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Luis André entpuppt sich als „König der Ringe“

Zum "Herr der Ringe" wurde Luis André nach seinem überraschenden Sieg im Hammerwerfen, wo er sich auf 27,85 Meter verbessern konnte. Foto: nh

Zum „Herr der Ringe“ wurde Luis André nach seinem überraschenden Sieg im Hammerwerfen, wo er sich auf 27,85 Meter verbessern konnte. Foto: nh

Borken. Beim Kräftemessen der besten nordhessischen Stoß- und Wurfathleten nahmen 123 Sportler aus 23 Vereinen teil. Dabei setzten sich die fünf Melsunger Teilnehmer mit fünf Titeln sowie vier Vizemeisterschaften besonders gut in Szene. Gemessen an den leistungsmindernden Bedingungen bei Temperaturen um zehn Grad und teilweise leichtem Nieselregen mit kaltem Wind, sind die Ergebnisse umso höher zu bewerten.

Im Mittelpunkt stand aus Melsunger Sicht das Auftreten von Luis André, der bereits im Training mit großartigen Leistungen im Kugelstoßen und Diskuswerfen beeindruckte. Auch in Borken präsentierte sich der Melsunger Gesamtschüler in einer glänzenden Form und stellte im Kugelstoßen, Diskus- und Hammerwerfen drei persönliche Bestleistungen auf. Der im Februar 2005 Geborene, hatte bereits im Vorjahr sein großes Talent angedeutet, als er als jüngster Teilnehmer die Landesmeisterschaft im blockspezifischen Mehrkampf im Jahrgang 2004 souverän gewinnen konnte.

Auch Lisa Arend konnte sich freuen, denn sie sicherte sich bei den Frauen die Titel im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Foto: nh

Auch Lisa Arend konnte sich freuen, denn sie sicherte sich bei den Frauen die Titel im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Foto: nh

Der Zwölfjährige wurde zum Auftakt im Kugelstoßen seiner Favoritenrolle gerecht, denn er hatte am Ende fast drei Meter Vorsprung. Obwohl er mit 9,73 m sehr vorsichtig begann, war nach dem ersten Durchgang bereits alles erledigt. Während Kilian Krah (LG Alheimer) als Vizemeister auf 8,04 Meter kam und damit Yaffily Trawalley (Friedrichstein, 7,60 m) auf Platz drei verdrängte, verbesserte sich Luis André im letzten Durchgang, wo er mit vollem Risiko stieß, auf 10,76 Meter. Damit hätte er auch den Wettbewerb der ein Jahr älteren Schüler gewonnen, wo sich Felix Geißel aus Baunatal mit 9,48 m durchgesetzt hatte.

Auch im Diskuswerfen lief alles wie erwartet: Während die Konkurrenz nicht über die 20m-Marke kam, ließ Luis die Scheibe viermal über die 30m-Marke segeln und hatte am Ende mit 32,52 Meter mehr als 13 Meter Vorsprung vor dem Vizemeister. Im Vorjahr führte Tim Steinfurth aus Eppstein die hessische Bestenliste der M12 mit 30,05 Meter an. Mit seiner Borkener Leistung warf Luis André zum Jahresauftakt mehr als zwei Meter weiter und hätte sich auch bei den ein Jahr älteren Schülern mit über neun Meter Vorsprung den Sieg geholt.

Senior Uwe Krah überraschte im Kugelstoßen der Männer mit einem zweiten Platz. Foto: nh

Senior Uwe Krah überraschte im Kugelstoßen der Männer mit einem zweiten Platz. Foto: nh

Zum absoluten „Herr der Ringe“ in der U14 wurde das MT-Schüler-Aushängeschild nach seinem überraschenden Sieg im Hammerwerfen. Schon im ersten Durchgang kam er aus dem Stand werfend auf 24,84 Meter und brachte damit den Favoriten Valentin Sommerlade ins Schwitzen. Nachdem sich der Schüler aus Remsfeld auf 25,93 Meter gesteigert hatte, verbesserte sich Luis auf 27,85 Meter und blieb mit 26,34 Meter im dritten Durchgang noch einmal über der besten Leistung von Sommerlade. Auch im Hammerwerfen hätte sich Luis André bei den Schülern des Jahrgangs 2004 durchgesetzt, denn Sieger Ole Oscar Umbach (Treysa) kam nur auf 21,82 Meter.

