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Erfolgsserie souverän fortgesetzt – 32:27 gegen Lemgo

Michael Müller. Foto: Hartung

Michael Müller. Foto: Hartung

Kassel/Melsungen. Die MT Melsungen hat ihre Erfolgsserie in der DKB-Handball-Bundesliga weiter ausgebaut. Das 32:27 (16:12) gegen den TBV Lemgo war der siebte Sieg bei einem Unentschieden in den letzten acht Partien. Auch wenn Melsungen von Anfang bis Ende mit nie weniger als drei Treffern Vorsprung führte, enttäuschten die Gäste nicht. Der starken MT-Vorstellung hatten sie jedoch nicht genug entgegenzusetzen, um dringend benötigte Punkte im Abstiegskampf mitzunehmen. Das verhinderten in erster Linie Johannes Sellin (7 Tore) sowie die Müller-Zwillinge Michael und Philipp, die je sechsmal erfolgreich waren. Für Lemgo war Tom Skroblien mit ebenfalls sieben Treffern erfolgreichster Schütze.

Beide Mannschaften lieferten sich eine furiose Anfangsphase, in der bis zum Abschluss nicht lange gefackelt wurde. Was sich als dankbar erwies für die Torhüter. Sowohl Piotr Wyszomirski als auch Johan Sjöstrand hatten so schon früh die Gelegenheit sich auszuzeichnen. Mit Vorteilen für den Schweden, der seinen Kasten über fünf Minuten sauber hielt. Bis Tim Suton der erste Gästeerfolg gelang, hatten Philipp und Michael Müller sowie Johannes Golla die Gastgeber bereits mit 3:0 in Führung gebracht, Philipp Müller legte zum 4:1 noch einmal nach (6.).

Auch in der Folge bestimmten die glänzend aufgelegten Schlussmänner die Szene, so dass in Anbetracht der hohen Angriffsfrequenzen doch erstaunlich wenig Treffer erzielt wurden. Am ehesten gelang das dem wurfgewaltigen Tim Suton sowie dem durchsetzungsstarken Johannes Golla auf Melsunger Seite, der bis zum 6:4 bereits dreimal getroffen hatte (13.). Auch die Zeitstrafe gegen Suton ging auf Gollas Konto, der in der  Nahwurfzone kaum zu verteidigen war. Johannes Sellin und zweimal Michael Allendorf legten zum 9:5 nach (16.).

Erst nach einer Auszeit fingen sich die Ostwestfalen wieder etwas. Jedoch reichten die Schlagwürfe von Azad Valiullin erst einmal nur, den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. Weil sich aber die Fehler im Vorwärtsgang nach wenigen Minuten wieder häuften, kam etwas verspätet auch das Tempospiel der MT zur Geltung. Sellin bedankte sich mit zwei Kontertoren zum 13:8 (21.). Beeindruckt war Lemgo davon jedoch nicht. Im Gegenteil blieben die Lipperländer dran und verkürzten bis zur Pause sogar wieder etwas.

Nach Wiederbeginn versuchte es Lemgo, wie schon im ersten Durchgang mehrfach praktiziert, mit dem siebten Feldspieler. Ohne Erfolg. Den ersten Ballgewinn konnte Philipp Müller noch nicht im leeren Gehäuse unterbringen, den zweiten veredelte Sellin. Doch obwohl der eingewechselte René Villadsen einen Siebenmeter von Tim Hornke parierte und die MT zwischenzeitlich mit sechs führte, gab sich der TBV nicht auf. Schon gar nicht, nachdem Marino Maric auf die Bank musste. Tom Skroblien brachte die Blau-Weißen mit drei Toren in Folge auf 20:17 heran (39.).

Als Sellin seinen zweiten Strafwurf nicht an Wyszomirski vorbeibringen konnte, lag das Momentum eigentlich auf Lemgoer Seite. Dass daraus kein Vorteil wurde, dafür sorgte Michael Müller. Ein phantastisches Anspiel auf Golla, der per Rückhandwurf verwandelte, ein Kempa-Anspiel auf seinen Bruder Philipp sowie das 24:18 selbst gemacht – es waren die Minuten des Melsunger Kapitäns (43.).

