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MT-Quartett startet bei Crosslaufmeisterschaften

Dieses MT-Quartett startet bei den deutschen Crosslaufmeisterschaften. Foto: nhHerten/Melsungen. Am Wochenende ist die Stadt Herten im Ruhrgebiet Schauplatz der Deutschen Crosslaufmeisterschaften. Fast 1.200 Läuferinnen und Läufer aus 331 Vereinen haben für die erste Freiluftmeisterschaft ihre Meldungen abgegeben. In der U20 bewerben sich 113 Ausdauerspezialisten um den Titel des deutschen Jugend-Crosslaufmeisters 2016. Auf dem durch den Regen aufgeweichten Parcours, der mit unscheinbaren leichten Hügeln durchsetzt und mit Hindernissen aus Stroh gespickt ist, müssen sich die Läufer auf permanente Rhythmuswechsel einstellen.

Sieganwärter Nummer eins in der U20 ist sicherlich Marc Tortell vom TV Rendel. Dem Top-Favoriten wird wohl niemand das Wasser reichen können, denn der deutsche Jugendhallenmeister über 3000 Meter bot am letzten Wochenende bei den Landes-Crosslaufmeisterschaften in Wirmighausen eine eindrucksvolle Vorstellung. Das große hessische Talent aus der Wetterau darf aber die Konkurrenz nicht unterschätzen, denn auch der Vorjahres-Vierte Lukas Eisele (LG Filder) und der Vorjahressieger der U18 Markus Görger (Breisgau) haben Ansprüche auf den ersten Platz angemeldet. Ebenso können Lukas Abele (SSC- Hanau-Rodenbach) und der Neuköllnier Marvin Heinrich dem Favoriten einen Strich durch die Rechnung machen und in den Kampf um den Titel eingreifen. Gespannt wird man auch das Abschneiden von Jamie Williamson (LAC Quelle Fürth) verfolgen. Der amtierende deutsche 1.500-Meter-Meister der U20 tritt in die Fußstapfen seiner Eltern. Seine Mutter Carole Bradford war einst Zehnte der Cross-WM, sein Vater Graham Williamson lief Ende der 1970er Jahre 2:16 über 1.000 und 3:34 Minuten über 1.500 Meter. Jamie Williamson besucht in England eine Elite-Schule und hat sich auf der Insel bei Cross-Rennen die nötige Härte für Herten geholt.

Aaron Werkmeister. Foto: nhChristian Schulz. Foto: nhGegen diese läuferische Übermacht haben die vier Melsunger „Musketiere“ Lorenz Funck, Christian Schulz, Aaron Werkmeister und Marvin Knaust nichts entgegen zu setzen. Nach ihren Siegen bei den Kreis- und Bezirksmeisterschaften, krönten sie am letzten Wochenende ihre bisherige Crosslauf-Karriere mit dem Sieg in der Teamwertung bei den Landesmeisterschaften in Wirmighausen gegen die Jugendlichen des PSV Grün-Weiß Kassel. Zur Belohnung für diesen großartigen Erfolg wurden sie für die nationalenCrosslaufmeisterschaften nominiert.

Tainer Alwin J. Wagner hat seine Schützlinge gut vorbereitet und betrachtet den Crosslauf als ein wichtiges Vorbereitungselement für die Bahnsaison. „Der Crosslauf schult Tempohärte, Stehvermögen, Robustheit und Kraftausdauer. Durch die vielen Strohballen, die auf der aufgeweichten selektiven Strecke liegen, wird auch permanent der Rhythmuswechsel geschult. Ich hoffe, dass wir mindestens fünf der 20 Mannschaften hinter uns lassen und nicht mit der „roten Laterne“ am Abend nach Melsungen zurückkehren“, sagte Wagner und hofft dass sein Team unter 180 Punkte bleibt und mindestens auf Rang fünfzehn landet.

Lorenz Funck, der sich im Vorjahr auf den Strecken zwischen 1000 und 10 000 Meter enorm verbessern konnte und auch in der vergangenen Hallensaison seine Chance zu schnellen Zeiten nutzte, hat sich vorgenommen, im ersten Drittel der 113 Läufer über die Ziellinie zu laufen. „Es wäre mein bisher größter Erfolg, wenn ich unter die TOP 20 laufen würde; aber das wird nicht einfach werden. Der Melsunger Langstreckenspezialist konzentriert sich nach dieser Meisterschaft wieder auf die Bahnsaison und hofft im Sommer die Norm für die deutschen Jugendmeisterschaften über 5000 Meter (15:45) zu erfüllen, um in Mönchengladbach laufen zu können.

Lorenz Funck. Foto: nhMarvin Knaust. Foto: nhChristian Schulz, das Mittelstrecken-Ass aus Röhrenfurth, ließ die Hallensaison aus. Er verfügt über eine hohe Grundschnelligkeit, die er bereits im Vorjahr mit seiner 400m-Zeit von 52,72 demonstrierte. Auch seine Bestleistung über 800 Meter mit 2:00 Minuten kann sich sehen lassen. Und da er auch auf den längeren Strecken sein Metier versteht und in der Lage ist, die 5000 Meter unter 17 Minuten zu laufen , müsste ein Platz in der ersten Hälfte des großen Feldes möglich sein.

Um in der Mannschaftswertung einen Platz unter den besten fünfzehn Teams in Deutschland belegen zu können, kommt es auch auf Aaron Werkmeister und den 15-jährigen Marvin Knaust an. Die nicht einfach zu laufende Runde, die viermal zu bewältigen ist, wird vor allem den beiden jüngsten Läufern im MT-Team alles abverlangen. Wegen der derzeitigen Regenperiode rechnet Wagner mit einem tiefen Geläuf. Und die Strohballen, die mehrmals übersprungen werden müssen, werden den Beiden sehr viel Kraft kosten. Sie müssen in diesem Rennen Schwerstarbeit leisten und werden in der letzten Runde vielleicht sogar Probleme bekommen. Aber fast jedes Team hat einen schwächeren Läufer in seinen Reihen. „Wenn es Aaron und Marvin gelingt, in ihrem ersten Meisterschaftslauf zehn bis fünfzehn Läufer hinter sich zu lassen, könnten wir wertvolle Punkte gutmachen und den anvisierten Rang erreichen, sagte Wagner, der dem Rennen optimistisch entgegenblickt.

In der Mannschaftswertung streben die Vereine aus Dorsten mit Julius Scherr an der Spitze, der LAV Bayer Uerdingen/Dormagen mit Joshua Nisius, Marcus Dunkel und Simon Schophaus, der SSC Hanau-Rodenbach mit Lukas Abele und Julien Gottfried sowie der LAC Quelle Fürth mit dem überragenden Williamson eine Medaille an. (ajw)

 



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