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Polizei warnt Facebook-Nutzer vor Zong-Masche

Kassel. Die Kasseler Polizei warnt vor der sogenannten Zong-Masche, bei der Facebook-Nutzer über kopierte Freunde-Accounts  abgezockt werden. Mit ein wenig mehr Argwohn kann finanzieller Schaden abgewendet werden. Das für die Bekämpfung der  Internetkriminalität zuständige Zentralkommissariat 50 des Polizeipräsidiums Nordhessen hat einen Anstieg der Fälle festgestellt. In den vergangenen 14 Tagen meldeten sich etwa 25 Opfer, die auf die Masche hereingefallen sind und nun zum Teil erhöhte Handyrechnungen zu bezahlen haben.

Unter den Opfern ist beispielsweise eine 18-Jährige aus Kassel, die in der vergangenen Woche von ihrer angeblichen Schwester eine erneute Freundschaftsanfrage über Facebook bekam. Verständlich bereitwillig nannte sie ihre Handynummer. Anschließend übermittelte sie mehrere Codes, die sie auf ihr Handy übersandt bekommen hatte. Dabei entstand ihr ein Schaden von rund 120 Euro. 150 Euro Schaden entstand einer 43-Jährigen aus Grebenstein. Sie übermittelte einer angeblichen Freundin insgesamt sieben Zahlenkombinationen, bevor sie misstrauisch wurde, die echte Freundin anrief und der Schwindel aufflog.

Codes kommen per SMS aufs Opferhandy und werden über Facebook weitergegeben. In den meisten Fällen kopieren die Täter einen Facebook-Account und schicken einer Person aus der Freundesliste des Original-Accounts eine Freundschaftsanfrage. Häufig werden dabei die Anfragen an Verwandte gesandt. Nachdem die Freundschaftsanfrage in der Regel erneut bestätigt wird, erhält das spätere Opfer eine persönliche Nachricht mit der Bitte, ihre oder seine Handynummer zu übersenden. Wenn diese mitgeteilt wurde – meist entsteht bei dieser Anfrage kein Argwohn, es handelt sich schließlich um einen Freund, eine Freundin oder gar einen Verwandten, erscheint auf dem Handy ein Code. Der vermeintliche Freund bittet nun um Übersendung des Codes. Dazu werden fadenscheinige Begründungen, wie die Teilnahme an einer Werbeaktion oder andere Angaben gemacht. Tatsächlich hatte der Täter aber zuvor  über den Bezahldienst ZONG ein Konto eingerichtet und hinterließ dabei die Mobilfunknummer des Opfers. Zur endgültigen Kontoeinrichtung sendet ZONG eine SMS an die Handynummer. Mit Bestätigung dieser Nummer durch das Opfer ist dann das Konto  eingerichtet. Der Täter kann nun online einkaufen und lässt die Zahlencodes/Transaktionsnummern per SMS auf die Mobilfunknummer des Opfers senden. Der Täter bittet nun das Opfer mit weiteren Anfragen über Facebook, ihm diese Nummern durchzugeben. Nach Erhalt der Nummern nutzt der Täter diese zur Eingabe in das Bestellformular und  kauft im Internet auf Kosten des Opfers ein.

Tipps der Polizei:
Seien Sie argwöhnisch, wenn Sie wiederholt eine Freundschaftsanfrage erhalten! Grundsätzlich sollten keine Codes oder Zahlenkombinationen über soziale Netzwerke übermittelt werden! Wenn doch, prüfen Sie genau, wem Sie diese übersenden!

Weitere Informationen zu dieser Masche und anderen im Internet lauernden Gefahren erhalten Sie unter www.polizei.hessen.de. (red)



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