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Katharina Wagner läuft 400 Meter in 60,13 Sekunden

Neun Melsunger Leichtathleten starteten über 400 Meter. Foto: nhBorken/Melsungen. Beim Feriensportfest des Tuspo Borken, zu dem fast 150 Teilnehmer aus 43 Vereinen anreisten, trafen sich viele nordhessische Talente im Blumenhain und lieferten sich zum Teil packende Wettkämpfe. Pünktlich zu Wettkampfbeginn hörte der Regen auf, so dass sich die Athleten sichtlich wohlfühlten und dies mit guten Leistungen unterstrichen. So konnte Moderator Reinhold Jäger nicht nur gute Zeiten im Sprint und auf der Mittelstrecke verkünden, sondern auch in den technischen Wettbewerben auf gute Leistungen hinweisen. Lokalmatador Daniel Hundt, der aus Borken stammt und seit einiger Zeit für die LG Stadtwerke München startet, sorgte über 100 (10,81) und 200 Meter (21,94) für die besten Leistungen. Aber auch die guten 800m-Zeiten des U18-Läufers Rene Persch (Niederelsungen, 1:57,06) und dem A-Jugendlichen Annbessajer Hagro Bisrat (PSV Grün-Weiß Kassel, 1:59,73) dürfen nicht unerwähnt bleiben. Schade, dass diese beiden Mittelstreckentalente nicht in einem Lauf starten durften.

Die Melsunger Turngemeinde nahm mit 19 Athleten teil. Es war eine Mischung aus alt und jung – zwischen zehn und achtzig. Alwin J. Wagner hatte den Schwerpunkt seiner Schützlinge bei diesem Ferienmeeting, in dem auch die Kreismeisterschaften über 200 Meter integriert waren, auf den 400m-Lauf gelegt. Und deshalb war es keine Überraschung, dass neun Viertelmeiler ihre Ausdauer im Langsprint testeten. „Mit diesem Leistungsbild kann ich zufrieden sein“, sagte der Trainer und machte darauf aufmerksam, dass zehn weitere Läufer aus Melsungen verhindert waren oder sich wegen des starken Regens am Vormittag abhalten ließen.

Katharina Wagner und Maren Ruckert aus Hannover stürmen auf gleicher Höhe dem Ziel entgegen. Foto: nhKatharina Wagner sorgte im 400m-Lauf der Frauen mit ihren 60,13 Sekunden für eine faustdicke Überraschung. Die höher eingeschätzte Maren Ruckert aus Hannover, die in diesem Jahr die 200 Meter bereits in 26,19 Sekunden zurückgelegt hatte und mit 60,00 Sekunden für die Stadionrunde gemeldet war, musste auf der Zielgeraden der Melsunger Sprinterin den Vortritt lassen. Die Studentin der Kunstgeschichte lief als Jugendliche zum letzten Mal in einem Wettkampf die 400 Meter bei den deutschen Staffelmeisterschaften 2014 in Ulm. In Borken wollte sie ihre Schnelligkeitsausdauer testen und lief auf der dritten Bahn unmittelbar hinter Maren Ruckert. Beide passierten die 200m-Zwischenmarke zeitgleich in 28,5 Sekunden und liefen Schulter an Schulter dem Ziel entgegen. Auf den letzten Metern hatte Katharina Wagner den längeren Atem und setzte sich mit der persönlichen Bestzeit von 60,13 Sekunden vor Maren Ruckert (60,87) und Marie Wagner (67,04) durch. „Der 400m-Lauf war für mich immer eine extreme Belastung, aber dieses Mal hat es mir richtig Spaß gemacht. Ich werde jetzt öfters diese Strecke laufen“, sagte die Siegerin, die mit dieser Zeit den sechsten Platz bei den Landesmeisterschaften in Kassel belegt hätte. Mit ihren 60,13 Sekunden gehört sie in der aktuellen HLV-Bestenliste der Frauen sogar zu den TOP-Ten des Hessischen Leichtathletik-Verbandes.

Nicht ganz zufrieden war Christian Schulz mit seiner 400-Meter-Zeit. Der 800-Meter-Spezialist wäre gerne bei den Männern mitgelaufen, weil dort die Konkurrenz größer war. So lief er im Feld der U18-Athleten und siegte souverän in 53,31 Sekunden vor Chali Tola (Fritzlar, 54,71) und Marvin Knaust (55,39), der seine Bestzeit von Ibbenbüren nur um 0,15 Sekunden verfehlte.

