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Finalplätze für Marie Wagner, Dennis Horn und Marvin Knaust

Das MT-Team am ersten Tag der HLV-U20-Meisterschaften. Foto: nhGelnhausen/Melsungen. Die hessischen Jugendmeisterschaften der U20 sowie U16, in die das Hammerwerfen aller Altersklassen integriert war, wurden am bisher heißesten Wochenende der Wetteraufzeichnungen in Hessen ausgetragen. Auf den gut präparierten Wettkampfanlagen in Gelnhausen starteten in der Gluthitze über 550 Athleten aus 148 Vereinen und honorierten die Vorbereitungsarbeit der Verantwortlichen durch gute Ergebnisse. Stellvertretend für die vielen starken Ergebnisse sei die Leistung des 15-jährigen Elias Steiner (Jahn Gensungen) genannt, der sowohl über 100 Meter (11,41) als auch über 300 Meter (37,14) den Titel in der U16 holte.

Von den vier Melsunger Teilnehmern kehrten die Jugendlichen Marie Wagner und Dennis Horn sowie der Schüler Marvin Knaust mit jeweils einen achten Platz und neuen Bestzeiten nach Melsungen zurück. Karolin Siebert scheiterte an einer besseren Platzierung wegen einer Verletzung, die im 400m-Finale wieder aufbrach.

Der erste Meisterschaftstag wurde um elf Uhr mit dem 800m-Lauf der Schüler eröffnet. Marvin Knaust, der mit seiner Bestzeit von 2:16,64 Minuten angereist war, lag auf Rang zwölf und hatte fast dreizehn Sekunden Rückstand auf Maximilian Sharaga aus Rimberg, der mit 2:04,04 Minuten die Rangliste anführte. Als das Feld 100 Meter nach dem Start auf die Innenbahn einbog, lagen die Läufer noch dicht beisammen. Die Spitze passierte die 200m-Marke in 31 Sekunden. Der Melsunger Schüler lag zu diesem Zeitpunkt auf Position zehn. Er hatte sich vorgenommen, 750 Meter hinter Dominik Daume aus Bad Wildungen zu bleiben. Im Schlussspurt wollte er an dem diesjährigen Bezirksmeister vorbeilaufen und die nordhessische U16-Jahresbezeit von 2:16,31 Minuten unterbieten. Bei einer Temperatur um 38 Grad war das kein leichtes Unterfangen. Während es an der Spitze Positionskämpfe gab, hielt sich Marvin Knaust sichtlich zurück. Als die 800m-Läufer zum zweiten Mal auf die Zielgeraden einbogen, kämpften Maximilian Sharaga, Niklas Krämer (Wiesbaden), Nikolas Winter (Frankfurt) und Hannes Schäfer aus Groß-Gerau um die Medaillen. Im Ziel konnte sich der Favorit Sharaga mit 2:07,28 Minuten vor Krämer (2:07,52) und Nikolas Winter (2:08,86) durchsetzen. Noch 50 Meter vor der Ziellinie lag Dominik Daume vor Marvin Knaust, der sich nicht geschlagen geben wollte. Als der erfolgreiche MT-Mittelstreckenläufer einen Gang höher schaltete, gewann er sofort an Boden. Daume wollte gegenhalten, aber er merkte nach wenigen Schritten, dass er im Spurt keine Chance hatte. So konnte Marvin Knaust beide Vorhaben realisieren: Er besiegte zum ersten Mal Dominik Daume (2:16,08 Min.) und verbesserte die nordhessischen Jahresbestzeit mit seinem unerwarteten achten Platz auf 2:15,74 Minuten.

Dennis Horn lag im 100m-Vorlauf wenige Meter vor dem Ziel noch in Führung. Foto: nhDrei Stunden später wurden in drei Vorläufen die sieben Finalteilnehmer über 100 Meter der U20 ermittelt. Dennis Horn, der in diesem Jahr die 100 Meter in 11,51 Sekunden zurückgelegt hatte, wollte sich bei diesen Meisterschaften für die süddeutschen U23-Titelkämpfe mit einer Zeit unter 11,50 Sekunden qualifizieren. Aber erneut hatte er kein Glück mit dem Wind, denn den Sprintern blies ein Anflug eines leichten „Saharawindes“ ins Gesicht. Außerdem hatte er in seinem Lauf keine leichten Gegner, denn er musste gegen die beiden starken Wiesbadener Sprinter Daniel Renninger (11,05) und Lukas Ruderhausen (11,22 Sek.) antreten. Ferner war Marius Kreide aus Gießen mit 11,32 Sekunden deutlich schneller als Dennis Horn. Nur Max Schramm (Eintracht Frankfurt, 11,77) und Herolind Reqica (Heppenheim, 11,84 Sek.) waren auf dem Papier langsamer als der zweifache nordhessische Sprintmeister.

