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Gold für Katharina Wagner und Alexander Fredrich

Mit 2 Gold und 3 Bronzemedaillen waren die MT-Leichtathleten bei den Landes-Mehrkampfmeisterschaften sehr erfolgreich. Foto: nh

Mit 2 Gold und 3 Bronzemedaillen waren die MT-Leichtathleten bei den Landes-Mehrkampfmeisterschaften sehr erfolgreich. Foto: nh

Stadtallendorf/Melsungen. Bei den Landes-Mehrkampfmeisterschaften des HTV, die in Stadtallendorf ausgetragen wurden, trumpften die Leichtathleten der MT 1861 Melsungen mit zwei Gold- und drei Bronzemedaillen mächtig auf. Einer der Höhepunkte war der Wettbewerb der Frauen, wo sich die vielseitigen Melsunger Athletinnen Katharina Wagner, Lisa Arend und Nele Grenzebach mit der Titelverteidigerin Jasmin Kapaun aus Hartenrod einen großartigen Wettkampf lieferten. Katharina Wagner hatte sich mit einem gezielten Krafttraining gut vorbereitet und war nach Stadtallendorf gefahren, um sich den Mehrkampftitel zu holen.

Der Mehrkampf für die Frauen begann mit dem 60m-Lauf, wo das MT-Trio mit guten Zeiten aufwartete. Mit mächtigen Schritten stürmte Katharina dem Ziel entgegen und egalisierte mit 8,06 Sekunden ihre Bestzeit, die sie vier Wochen vorher ebenfalls in Stadtallendorf aufgestellt hatte. Nele Grenzebach (8,60) und Lisa Arend (8,94 Sek.) belegten in diesem Lauf die Plätze zwei und drei. Im zweiten Lauf setzte sich erwartungsgemäß Jasmin Kaupaun mit 8,54 Sekunden durch. Der anschließende Weitsprung wurde für die Zuschauer, aber vor allem für Katharina Wagner zu einem Krimi, der nicht spannender hätte sein können. Die schnelle Sprinterin aus Melsungen flog sowohl im ersten als auch im zweiten Durchgang über 5,40 Meter. Aber da sie jedes Mal hauchdünn übertrat, hatte sie vor dem letzten Versuch keinen gültigen Sprung in der Wertung. Jasmin Kaupaun hatte 5,04 Meter vorlegt und führte vor dem letzten Durchgang die Liste der Mehrkämpferinnen an. Nele Grenzebach, die sich über 4,70 auf 4,77 Meter verbessern konnte, kristallisierte sich deshalb als ihre erste Verfolgerin der Titelverteidigerin heraus. Um noch eine Chance auf die Goldmedaille zu haben, musste Katharina Wagner einen gültigen Sprung um 4,90 Meter fabrizieren. Sie verlängerte ihren Anlauf um eine Schuhlänge, aber sie lief nicht mehr so locker wie bei ihren ersten beiden Sprüngen an und sprang bereits vor dem weißen Absprungbrett ab. Mit diesem Sicherheitssprung erreichte die 22-Jährige dennoch eine Leistung von 5,14 Meter und demonstrierte nicht nur Nervenstärke, sondern auch eine starke kämpferische Leistung.

Katharina Wagner holte sich den Mehrkampftitel mit dem neuen Hallenrekord vor Titelverteidigerin Jasmin Kapaun und Lisa Arend. Foto: nh

Katharina Wagner holte sich den Mehrkampftitel mit dem neuen Hallenrekord vor Titelverteidigerin Jasmin Kapaun und Lisa Arend. Foto: nh

Man muss schon bis in das Jahr 2013 zurückblicken, um eine bessere Weitsprungleistung von Katharina Wagner in den Listen zu finden. Damals flog sie bei den nordhessischen Meisterschaften im Auestadion als Siegerin auf 5,20 Meter. Auch Lisa Arend zeigte mit 4,34 Meter eine gute Leistung und fand sich nach zwei Wettbewerben hinter Wagner, Kapaun, Grenzebach und Genn auf Rang fünf wieder. Leider blieb die Hammerwurfspezialistin im Kugelstoßen mit schwachen 10,33 Meter hinter dem Soll zurück. Jasmin Kapaun stieß die 4kg-Kugel auf 9,78 Meter, doch diese gute Leistung reichte für die Wertung im Mehrkampf nur für den zweiten Platz. Denn auch im Kugelstoßen bewies Katharina Wagner, dass sie gut vorbereitet nach Stadtallendorf anreiste. Mit 9,51 Meter erzielte sie persönliche Bestleistung und holte sich mit dem neuen Kreis-Hallenrekord von 1925 Punkten die erste Landesmeisterschaft in diesem Jahr. Die bisherige Hallenbestleistung hatte ihre Schwester Johanna zwölf Jahre vorher in Wiesbaden mit 1875 Punkten (8,40 – 5,20 – 10,04) aufgestellt. Hinter Jasmin Kapaun sicherte sich Lisa Arend die Bronzemedaille. Nele Grenzebach belegte vor Olga Genn und Ann-Christin Burk den vierten Platz.

