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IG Metall Nordhessen ehrte 2.119 langjährige Mitglieder

Jubilare aus dem Schwalm-Eder-Kreis: Vorne sitzen Helmut Schelberg (60 Mitgliedsjahre, Borken), Karl Pfaff (65 Mitgliedsjahre, Edermünde), Friedrich Armbröster (70 Mitgliedsjahre, Guxhagen), Jürgen Hoffmann (65 Mitgliedsjahre, Felsberg), Karl Imke (65 Mitgliedsjahre, Körle), Alfred Schneider (60 Mitgliedsjahre, Edermünde) und Nikolaus Semmelroth (60 Mitgliedsjahre, Homberg). Hinten stehen Oliver Dietzel (Erster Bevollmächtigter IG Metall Nordhessen), Manfred Klusendick (60 Mitgliedsjahre, Borken), Helmut Schröder (60 Mitgliedsjahre, Borken), Helmut Schütz (60 Mitgliedsjahre, Edermünde), Heinrich Rausch (60 Mitgliedsjahre, Niedenstein), Norbert Schlordt (60 Mitgliedsjahre, Niedenstein) und Stefan Körzell (DGB-Bundesvorstand). Foto: Martin Sehmisch

Jubilare aus dem Schwalm-Eder-Kreis: Vorne sitzen Helmut Schelberg (60 Mitgliedsjahre, Borken), Karl Pfaff (65 Mitgliedsjahre, Edermünde), Friedrich Armbröster (70 Mitgliedsjahre, Guxhagen), Jürgen Hoffmann (65 Mitgliedsjahre, Felsberg), Karl Imke (65 Mitgliedsjahre, Körle), Alfred Schneider (60 Mitgliedsjahre, Edermünde) und Nikolaus Semmelroth (60 Mitgliedsjahre, Homberg). Hinten stehen Oliver Dietzel (Erster Bevollmächtigter IG Metall Nordhessen), Manfred Klusendick (60 Mitgliedsjahre, Borken), Helmut Schröder (60 Mitgliedsjahre, Borken), Helmut Schütz (60 Mitgliedsjahre, Edermünde), Heinrich Rausch (60 Mitgliedsjahre, Niedenstein), Norbert Schlordt (60 Mitgliedsjahre, Niedenstein) und Stefan Körzell (DGB-Bundesvorstand). Foto: Martin Sehmisch

Schwalm-Eder. Die IG Metall Nordhessen hat 2.119 Mitglieder für ihre langjährige Treue zur Gewerkschaft ausgezeichnet. „Ihr habt dazu beigetragen, dass wir seit fünf Jahren steigende Mitgliederzahlen vorweisen können“, sagte der Erste Bevollmächtigte der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel, zu hunderten Jubilaren in der Stadthalle Baunatal. „Wir werden 125 Jahre nach unserer Gründung als moderne, schlagkräftige Organisation wahrgenommen – das geht nur dank vieler treuer Mitglieder“, betonte Dietzel. Im Rahmen der Feierstunde wurden 13 Gewerkschafter für 70 Jahre Mitgliedschaft geehrt, darunter auch Friedrich Armbröster aus Guxhagen. Sie waren 1946 nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges beigetreten und gehören damit zur Gründungsgeneration. Ausgezeichnet wurden zudem zahlreiche Jubilare für 65, 60, 50, 40 und 25 Jahre Zugehörigkeit zur IG Metall.

Als Festredner erinnerte Stefan Körzell vom DGB-Bundesvorstand daran, dass die heute geltenden Standards für Mitbestimmung und Schutz der Beschäftigten von den Gewerkschaften erkämpft wurden. „Mitbestimmung, Arbeitszeitverkürzung, gesetzliche Rentenversicherung – das alles habt ihr in Betrieb und Gesellschaft durchgesetzt, oft genug gegen heftige Widerstände“, rief Körzell den Jubilaren zu. „Auch heute kämpfen die Gewerkschaften für ein besseres Rentenniveau, abgesicherte Übergänge aus Arbeit in den Ruhestand durch eine Teilrente ab 60 Jahre und für eine paritätische Finanzierung der Krankenversicherung“, sagte er.

Investitionsoffensive für Wohnungsbau, Verkehr und digitale Infrastruktur

Erster Bevollmächtigter der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Foto: Martin Sehmisch

Erster Bevollmächtigter der IG Metall Nordhessen, Oliver Dietzel. Foto: Martin Sehmisch

Der Gewerkschafter sprach sich für einen handlungsfähigen Staat aus. Deutschland brauche neben einer wettbewerbsfähigen, innovativen Wirtschaft auch ein intaktes soziales Gemeinwesen. „Wir haben seit Jahren einen massiven Investitionsstau, gerade auf kommunaler Ebene“, sagte Körzell. Der DGB fordere deshalb eine Investitionsoffensive der öffentlichen Hand, besonders für die Bereiche Wohnungsbau, Verkehr und digitale Infrastruktur. „Dafür sollten die bisherigen Steuerprivilegien für hohe Einkommen rückgängig gemacht werden. Zudem braucht es eine wirkungsvolle Erbschaftssteuer und die Wiedererhebung der Vermögenssteuer“, sagte er unter dem Applaus der Versammelten.

Gewerkschafter müssen Fremdenfeinden die Stirn bieten
Klar sei, dass die Interessen der Beschäftigten, Rentner und Arbeitslosen von der IG Metall und den DGB-Gewerkschaften viel besser vertreten würden als von der jüngst bei Wahlen erfolgreichen AfD. „Allen, die mit fremdenfeindlichen Parolen und gewaltsamen Übergriffen Flüchtlingen schaden, müssen und werden wir die Stirn bieten“, sagte Körzell. Man werde Rechtspopulisten und Fremdenfeinden nicht die Deutungshoheit über die Themen Asyl und Integration überlassen. „Wir Gewerkschafter werden Sorgen aufnehmen, aber auch klar Position beziehen – für die Bekämpfung von Fluchtursachen in den Herkunftsländern, für faire Asylverfahren und für eine gelungene Integration von anerkannten Flüchtlingen“, sagte er. Der DGB habe mit der „Allianz für Weltoffenheit“ ein breites Bündnis gesellschaftlicher Kräfte ins Leben gerufen, die diese Haltung teilten. „Ich bin mir sicher: Europa und Deutschland können die Flüchtlingsbewegung bewältigen“, sagte Körzell.



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