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875 Jahre Neukirchen: Dr. Walter Weishaar hielt Festvortrag

Das Festbier wird probiert: Stadtverordnetenvorsteher Willi Berg, Gebietsverkaufsleiter der Kormbacher Brauerei Ulrich Flügel, Ortsvorsteher Peter Jöckel, Landrat Winfried Becker, Regierungsvizepräsident Hermann Josef Klüber und Bürgermeister Klemens Olbrich (v.l.). Foto: nh

Das Festbier wird probiert: Stadtverordnetenvorsteher Willi Berg, Gebietsverkaufsleiter der Kormbacher Brauerei Ulrich Flügel, Ortsvorsteher Peter Jöckel, Landrat Winfried Becker, Regierungsvizepräsident Hermann Josef Klüber und Bürgermeister Klemens Olbrich (v.l.). Foto: nh

Neukirchen. Aus Anlass der Jubiläumsfeierlichkeiten zum 875-jährigen Bestehen Neukirchens hielt im Rahmen des Festkommerses Dr. Walter Weishaar einen Vortrag mit dem Thema „Historischer Rückblick Neukirchen 1142 – 1517“. Im Mittelpunkt des Festkommerses, an dem Regierungsvizepräsident Hermann-Josef Klüber, Landrat Winfried Becker, MdB Bernd Siebert, MdL Regine Müller sowie sämtliche Nachbarbürgermeister und Vertreter des öffentlichen Lebens teilnahmen, stand der geschichtliche Rückblick.

Schwerpunktmäßig beschäftigte sich Dr. Walter Weishaar in seinem Referat zunächst mit den Anfängen der Stadt Neukirchen, den 375 Jahren seit der Ersterwähnung im Jahre 1142 bis zum Beginn der Neuzeit 1517. Im zweiten Teil ging der Blick des Referenten von den im ersten Teil vorgetragenen Fakten bis in die Gegenwart.

Dr. Walter Weishaar trug vor, dass die älteste vorhandene Urkunde, die den Namen Neukirchen erwähnt, aus dem Jahr 1142 stammt. Sie liegt im Staatsarchiv Marburg und ist äußerlich gesehen ein Prachtstück, ein ganz helles, weiches Pergament mit sorgfältig gemalten Buchstaben in lateinischer Sprache, deutlich lesbar für den, der einige Übung in den alten Schriftzeichen hat. Der Festvortragende orientierte sich dabei an den Unterlagen des letzten Neukirchner Metropolitans, Eduard Rausch, aus dem Jahr 1928. Weitere Aufzeichnungen stammten von dem Metropolitan Magister Johann Adam Schoenfeldt sowie auch die von Fritz Volze verfassten sogenannten „Neukirchner Jahreshefte“. Mit großer Wahrscheinlichkeit, so Referent Dr. Weishaar, sind Neukirchens Anfänge früher als 1142 datiert und Neukirchen auch älter als 875 Jahre.

Bürgermeister Olbrich mit dem Referenten Dr. Walter Weishaar (links). Foto: nh

Bürgermeister Olbrich mit dem Referenten Dr. Walter Weishaar (links). Foto: nh

In seinem weiteren Vortrag ging Dr. Weishaar auf die Anfänge in der Umgebung ein. Unter anderem erwähnte er, dass Bonifatius bereits seine Christianisierung mit dem Bau einer ersten Kirche in Ottrau sichtbar werden ließ. Ottrau hat seit dem die älteste Taufkirche in der Region und war Hersfeldischer Erzpriestersitz. Auch Oberaula taucht 868 in einer Schenkung an die Abtei Fulda als Notiz auf und feiert demgemäß auch im nächsten Jahr 1150-Jähriges Jubiläum. Auch der Schönberg gehört sicherlich zu den sichtbaren geschichtsträchtigen Orten in der Umgebung.

Weitere geschichtliche Stationen wurden durch den Referenten skizziert. Darüber hinaus machte er deutlich, dass die Nikolaikirche identische Grundrisse mit der Alsfelder Marktkirche aufweisen würde. Bei Renovierungsarbeiten in den Jahren 1971/72 stieß man in Alsfeld auf alte Fundamente einer Vorgängerkirche aus dem 8./9. Jahrhundert. Die Daten der komplizierten Bauabläufe seien nahezu deckungsgleich. Insbesondere die Ausmaße des Chorraums der Walpurgiskirche entsprechen exakt denen des Chorraums der Nikolaikirche in Neukirchen. Deshalb stelle der Referent die Frage: „Warum sollte bei dieser frappierenden Parallelität Neukirchens Vorgängerkirche nicht auch aus dem 8./9. Jahrhundert stammen?“

Kurz ging der Referent Dr. Walter Weishaar noch auf die Fertigstellung der Talburg 1331 ein. Er unterstrich die Bedeutung der Herren von Rückershausen. Er ging auf die Stadtgründung 1351 ein und hob die Bedeutung des Amtes, der Gerichtsbarkeit und auf die wachsende Bedeutung der Bürger einer Stadt hervor. So besaß die Stadt unter anderem Steuerfreiheit, die Freiheit des Fischfangs innerhalb der Gemarkung, auch das Braurecht besaß Neukirchen.

Zuletzt ging der Referent des Abends, Dr. Walter Weishaar, auf das Festwochenende der 875-Jahrfeier ein, indem er titelte: Neukirchen 1142 – 1517 „am Abend der 875-Jahrfeier 2017“ mit dem lateinischen Worten „Unanimus de urbe Neocuriense“. (red)

 



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