Dennis Horn reagierte am Start am schnellsten und kam sehr gut aus den Blöcken. Auch in der Beschleunigsphase glänzte der Jugendliche aus dem Malsfelder Ortsteil Elfershausen. Es roch nach einer Sensation, denn er lag 10 Meter vor dem Ziel immer noch in Führung. Auf dem letzten Zehntel der Strecke schoss Marius Kreide an ihm vorbei und holte sich bei einem Gegenwind (- 1,0 m/sec) in 11,35 den Sieg. Dennis Horn konnte auf den letzten zehn Metern seine Geschwindigkeit nicht mehr halten und musste Lukas Rudershausen (11,39 Sek.) vorbeilassen. Es sah zunächst so aus, als hätte auch Daniel Renninger den Melsunger Sprinter auf der Ziellinie abgefangen. Aber die Auswertung des Zielfotos ergab, dass Dennis zeitgleich vor dem enttäuschenden Renninger den dritten Platz belegt hatte. Mit neuer persönlicher Bestzeit von 11,42 Sekunden lag er nach zwei Vorläufen auf Rang sechs. Um das Finale zu erreichen, durfte im abschließenden dritten Lauf, wo mit dem späteren Landesmeister Jan Näser (10,99) und Philipp Hess (11,25 Sekunden) zwei schnelle Läufer vertreten waren, nur noch ein Athlet eine bessere Zeit als der Melsunger laufen. In Gelnhausen standen nämlich für das 100m-Finale nur sieben Bahnen zur Verfügung. Es sollte nicht sein. Dennis Horn stellte erneut bei Gegenwind eine Bestzeit auf und verpasste das Finale der besten jugendlichen Sprinter mit 11,42 nur um einen Wimpernschlag.

Marie Wagner überraschte über 400 Meter mit einer Zeit unter 62 Sekunden. Foto: nhMarvin Knaust (links) schlug zum ersten Mal Dominik Daume aus Bad Wildungen. Foto: nhMit zwei 400m-Zeitendläufen der weiblichen Jugend wurde der erste Wettkampftag abgeschlossen. Im ersten Lauf startete Marie Wagner, die in diesem Jahr noch keinen Wettkampf über diese Strecke absolviert hatte. Im Vorjahr hatte die Abiturientin die Stadionrunde in 64,40 Sekunden zurückgelegt. Im Training wartete sie mit guten Zeiten auf, so dass man sie im Ziel unter 63 Sekunden erwarten durfte.

Sie startete auf Bahn vier und hielt sich auf der ersten Hälfte etwas zurück. In der zweiten Kurve lief sie an Nadine vom Hofe wieder vorbei. Die Jugendliche aus Flörsheim, die mit einer Zeit von 62,48 Sekunden gemeldet war und hinter Marie Wagner lief, hatte sie auf der Gegengeraden überholt. Ausgangs der letzten Kurve lieferte Marie Wagner, die am nächsten Tag noch über 400m-Hürden an den Start gehen wollten, der unter 62-Sekunden-Läuferin, Marie Koller aus Königsstein, einen packenden Zweikampf. Im Ziel sicherte sich die Melsunger Viertelmeilerin mit 61,95 Sekunden hinter Antonia Schell (LG Alheimer, 60,42), Penelope Penndorf (Königsstein, 60,70) und Marie Koller (61,67) mit erstaunlichen 61,95 Sekunden den vierten Platz.

Im zweiten Zeitendlauf starteten bis auf Spitzenreiterin Lisa Mayer (Langgöns) die besten hessischen Jugendlichen über 400 Meter. Judith Entzeroth aus Spangenberg, die für den MTV Kronberg startet und in diesem Jahr die Stadionrunde unter 57 Sekunden zurückgeleg hatte, startete auf Bahn drei. Cathrin Wicke aus Bad Schwalbach wurde mit 58,29 Sekunden gemeldet. Karolin Siebert, die in der Hallensaison die 400 Meter in 58,64 Sekunden lief, wurde auf Bahn zwei gesetzt. Hinter ihr startete Tania Horst von der LG Wetzlar, die mit 59,52 Sekunden auf Rang vier in der Meldeliste verzeichnet war.

800m-Finale der U16 nach 200 Metern. Foto: nhSchon nach 150 Metern war das Rennen entschieden, denn Judith Entzeroth lief zu der vor ihr laufenden Cathrin Wicke auf und überholte sie recht locker laufend. Auf der Innenbahn hatte Tanja Horst im Scheitelpunkt der ersten Kurve Karolin Siebert überholt, der man deutlich anmerkte, dass sie nicht so wie gewohnt laufen konnte. „Bei den Steigerungsläufen vor dem Finale hatte ich keine Schmerzen im Oberschenkel. Ich konnte kraftvoll antreten und eine hohe Geschwindigkeit laufen. Aber unmittelbar nach dem Startschuss brach die alte Verletzung wieder auf, so dass ich kaum meinen Fuß heben konnte“, sagte ziemlich frustriert die hessische 800m-Hallenmeisterin, nachdem sie nach 62,59 Sekunden als Fünfte ihres Laufes und als Neunte in der Gesamtwertung die Ziellinie erreicht hatte. Durch ihre Verletzung fehlten natürlich im April und Mai entsprechend viele Trainingseinheiten, um die gewohnte Spitzenform von der Hallensaison ausspielen zu können. Die ehrgeizige Athletin wollte diese Fehlzeiten im Zusatztraining nachholen. Aber der Plan ging schief. Weniger wäre in diesem Fall mehr gewesen. Karolin Siebert konnte am zweiten Meisterschaftstag weder über 400m-Hürden noch über 800 Meter starten. (ajw)



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