Ganz frei von Makeln war das insgesamt überzeugende Spiel der Gastgeber jedoch auch nicht. Vor allem die Siebenmeterquote ließ zu wünschen übrig. Auch Michael Allendorf scheiterte vom Strich an Wyszomirski, nachdem wieder einmal Golla nicht mit fairen Mitteln zu stoppen war. Positiv allerdings, dass die Gegenstöße weiter passten. Neben Sjöstrand glänzte auch Jeffrey Boomhouwer mit passgenauem Zuspiel auf den weit enteilten Sellin und traf kurze darauf selbst gleich dreimal in Folge (31:23, 51.).

Mit der damit herbeigeführten Vorentscheidung nahm die MT das Tempo nun doch heraus und beschränkte sich auf kräftesparende Aktionen, wie Timm Schneiders 32:25 ins verlassene Lemgoer Gehäuse, und überließ die Sicherung des Vorsprungs weitgehend Johan Sjöstrand, der in der Schlussphase noch einmal sein Ausnahmekönnen demonstrierte und mehrfach glänzend parierte. Der TBV durfte Ergebniskosmetik betreiben, was an der souveränen Vorstellung der Gastgeber und dem verdienten Sieg nichts mehr änderte.

Stimmen zum Spiel
Michael Roth: Ich habe heute eigentlich nicht viel zu sagen. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute geführt und verdient gewonnen. Was mir nicht gefallen hat, das waren die 27 Gegentore. Das waren zu viele. Sehr schön dagegen war, dass wir trotz der sommerlichen Temperaturen und dem Fußball als Konkurrenz so viele Fans in der Halle hatten, bei denen wir uns mit einem guten Spiel bedanken konnten.

Florian Kehrmann: Glückwunsch an Michael, Axel und die MT zum Sieg. Wir konnten heute leider nicht über uns hinauswachsen, was für etwas Zählbares nötig gewesen wäre. Am Anfang haben wir hinten gut gestanden, aber vorn ein paar Fehler zu viel gemacht. Mit dem kurzfristigen Ausfall von Stenbäcken ging uns noch eine Option verloren, so dass wir im Rückraum mit dem jungen Philip Vorlicek spielen mussten, der seine Sache aber gut gemacht hat. Wichtig war auch, dass wir am Ende von minus acht nochmal auf minus fünf rangekommen sind. Bei uns zählt jedes Tor.

Axel Geerken: Sicher ist die momentane Phase für uns sehr positiv. Aber das hatten wir diese Saison auch schon anders. Es ist gut, dass sich die Mannschaft inzwischen stabilisiert hat. Für den Abstiegskampf, in dem Lemgo steckt, wollen wir uns nichts nachsagen lassen. Deshalb werden wir auch am Mittwoch beim BHC Gas geben, um unsere Serie weiterzuführen.

Jörg Zereike: Für uns hätte heute einfach alles super laufen müssen, um überhaupt eine Chance zu haben. Aber dazu haben wir leider zu viele Fehler gemacht. Es ist immer schwer, im Rückraum mit einem Rechtshänder auf Halbrechts spielen zu müssen. Gegen Wetzlar müssen wir am Mittwoch die Punkte über den Kampf holen. Es ist noch alles möglich, in der Tabelle ist alles ganz eng zusammen.

Statistik
MT Melsungen: Sjöstrand (17 Paraden / 24 Gegentore), Villadsen (1 P. / 3 G.); Maric 1, Sellin 7, Golla 5, Fahlgren 1, Danner, P. Müller 6, Boomhouwer 3, Rnic, Schneider 1, Allendorf 3/1, Jaanimaa, M. Müller 6, Haenen.

TBV Lemgo: Wyszomirski (11 P. / 28 G.), Maier (2 P. / 4 G.); Mansson 1, Kogut 1, Ramba, Theuerkauf 2, Hornke 5/2, Skroblien 7/1, Suton 3, Lemke 1, Zerbe, Vorlicek 4, Valiullin 2, Klimek 1, Zieker.

Schiedsrichter: Martin Thöne / Marijo Zupanovic (Berlin / Berlin)

Zeitstrafen: 2 – 8 Minuten (Maric 36:07 – Suton 12:20 54:02, Klimek 44:00, Hornke 45:53)

Strafwürfe: 4/1 – 4/3 (Sellin scheitert an Wyszomirski 22:02 39:35, Hornke scheitert an Villadsen 32:59)

Zuschauer: 3.817 in der Rothenbach-Halle, Kassel

Die nächsten Spiele:
Mi., 31.05.17, 19:00 Uhr: Bergischer HC – MT Melsungen
So., 04.06.17, 15:00 Uhr: MT Melsungen – SC DHfK Leipzig

(Bernd Kaiser)



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