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Jordan: „Ausbildungsbetriebe zeigen hohes Engagement“

Nordhessen. Die Quote der nicht besetzten Ausbildungsstellen in Nordhessen und im Altkreis Marburg hat sich innerhalb eines Jahres von 28 Prozent in 2016 auf 19 Prozent im laufenden Jahr verringert. Damit liegen die Ausbildungsbetriebe aus dem Bezirk der IHK Kassel-Marburg deutlich über dem bundesdeutschen Ergebnis von 31 Prozent nicht besetzter Stellen. Dies sind Erkenntnisse aus der Ausbildungsumfrage 2017 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und der IHK Kassel-Marburg, einer Onlineumfrage bei ausbildenden Betrieben. „So erfreulich dieses Ergebnis zunächst erscheint“, resümiert IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan das Stimmungsbild der Betriebe, „darf nicht übersehen werden, dass immer noch knapp jeder fünfte Betrieb bei der Suche nach Auszubildenden leer ausgeht.“ Hier werde die IHK künftig noch stärker ansetzen, um die Betriebe bei der Stellenbesetzung zu unterstützen.

Ein zweites wichtiges Ergebnis bezieht sich auf die fehlende Berufsorientierung der Bewerber, die sich störend auf den Ausbildungsverlauf auswirkt: „Seit 2011 halten wir mit unserer Initiative zur Verbesserung der Ausbildungsreife dagegen und unterstützen die Schulen aktiv dabei, Berufsorientierung zu organisieren“, verweist der IHK-Präsident auf die Aktionen der IHK. Die von der IHK initiierten Berufswahlbüros in den Schulen haben sich bewährt. Die Akquise von Studienabbrechern ist ein weiterer Weg für die Nachwuchskräftesicherung. Hier wird sich die IHK mit verschiedenen Angeboten stark machen.

Parallel dazu investieren 72 Prozent der Ausbildungsbetriebe in Nachhilfe und Unterstützung wie Mentoren, langfristige Schülerpraktika oder betriebliche Praxisphasen, um Schülerinnen und Schüler an das Berufsleben heranzuführen.

Die gravierenden Herausforderungen durch die fortschreitende Digitalisierung in Produktion und Dienstleistung wirken sich in den steigenden Anforderungen an die künftigen Auszubildenden deutlich aus: „Selbstständiges Handeln“ mit 62 Prozent, „strukturiertes Arbeiten“ mit 61 Prozent und „logisches Denken“ mit 47 Prozent werden an Bedeutung zunehmen. Für 77 Prozent der Ausbildungsbetriebe sind IT-Kenntnisse der Jugendlichen in Zukunft ein wichtiges Einstellungskriterium.

Bei den Bemühungen um Integration der Flüchtlinge durch Ausbildung und Arbeit stehen die IHK-Betriebe nicht zurück. 20 Prozent geben an, in Zukunft Flüchtlingen einen Ausbildungsplatz anbieten zu wollen. Vielfache Antwort auf die zu erfüllenden Anforderungen ist der Verweis auf die Deutschkenntnisse, ohne die ein Ausbildungserfolg nicht gewährleistet werden kann.

Wertschätzung finden die IHK-Ausbildungsbetriebe für die Berufsschulen, mit denen die Kooperation sehr gut funktioniere, so IHK-Präsident Jörg Ludwig Jordan. Gerade vor dem Hintergrund der steigenden Anforderungen und der Notwendigkeit, Auszubildende in ihrer Leistungsentwicklung zu unterstützen, werde dies immer wichtiger, so Jordan. Die IHK, so Jordan weiter, werde sich dafür stark machen, dass die Kommunikation zwischen Betrieben und Berufsschulen weiter intensiviert und optimiert wird. (red)



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