Für den zweiten Melsunger Tagessieg sorgte Alexander Fredrich im Dreikampf der U16 mit 1483 Punkten. Bei seinem Debüt auf Landesebene waren seine acht weiteren Mitstreiter an diesem Nachmittag chancenlos. Der 14-jährige Kreishallenmeister über 50 Meter, der mit 6,5 Sekunden die Bestenliste des Schwalm-Eder-Kreises anführt, kam auch über 60 Meter sehr gut aus den Startblöcken und löste sich in der Beschleunigungsphase mühelos von seiner Konkurrenz und lief nach 7,82 Sekunden mit großem Vorsprung als Sieger über die Ziellinie. Damit setzte er ein erstes Ausrufezeichen und verdrängte Fabian Feldmann (Remsfeld), der bei den Landes meisterschaften mit 7,87 Sekunden gestoppt wurde, auf Rang drei der aktuellen Kreisbestenliste.

Gegen Alexander Fredrich waren acht weitere Mitstreiter bei diesen Mehrkampfmeisterschaften chancenlos. Foto: nh

Gegen Alexander Fredrich waren acht weitere Mitstreiter bei diesen Mehrkampfmeisterschaften chancenlos. Foto: nh

Auch im Weitsprung setzte der Schüler aus Altmorschen den Akzent und verbesserte seine Kreisjahresbestleistung von 5,20 auf 5,40 Meter. Mit 5,39 Meter hatte er einen weiteren guten Sprung in seiner Serie. Nur im Kugelstoßen musste er gegen Jonas Schliffer (10,98 m) und Max Schmidt (10,78 m) einige Punkte einbüßen. Aber seine 8,58 Meter wird der talentierte Mehrkämpfer sicherlich schon im Trainingslager erheblich verbessern. Bei der Siegerehrung stand Alexander Fredrich auf dem obersten Treppchen und holte sich seine erste hessische Meisterschaft vor Nico Weinbrenner, Jonas Schliffer (beide Weilmünster) und Fynn Steinmüller aus Allendorf/Lahn.

Im Dreikampf der Männer setzte sich Issam Ammour (Klein-Linden) wie erwartet vor Lars Hieronymi durch. Die beiden Melsunger Vertreter, Michael Hiob und Tobias Stang lieferten sich mit Alexander Fiehn aus Villmar einen eindrucksvollen Kampf um die Bronzemedaille, der erst beim Weitsprung entschieden wurde.

Ammour ging im Kugelstoßen mit 12,98 Meter knapp vor Alexander Fiehn (12,87 m) Führung und gab diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Michael Hiob gefiel mit 11,19 m und lag damit zehn Zentimeter vor Jens Kossan aus Glauberg. Tobias Stang zeigte sich mit seinen 9,27 Meter nicht ganz unzufrieden. Im 60m-Sprint demonstrierte der für die LG Friedberg startende Lars Hieronymi seine ganze Klasse. Für den Dritten der hessischen Hallenmeisterschaften leuchteten 7,03 Sekunden auf. Issam Ammour beendete als Zweiter nach 7,33 Sekunden sein Rennen. Platz drei sicherte sich Michael Hiob mit 7,45 vor Tobias Stang, der mit 7,71 Sekunden vor Jonathan Lang (Hartenrod, 7,75) und Karim Ammour (Klein-Linden, 7,93) den vierten Platz belegte. Alexander Fiehn, der erst nach 8,03 Sekunden ins Ziel kam, fiel in der Gesamtwertung hinter Michael Hiob auf Rang vier zurück.

Siegerehrung im Dreikampf der Männer. Foto: nh

Siegerehrung im Dreikampf der Männer. Foto: nh

Tobias Stang, der vor dem abschließenden Weitsprung noch auf Rang sechs lag, arbeitete sich nach seinem neuen Hausrekord auf Rang vier vor. Beim Kampf um Bronze sorgte Michael Hiob für klare Verhältsnisse als er sich auf 5,74 Meter verbesserte. Damit kam er auf 1688 Punkte und konnte von seinen Verfolgern nicht mehr eingeholt werden. Issam Ammour war mit seinen 5,91 Meter nicht zufrieden, dennoch hatte er die Goldmedaille sicher, weil die 6,39 Meter von Lars Hieronymi nicht reichten. Tobias Stang landete im zweiten Versuch im Bereich von 6,50 Meter lag. Aber der Kampfrichter hob die rote Fahne, weil er übergetreten war. Im letzten Versuch kam der 21-Jährige Malsfelder auf großartige 6,35 Meter und verdrängte Henri Alter (6,20 m) vom zweiten Platz der Kreis-Hallen-Bestenliste 2016/17.

