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MT-Jugend: In der Quali weiter auf Bundesliga-Kurs

MT MelsungenMelsungen. Die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen wurde am Sonntag Zweiter beim Turnier in Wallau und liegt damit in der Qualifikation weiter auf Bundesliga-Kurs.

Turnierüberblick:
Die A-Jugend der mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen hat als Gruppenzweiter beim zweiten Qualifikationsturnier zur Jugend-Handballbundesliga die Fahrkarte zum entscheidenden dritten Turnier in Wiesbaden am kommenden Wochenende gelöst. Nach Erfolgen gegen den GSV Eintracht Baunatal (23:14) und Gastgeber HSG Wallau/Massenheim (27:18) sowie einer Niederlage gegen den VfR/Eintracht Wiesbaden (19:21) im Turniermodus über jeweils 2 x 20 Minuten geht die mJSG mit 2:2 Punkten in die Entscheidung mit weiteren drei Kontrahenten aus dem Südwesten der Republik. „Mit unserem Auftreten konnten wir zufrieden sein“, zog Trainer Philip Julius ein positives Fazit. „Wir haben sehr viele noch unerfahrene Akteure, die auf diesem Niveau noch nicht gespielt haben. Trotzdem sind wir einheitlich aufgetreten und alle haben dabei ihre Spielanteile bekommen“.

Der ungefährdete Auftaktsieg gegen Baunatal, das als Vierter ausschied, wird für den weiteren Verlauf der Qualifikation nicht mehr berücksichtigt. Vom Anwurf weg dominierten die Melsunger die Partie gegen den nordhessischen Nachbarn. Im Gegensatz zum ersten Aufeinandertreffen beim Turnier in Melsungen wurde diesmal schon in der Anfangsphase die Grundlage zum Sieg gelegt, der danach nie in Gefahr geriet.

Im Spiel danach gegen den Turnier-Mitfavoriten VfR/Eintracht Wiesbaden sah man auf dem Feld keinen Unterschied. Im Gegenteil hielten die Nordhessen prima mit und hatten nach zwischenzeitlichem Fünf-Tore-Rückstand Mitte der zweiten Hälfte den Punktgewinn dicht vor Augen, ehe sich die Landeshauptstädter glücklich und vor allem aufgrund der ganz starken Leistung ihres Torhüters doch noch durchsetzen konnten. „Es war für beide das wichtigste Spiel im Turnier. Und man hat schon gemerkt, dass Wiesbaden, das als Bundesligist die direkte Qualifikation als Siebter nur knapp verpasst hatte, im Gegensatz zu uns über diese höherklassige Erfahrung verfügt“, analysierte Sead Kurtagic die unglückliche Niederlage.

Der abschließende Erfolg gegen Gastgeber HSG Wallau/Massenheim brauchte zehn Minuten Anlaufzeit, um das Wiesbaden-Spiel zu verdauen. Dann fand die mJSG zurück in die Erfolgsspur und legte durch eine solide Abwehrarbeit mit starken Torhüterleistungen die Grundlage zum Sieg. Wobei die erste Hälfte zeigte, dass auch der sogenannte „zweite Anzug“ passt. Fabian Rudolph und Mike Gerhold trafen zuverlässig aus dem Rückraum und ebneten den Weg für eine furiose zweite Hälfte. In der die HSG Wallau/M. streckenweise in Grund und Boden gespielt wurde. Ein 8:0-LLauf zum 22:13 nach 31 Minuten entschied die Begegnung früh.

Ergebnis-Überblick:
GSV Eintracht Baunatal – mJSG Melsungen/K./G. 14:23 (7:14)
VfR/Eintracht Wiesbaden – HSG Wallau/M. 19:9 (12:6)
mJSG Melsungen/K./G. – VfR/Eintracht Wiesbaden 19:21 (7:9)
HSG Wallau/M. – GSV Eintracht Baunatal 29:17 (12:5)
GSV Eintracht Baunatal – VfR/Eintracht Wiesbaden 26:32 (11:!8)
mJSG Melsungen/K./G. – HSG Wallau/M. 27:18 (13:11)

Spielberichte:
mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen – GSV Eintracht Baunatal 23:14 (14:7)

