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Online-Zeitung für den Schwalm-Eder-Kreis | 13. Jahrgang | redaktion@seknews.de | www.seknews.de | täglich neu | Preis: 0,00 Euro

MT II peilt gegen Münster den ersten Heimsieg an

Foto: nhMelsungen. Nach ihrem Traumstart mit 3:1 Punkten in die Handball-Oberliga würde die MT Melsungen II gegen die TSG Münster gern die Zähler vier und fünf der noch jungen Saison einfahren (Samstag, 3. Oktober, 19.30 Uhr, Stadtsporthalle Melsungen). Die Vorzeichen dafür lassen sich positiv deuten, denn gerade die beiden Spieler, die vor der Saison mit Blessuren Vorbereitungszeit versäumten und sich jetzt trotz anhaltender Beschwerden weiter in den Dienst der Mannschaft stellen, führen das Team bisher vorbildlich. Ohne Mario Schanze und Petr Hruby wäre dieser Auftakt wohl kaum möglich gewesen.

In ihrem Sog steigerten sich aber auch andere in ihre Rollen hinein. Jannis Kothe zum Beispiel, der im rechten Rückraum ein fester Faktor geworden ist. Der Linkshänder strotzt vor Kraft und geht dahin, wo es weh tut. Vor allem gegen defensive 6:0-Deckungen hat er seine Stärken. Die allerdings wird Kothe bei der TSG kaum finden. Denn die Südhessen überraschten schon bei der HSG Hanau mit einer unkonventionellen 4:2-Abwehr, die ihre Sache gut machte. Also eher ein Fall für Cornelius Feuring? „Jannis geht immer mit viel Power, Cornelius dagegen ist der beweglichere Spieler“, charakterisiert Trainer Georgi Sviridenko seine beiden Rückraum-Rechten.

Wer von beiden in der Startsieben steht, will er jedoch noch nicht verraten: „Das entscheiden wir kurzfristig und werden auch im Spiel je nach Situation reagieren und variieren“, lässt sich Melsungens Coach nicht in die Karten schauen. Verzichten muss die Bundesliga-Reserve auf den beruflich verhinderten Matthias Kienast sowie auf den verletzten Janik Lanatowitz (Patellasehne). Gerade Kienasts Ausfall schmerzt. „Er fehlt uns vor allem in der Abwehr gegen einen spielerisch starken und variablen Gegner“, sagt Sviridenko.

In Münster backt man dieses Jahr kleinere Brötchen. Die starken Zeiten von vor zehn Jahren des Clubs, in denen man ambitioniert in der zweiten Liga spielte, sind vorbei. Durchgereicht bis zurück in die Oberliga, und nun auch noch verlustig der beiden Hauptstützen aus der vergangenen Saison: Eryk Kaluzinski, ehemals Torschützenkönig der 2. Liga, und Torjäger Milan Stancic haben den Verein ebenso verlassen wie Rechtsaußen Benjamin Dautermann. Mit Jonas Storck aus der Bezirks-Oberliga kam lediglich ein Neuer dazu, so dass Trainer Thomas Zeitz mit einem Mini-Kader das Ziel „Klassenerhalt“ verfolgt, aus dem ihm auch noch Kreisläufer Sebastian Friemann (Ellenbogen) fehlt. Aber: „Es sind fast alles Eigengewächse des Vereins, die durchaus das Potenzial haben, sich in dieser Klasse zu behaupten“, glaubt Zeitz an die Qualitäten seiner Mannschaft.

Die genannten Faktoren sind dann auch die Gründe für die unüblichen Defensiv-Varianten der TSG, die von einer 3:3-Formation bis hin zur versetzten 5:1 reichen können. „Wir haben aus den Gegebenheiten eine eigene Spielphilosophie gemacht“, sagt der Übungsleiter. Wissend, dass seine Spieler für eine Standard-6:0 nicht gemacht sind. Und so liegt die Intention eher darin, „dem Gegner Aufgaben zu stellen, die sonst nicht üblich sind“ (Zeitz). Zu verlieren hat die TSG bei der MT II nicht gar zu viel, denn der große Druck ist nach dem ersten Heimsieg gegen Griesheim erst einmal weg. (red)



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