Die dritte Bronzemedaille für die MT-Melsungen holte sich Vivian Groppe im Dreikampf der U14. Die Schülerin aus Beiseförth beeindruckte über 60 Meter mit 8,71 Sekunden und verbesserte damit die Kreis-Jahresbestleistung von Anna Geisel (SC Steinatal, 9,06 Sek.) um über 0,3 Sekunden. Nur Antonia Betz aus Gelnhausen, die im Vorjahr die 75 Meter in 10,47 Sekunden zurücklegte und damit siebtschnellste Sprinterin in Hessen war, lief mit 8,60 Sekunden an diesem Tag schneller als Vivian. Nachdem die Melsunger Gesamschülerin bei den Kreis-Hallenmeisterschaften im Weitsprung mit 3,74 Meter noch den dritten Platz belegt hatte, steigerte sie sich in Stadtallendorf auf 4,24 Meter und verdrängte mit dieser Leistung Emily Engel (Remsfeld) um sieben Zentimeter von der Spitze der Kreis-Hallen-Bestenliste. Bestleistung Nummer drei gab es für die talentierte Schülerin, die auch seit kurzem der Talentfördergruppe der Melsunger Gesamtschule angehört, beim abschließenden Kugelstoßen mit 7,02 Meter. Bei der Siegerehrung stand Vivian Groppe zum ersten Mal bei einer Landesmeisterschaft auf dem Siegerpodest und belegte hinter Lill Hammer und Antonia Betz mit 1289 Punkten den dritten Platz. Sarah Langheld, die auch im nächsten Jahr noch einmal in dieser Altersklasse starten kann, gefiel im 60m-Sprint mit 9,33 Sekunden und überzeugte auch im Weitsprung mit 4,03 Meter. Durch einen schwachen Kugelstoß (4,40 m) kam sie im Dreikampf mit 1057 Punkten aber nicht über Rang zehn hinaus.

Siegerehrung im Dreikampf der MU14 mit den beiden Melsungern Luis Andre und David Sonnak. Foto: nh

Siegerehrung im Dreikampf der MU14 mit den beiden Melsungern Luis Andre und David Sonnak. Foto: nh

Bei den Schülern der U14 imponierten die Zwillinge Sebastian und Esteban Kleta vom TV Gelnhausen. Vor allem Sebastian beeindruckte mit 7,70 Sekunden über 60 Meter, 5,75 Meter im Weitsprung sowie 10,95 Meter im Kugelstoßen. Im Dreikampf setzte er sich mit 1641 Punkten vor seinem Bruder Esteban (1499 Punkte) souverän durch. Den dritten Platz sicherte sich Finn Both (Glauberg, 1192 Punkte) vor Philipp Heinzmann (SV Brachteil, 1114 Punkte). Luis Andre, der sich von der Kugelstoßleistung des ein Jahr älteren Sebastian Kleta beim Einstoßen schocken ließ, fand nicht mehr in den Wettkampf und blieb weit hinter seiner Trainingsleistung zurück. Der 12-jährige begann mit 6,98 Meter und steigerte sich über 8,25 auf 9,17 Meter. Im 60m-Sprint zeigte sich das Melsunger Wurftalent verbessert und blieb mit 9,92 zum ersten Mal unter zehn Sekunden. Auch im Weitsprung gab es für ihn mit 3,89 Meter eine persönliche Bestweite.

Die beiden Melsunger Hessenmeister im Mehrkampf mit Leichtathletik-Fachwart Christian Khin. Foto: nh

Die beiden Melsunger Hessenmeister im Mehrkampf mit Leichtathletik-Fachwart Christian Khin. Foto: nh

Mit David Sonnak stellten die Melsunger den jüngsten Teilnehmer dieser Veranstaltung. Der noch Zehnjährige lief die 60 Meter in 9,64 Sekunden, sprang 4,14 Meter weit und stieß die 3kg-Kugel auf 6,34 Meter, so dass er im Dreikampf die anvisierten 1000-Punkte um 14 Zähler übertraf und auf Rang acht landete.

Alwin J. Wagner zog am Ende dieser Meisterschaften ein positives Fazit: „Die guten Leistungen und Erfolge in Stadtallendorf waren nicht nur ein starkes Ende der Hallensaison 2016/17, sie sind auch ein vielversprechender Anfang für die bevorstehenden Wettkämpfe auf der Bahn, die für die Melsunger Leichtathleten nach dem Trainingslager in Rimini Ende April beginnen!“ (ajw)



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