Von Beginn an ließ die mJSG keine Zweifel aufkommen, dass sie den ersten Schritt in das Turnier unbedingt erfolgreich gestalten wollten. Gegen den GSV Eintracht Baunatal lief das druckvolle Tempospiel anfangs wie am Schnürchen. Torhüter Jannik Lengemann gab mit einem gehaltenen Siebenmeter nach 50 Sekunden Spielzeit das Startsignal, Johannes Golla zweimal vom Kreis, Fabian Rudolph und Florian Weiß ebenfalls zweimal aus dem Rückraum sorgten schnell für eine 5:2-Führung (5.). Wann immer es möglich war, gingen die gewonnenen Bälle von hinten in die Spitze, wo die Außen Dimitri Ignatow und Phillip Hartung zuverlässige Abnehmer und Vollstrecker waren. „Die Gegenstöße liefen gut“, bestätigte Trainer Sead Kurtagic, „Trotzdem sind wir in der Abwehr nur schleppend reingekommen, wodurch wir nur immer phasenweise schnell spielen konnten“. Zur Pause stand der Sieger dennoch praktisch schon fest, weil die ohnehin knapp besetzten Baunataler auch noch Frederik Drönner verloren, der nach Foulspiel im Gegenstoß gegen Mark Gerhold nach einer Viertelstunde die Rote Karte sah. Gerhold selbst schied nur eine Minute später nach einer unglücklichen Abwehraktion mit einer Fußverletzung aus.

Nach dem Wechsel nutzte das Trainergespann Sead Kurtagic und Philip Julius die Möglichkeit, praktisch die gesamte Mannschaft auszutauschen. Wieder gehörte die erste Aktion einem Melsunger Torhüter, denn Marian Mügge machte es Lengemann nach und parierte einen Strafwurf von Janne Scholand. Die Eintracht versuchte durch kurze Deckung, Jan Grolla aus dem Spiel zu nehmen, was nicht immer gelang. Zwar offenbarten sich leichte Abstimmungsprobleme, vor allem im Zusammenspiel mit dem Kreis, doch die Partie war spätestens nach dem 20:11 durch Ignatow endgültig entschieden (33.). Bei den Baunatalern konnte lediglich Janne Scholand Paroli bieten, der achtmal erfolgreich war, davon viermal vom Siebenmeterpunkt. „Es war ok, wir haben vorn fast immer gute Lösungen gefunden. Insgesamt aber hatten wir Probleme, in unseren Rhythmus zu kommen. Wichtig war, dass wir in der zweiten Hälfte alle Spieler zum Einsatz bringen konnten“, bilanzierte Kurtagic die Auftaktpartie.

mJSG: Lengemann (6 Paraden / 7 Gegentore), Mügge (5 P. / 7 G.); Rudolph (1), Gerhold, Golla (3), Rulff (1), Ludwig, Alter (1), Ignatow (4), Kerst (2), Buchholz, Weiß (6/2), Hartung (2), Grolla (3).

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen – VfR/Eintracht Wiesbaden 19:21 (7:9)
Es war ein gegenseitiges Abtasten der beiden Turnierfavoriten, die nach jeweils hoch gewonnenem erstem Spiel schon früh um zwei wichtige Zähler beim entscheidenden dritten Qualifikationsturnier kommende Woche in Wiesbaden rangen. Entsprechend nervös waren beide, Unterschiede auf dem Feld gab es nicht. Dafür erwies sich Wiesbadens Torhüter Vincent Robinson schon früh als der eigentliche Gegner, den es zu bezwingen galt. Er war zu großen Teilen verantwortlich dafür, dass seine Mannschaft mit 4:2 in Führung ging (9.). Ehe die mJSG, prima geführt vom umsichtigen Felix Kerst, zu ihrem Spiel fand und den Spieß herumdrehte. Weil auch Jan Grolla auftaute und zweimal aus der zweiten Reihe traf, führten plötzlich die Nordhessen mit 6:4 (13.). Nicht lange allerdings, denn nach einer Auszeit fanden die Landeshauptstädter zurück zu ihrem strukturierteren Spiel und holten sich bis zur Pause den Vorteil zurück. „Wir haben super in der Abwehr gespielt“, fand Trainer Sead Kurtagic, aber: „kurz vor der Pause haben wir unsere Führung blöd abgegeben“.