Einen starken Dreikampf lieferten sich noch auf der Zielgeraden Tobias Stang, Michael Hiob und Dennis Horn. Foto: nhBei den Männer setzte sich erwartungsgemäß Lukas Ruckert aus Rosendahl mit 51,61 Sekunden vor Benedikt Orth (ESV Treysa, 52,33) durch. Dahinter lieferte sich die Melsunger Dennis Horn (54,33), Tobias Stang (54,43) und Michael Hiob (54,62) einen spannenden Dreikampf. Fünfzig Meter vor dem Ziel lag dieses Trio noch gleich auf. Aber Dennis Horn, der bereits eine Stunde vorher den Kreismeistertitel über 200 Meter in guten 22,70 Sekunden gewonnen hatte, besass das beste Stehvermögen. „Ich hatte anfangs ein bisschen Angst, dass ich überziehe. Aber ich konnte das eingeschlagene Tempo fast bis ins Ziel halten und Tobias auf den letzten Metern noch abfangen“, freute sich der schnellste nordhessische Sprinter, der in diesem Jahr noch gern unter 11,00 Sekunden laufen möchte.

Bei den Senioren imponierte der fast 81-jährige Harry Geier mit 76,81 Sekunden. Bernd Gabel, Jahrgang 1959, der sich kurz vorher noch den Seniorentitel über 200 Meter mit 29,81 Sekunden holte, lief eine Bahn vor ihm und fungierte als erstklassiger Pacemaker. „Harry sollte seine Zeit von 79,79 Sekunden, mit der er vor drei Wochen deutscher Meister in der M80 wurde, um drei Sekunden unterbieten. Das haben wir geschafft,“ freute sich der Justizangestellte, der selbst mit 76,26 Sekunden gestoppt wurde.

Karina Keil (2006) imponierte mit ihren Leistungen. Foto: nhJan Ullrich verbesserte sich im Weitsprung der Männer hinter Tobias Alt aus Aachen (6,89 m) auf gute 6,26 Meter. Bei diesem Sprung verschenkte er nicht nur mehr als zwanzig Zentimeter, weil er vor dem Balken absprang, er musste auch gegen den Wind springen, was ihm ebenfalls einige Zentimeter kostete. Bei den Frauen holte sich Lisa Arend zunächst den Kreismeistertitel über 200 Meter und kam anschließend im Hammerwerfen nach fünf ungültigen Versuchen noch auf 41,27 Meter.

U18-Sprinter Laurin Pöppe lief die 100 Meter in 12,67 Sekunden und verbesserte sich auf der doppelt so langen Strecke auf 25,85 Sekunden.

Die jüngsten Melsunger Teilnehmer beim Borkener Feriensportfest waren Karina Keil und David Sonnak. Die beiden Kinder vom Jahrgang 2006 sind klein, aber oho. Wie ein Blitz fegte David über die Bahn und blieb über 50 Meter mit 7,94 Sekunden zum ersten Mal unter den angestrebten acht Sekunden. Kurze Zeit später kam er im Weitsprung mit 4,16 Meter auch deutlich über die 4m-Marke. Da er vor zwei Wochen den Schlagball in Bebra 40 Meter weit warf, darf man jetzt schon auf sein Ergebnis im Dreikampf gespannt sein. Die noch kleinere Karina lief die 50 Meter in 8,51 Sekunden und sprang 3,55 Meter weit. In ihrem ersten 800m-Lauf blieb die elektronische Uhr für sie bei 3:13,34 Minuten stehen, nachdem sie die erste Runde in genau 90 Sekunden zurückgelegt hatte.

Lisa Arend und Alexander Ludwig überzeugten im Hammerwerfen. Foto: nhVielseitigkeit ist auch bei Alexander Ludwig Trumpf. Der MU14-Schüler, dessen Stärke der Hochsprung ist, setzte sich über 75 Meter in 10,93 Sekunden durch und glänzte auch im Weitsprung mit der persönlichen Bestleistung von 4,62 Meter. Anschließend wuchtete er den 3kg-Hammer auf 20,32 Meter und verdrängte damit nicht nur seinen Teamkameraden Jan Gille vom Platz eins der nordhessischen Bestenliste – Alexander nimmt mit dieser Leistung auch Rang vier in der Landesbestenliste der M13 ein. (ajw)



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