber in der 1. Liga verbleiben, weil dem in Finanznöten geratenen HSV auch in zweiter Instanz keine Lizenz erteilt worden war. Da dem HSV Handball in dritter Instanz dann doch noch die Lizenz gewährt wurde und somit der HBW nach wochenlanger Planung für die höchste Spielklasse den Gang in die zweite Liga antreten sollte, wurde von ihm per einstweiliger Verfügung dann doch wieder der Klassenverbleib erwirkt. Die Folge: Die HBL-Saison 2014/15 wurde mit 19, statt mit den ansonsten üblichen 18 Clubs bestritten.

Letztlich hat sich der HBW in dieser Saison gehörigen Respekt erarbeitet und gezeigt, dass er zurecht in diese Liga gehört. Klar, dass man nun in Balingen noch eins draufsetzen will und dort  – genau wie in Nordhessen – von der besten Bundesligasaison der Vereinsgeschichte träumt. Im Hinspiel war es allerdings die MT, die die Maßstäbe setzte. Mit 31:20 wurde das Team um Martin Strobel, den Spielmacher der deutschen Nationalmannschaft, klar bezwungen. Einer fehlte den Schwaben damals jedoch und der wird am Mittwoch ganz sicher auflaufen und besonders heiss sein: Ex-MT-Shooter Alexandros Vasilakis stieß Anfang September zu den Galliern.

Die MT wird in Balingen höchstwahrscheinlich in der gleichen Besetzung antreten, wie zuletzt gegen Göppingen. Das heißt, ein Fragezeichen steht noch hinter dem Einsatz von Michael Allendorf, der zuletzt wegen Rückenproblemen passen musste.

Schiedsrichter in Balingen: Sebastian Grobe (Braunschweig) / Adrian Kinzel (Bochum); DHB-Spielaufsicht: Frank Wenz. (Bernd Kaiser)



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