Nach dem 9:10-Anschluss im zweiten Durchgang durch Kerst verkrampfte die mJSG. Egal wie platziert oder überraschend die Würfe auch kamen, Robinson war entweder schon da oder zeigte sensationelle Reflexe. Bis zum Ende der Begegnung kam das Torhütertalent auf 18 Paraden bei 19 Gegentoren. „In der Phase haben wir unsere Linie leider verloren“, kritisierte Kurtagic. Bis auf 9:14 zog Wiesbaden weg (28.), ehe Johannes Golla mit zwei Toren den Rückstand etwas verkürzen konnte. Ohne Wirkung allerdings, denn kurz darauf stand es wieder 12:17 (32.). Marian Mügge löste Jannik Lengemann im Tor ab, und mit ihm kam neuer Schwung. Weil der ehemalige Baunataler gleich die ersten vier Bälle am Stück wegfischte und seiner Mannschaft ein fast unglaubliches Comeback ermöglichte. Sah es beim 15:19 gut dreieinhalb Minuten vor dem Ende trotzdem noch nach einer deutlichen Niederlage aus, glichen in der Folge Jan Grolla (2), Johannes Golla sowie der erstmals eingesetzte Neuzugang Finn Backs zum 19:19 aus. „Da dachte ich, wir haben das Unentschieden“, sagte Sead Kurtagic. Als Wiesbaden 30 Sekunden vor Schluss mit 20:19 in Führung ging und die Melsunger alles auf eine Karte setzten, lag ein Punktgewinn tatsächlich in der Luft, Doch dann ging der Ball beim finalen Passversuch in die Lücke verloren und Wiesbaden kam mit Ablauf der Uhr zum letzten Treffer der Partie. Bedauerlich, fand der Trainer: „Es war klasse, wie die Mannschaft nach dem 12:17 zurückgekommen ist. Schade, die Jungs haben wirklich alles gegeben.“

mJSG: Lengemann (7 Paraden / 17 Gegentore), Mügge (6 P. / 4 G.); Rudolph, Gerhold, Golla (5), Rulff, Ludwig, Alter, Ignatow (1/1), Kerst (2), Buchholz, Weiß (3/1), Hartung (1), Backs (1), Grolla (6).

mJSG Melsungen/Körle/Guxhagen – HSG Walleu/Massenheim 27:18 (13:11)
Zu Beginn des dritten Spiels waren die Nachwirkungen der vorangegangenen Niederlage noch deutlich zu spüren. Die mJSG tat sich, vor allem im Aufbau schwer. Die Deckung hielt zwar über weite Strecken, und auch Marian Mügge im Tor tat sein Bestes, aber Wallau kam dennoch zu seinen Toren. Dass die Begegnung ausgeglichen blieb, war dem wesentlich verbesserten Zusammenspiel mit dem Kreis zu verdanken. Erst als Johannes Golla mit seinem dritten Tor aus der Nahwurfzone die erste Führung zum 5:4 herauswarf, löste sich die Anspannung etwas. Fabian Rudolph und Mike Gerhold sorgten dafür, dass die Zeichen zur Pause schon auf Sieg standen.

Mit einem Komplettwechsel zur zweiten Hälfte brauchte es ebenfalls fünf Minuten, bis die Mannschaft auf Touren kam. Dann allerdings unwiderstehlich. Innerhalb von nur acht Minuten schraubten Jan Grolla, Florian Weiß, Fin Backs (2), Denis Buchholz (2), Johannes Golla und Magnus Rulff das Ergebnis auf 22:13 herauf (31.). Obwohl die Mannschaft danach merklich Dampf rausnahm, kam Wallau nicht zurück ins Spiel. Jannik Lengemann führte im Tor nahtlos fort, was Mügge vorher begonnen  hatte und raubte den Südhessen mit feinen Paraden den Nerv. Dadurch lief auch das Konterspiel wieder, und trotz kräftesparender Spielweise blieb der Vorsprung konstant.

mJSG: Lengemann (6 Paraden / 7 Gegentore), Mügge (7 P. / 11 G.); Rudolph (3), Gerhold (4), Golla (5), Rulff (1), Ludwig, Ignatow, Kerst, Buchholz (3), Weiß (4), Hartung (1), Backs (5), Grolla (1).

(Bernd Kaiser)



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