Mit seinen drei großartigen Leistungen, die nicht nur hessische Jahresbestleistungen für die M12 darstellen und somit in die Reihe der besten Ergebnisse dieser Meisterschaften gehören, setzte Luis André für die M12 die ersten Markierungspunkte für das Jahr 2017 sogar auf Bundesebene.

Hella Böker mit ihren beiden erfolgreichen Schützlingen Luis André und Jan Gille. Foto: nh

Hella Böker mit ihren beiden erfolgreichen Schützlingen Luis André und Jan Gille. Foto: nh

Lisa Arend blieb wieder einmal die Rolle der Galionsfigur vorbehalten. Die nordhessische Kugelstoß-Hallenmeisterin von Bad Sooden-Allendorf siegte auch in Borken in dieser Disziplin unangefochten und imponierte mit 11,33 Meter vor Isabel Weitzel (Jahn Treysa, 9,42 m) und Mehrkämpferin Carolin Klupsch (SSC Vellmar, 9,04 m). Auch im Diskuswerfen holte sich Lisa mit der persönlichen Bestweite von 31,06 Meter vor Weitzel (27,22 m) den Titel. Und nach ihren guten Trainingswürfen mit dem Hammer hatte man mit einem packenden Zweikampf der beiden besten nordhessischen Hammerwerferinnen gerechnet. Während Lisa Arend mit 40,55 Meter begann, fabrizierte Isabel Weitzel – im Vorjahr mit 49,84 Meter zweitbeste hessische Jugendwerferin – einen ungültigen Wurf. Anschließend kam die HLV-Kader-Athletin dreimal über die 45m-Marke und setzte sich souverän vor Lisa Arend durch, die sich an diesem Tag zuviel vorgenommen hatte und unter diesem Druck keinen gültigen Wurf mehr zustande brachte.

Luis André  verbesserte sich bei seinem Sieg im Kugelstoßen auf 10,76 Meter. Foto: nh

Luis André verbesserte sich bei seinem Sieg im Kugelstoßen auf 10,76 Meter. Foto: nh

Gute Leistungen bot auch der 14-jährige Jan Gille, der in diesem Jahr altersbedingt in die MU16 aufrückte und deshalb mit schwereren Geräten stoßen und werfen musste. Eine Woche vor seiner Konfirmation verbesserte er sich als Zweiter im Kugelstoßen hinter dem überragenden Marius Karges (TV Friedrichstein, 12,50 m) auf 10,93 Meter. Den dritten Platz belegte Jannik Meyfahrt aus Wabern mit 10,37 m. Auch im Diskuswerfen konnte sich Jan Gille nach vorsichtigem Beginn, bei dem er drei ungültige Würfe hatte, von Wurf zu Wurf steigern und mit 30,52 m ebenfalls den zweiten Platz belegen. Mit 27,48 Meter kam er im Speerwerfen hinter Meyfahrt (33,33 m) und Karges (29,60 m) auf Rang drei.

Im Kugelstoßen der Männer machte Uwe Krah mit seinem überraschenden zweiten Platz deutlich, dass man nach seinem schwachen Abschneiden bei den deutschen Senioren Hallenmeisterschaften in Erfurt im Sommer wieder ihm rechnen muss. „Beim Einstoßen hatte ich zwei gute Versuch an der 13m-Linie, die mir zeigen, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, kommentierte der Polizeioberkommissar seinen ersten Freiluftwettkampf im Jahr 2017. In der Tat, mit der 6kg-Kugel sollten für den 53-Jährigen ein bis anderthalb Meter mehr drin sein, so dass er zum Saisonhöhepunkt einen 14m-Stoß anvisieren kann. (ajw)



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